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Mittwoch, 4. Dezember 2019

W696III: Lange Radtour bei eisigen Temperaturen zu einem ganz ansehnlichen Spiel unterhalb der Nürburg

SSV Herschbroich 1980 ...................................... 2
TuS Hausen 1894 II ............................................. 1
- Datum: Sonntag, 1. Dezember 2019 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Kreisliga D, Rhein-Ahr, Süd (11. und unterste Fußballliga; 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 93 (45/48) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 Köntopp, 1-1 57. Wirfs, 2-1 63. Schäfer
- Gelbe Karten: 2x Herschbroich, 3x Hausen
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Herschbroich (Kapazität: 250 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 SSV Herschbroich 2:1 TuS Hausen IIPhotos with English commentary:
a) 11th Division Football: Herschbroich vs. Hausen Res.
b) Ahrgebirge: Altendorf-Ersdorf, Kalenborn, near Burtscheider Hof, Altenburg, Hönningen, LIERS (CHURCH), Niederadenau

Da kein Niederschlag angekündigt wurde und am Vortag so gut wie alle Spiele in der Region stattfanden, fuhr ich doch nicht mit dem Auto, sondern machte trotz Temperaturen zwischen 0 und 2 Grad eine Radtour. Mit ordentlicher Kleidung (u.a. wasserdichter Thermo-Sporthose und Pullover plus Hansa-Kapuzenshirt unter der Jacke) geht das auch. In Bonn war so um kurz nach 8 noch kaum jemand unterwegs, sodass ich die schwachsinnigen roten Ampeln gekonnt überfahren konnte, bis Meckenheim war die Strecke recht leicht und mir längst bekannt. Dann probierte ich etwas Neues aus: Statt die scheiß Bundesstraße von Grafschaft bis Altenahr zu fahren (erst ab Altenahr gibt es wieder Radwege, welche die Ahr entlang parallel zur Bundesstraße, aber auch teils länger und steiler bis Adenau führen) fuhr ich über die Feld- und Waldwege über den „Eifelfuß“ nach Kalenborn und dann die parallel westlich der Bundesstraße führenden Waldwege am Burtscheider Hof vorbei bis zur Kreuzung vor Altenahr. Definitiv angenehmer als die enge und stark befahrene Bundesstraße zu nehmen – aber solche unebenen und teils matschigen Schotterwege fahre ich lieber mit dem Auto als mit dem Rad. Zudem sind da bis zu 20% Steigung und Gefälle, teils im Wechsel und sehr eng. Der Ahrradweg bis Adenau war wie gesagt sehr gut fahrbar, außer mir auch kaum jemand unterwegs – lauter Ökoradfahrer und andere Weicheier halt in der Gegend... Ich hielt noch u.a. in Hönningen an der sehenswerten Kapelle und in Liers an der sehr schönen Kirche – diese ist für die Region ziemlich alt und mit einer ungewöhnlichen kreuzförmigen Deckenkonstruktion sowie einer hölzernen Empore versehen. In Adenau fährt man dann innerorts über das direkte Nachbardorf Breidscheid ins benachbarte Herschbroich hoch. Hönningen1,5km steile Nebenstraße, dann hat man die Ortsmitte erreicht. Der Ort liegt landschaftlich sehr schön in einem hochgelegenen Tal vor massiven bewaldeten Höhenzügen, die Gebäude sehen jedoch – bis auf die schöne, etwas verbaute, aber leider verschlossene Kirche – ziemlich mies aus. Die miesesten Hütten stehen dabei in der Nürburger Straße. Am Ortsendeschild stehen die hässlichsten Privathäuser und die unmöglich aussehenden Hütten (Vereinsheim und Duschcontainer) des Vereins SSV Herschbroich. Aber der Rasenplatz liegt dafür schön in der Landschaft, es gibt zwei überdachte Sitzbänke, die Vereinsleute sind ganz freundlich – auch wenn die sich verständlicherweise wunderten: „Dass du alle Plätze in der Gegend abfährst ist Klasse, auch Adenau, Reifferscheid – super / Aber hier nach Herschbroich von Bonn aus bei der Witterung?!“ – und man hat sogar teilweise einen super Blick auf die Burgruine Nürburg, nach der der berühmte Ring heißt, sowie auf das eben erwähnte Dorf Reiferscheid (v.a. die erhöht liegende Kirche).

Das Spiel kostete die in der Gegend üblichen 2€ Eintritt und war für einen Kick der untersten Spielklasse ganz gut und sehenswert. Die zweite Halbzeit war dabei besser als die erste. In der ersten traf nur der Gast aus Hausen (Nachbarort von Mayen) mit einem schönen Weitschuss. Nach der Pause drehte Herschbroich die Partie und ging nicht unverdient 2:1 binnen 6 Minuten in Führung. An Einsatz ließ es keines der beiden Teams vermissen. Der Schiri machte seine Sache gut und sicher, pfiff vielleicht etwas viel Abseits, was Hausen II schließlich auch um die Ausgleich brachte. Ich habe den Spieler aber auch ca. 50cm im Abseits gesehen – also kein Grund, hier wie ein Hausener den Schiri als „Flachwichser“ zu bezeichnen...
Aber so geht es halt auf dem Dorf verbal zur Sache, so muss das sein! Eines der beiden nicht ausgetragenen Spiele in der Region an diesem Wochenende wurde ja folgendermaßen im Vereinsticker des SV Wershofen/Hümmel auf fussball.de kommentiert: „Weil Plaidt mit der Frauen F Jugend angetreten ist und ein Großteil der Spielerinnen eine akute Muschischleimhaut Entzündung hatte konnte das Spiel leider nicht angepfiffen werden“... Den nicht angetretenen Gast bepöbeln – genau mein Niveau, richtig so Jungs!

Nach diesem recht unterhaltsamen Spiel fuhr ich die Strecke fast genauso zurück wie ich sie gekommen war. Überraschenderweise waren dabei die Steigungen auf den Waldwegen von Altenahr nach Kalenborn doch noch schlimmer als auf dem Hinweg von Grafschaft nach Kalenborn oder jene bei Adenau. SSV Herschbroich 2:1 TuS Hausen IIStatistik:
- Grounds: 2.541 (1; diese Saison: 98 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.782 (1; diese Saison: 133)
- Tourkilometer: 130 (130km Rad)
- Saisonkilometer: 72.930 (56.340 Flugzeug/ 14.940 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 1.610 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 696

Sonntag, 29. Oktober 2017

W587I: Asche, Asche, Asche

Sportfreunde Derkum-Hausweiler-Ottenheim
1951/ 79 ............................................................ 2
SC Germania Erftstadt-Lechenich III .......... 3
- Datum: Sonntag, 29. Oktober 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga B, Euskirchen, Gruppe 1 (9. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 94 Min. (46/48) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 15. Joisten, 0-2 33. Klausmeyer, 1-2 59. Larmann (Foulelfmeter); 1-3 60. Klausmeyer (Fouelfmeter), 2-3 78. Larmann
- Gelbe Karten: Fischer, Larmann (DHO); 2x Ackermann, Klausmeyer, Görgen, Nink (Erftstadt)
- Rote Karten: Ackermann von Erftstadt (73. wg. wdh. Reklamierens)
- Austragungsort: Sportanlage DHO (Derkum; Kap. 3.030, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon mind. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Schwaches Niveau, aber spannend)

SV Gelb-Weiß Nemmenich 1919 .......................... 2
SV Frauenberg 1930 II .......................................... 3
- Datum: Sonntag, 29. Oktober 2017 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: Kreisliga C, Euskirchen, Gruppe 1 (10. & unterste Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 95 Min. (47/48) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 6. Meier (Foulelfmeter), 1-1 62. Steinfeld, 1-2 72. Hoffmann, 1-3 74. Meier, 2-3 93. Eigentor
- Gelbe Karten: Kämmerling, Steinfeld, NN, NN, NN (Nemmenich); Hoffmann, NN, NN (Frauenberg)
- Rote Karten: XY von Nemmenich (36., vermutl. Tätlichkeit) und XY von Frauenberg (36., vermutl. Tätlichkeit)
- Austragungsort: Sportplatz Nemmenich-Schnorrenberg (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Unterhaltsames, raues Spiel)

SG Ahrtal (Schuld/ Insul/ Dümpelfeld/ Hön-
ningen) II ....................................................... 4
Sportfreunde Koisdorf ................................. 0
- Datum: Samstag, 28. Oktober 2017 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Kreisliga C Ahr (10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-0 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 27. Zavelberg, 2-0 45. Hengsberg, 3-0 62. Hintemann, 4-0 67. Zavelberg
- Gelbe Karten: Surges (Ahrtal); Odenthal (Koisdorf)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Hönningen (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnitt) SG Ahrtal II 4:0 Sportfreunde Koisdorf (in Hönningen) Photos with English Commentary:
a) 10th Division, Ahr District: Ahrtal Res. 4-0 Koisdorf, in Hönningen
b) 10th Division, Euskirchen District: Nemmenich 2-3 Frauenberg Res.
c) 9th Division, Euskirchen District: Derkum-Hausweiler-Ottenheim 2:3 Erftstadt-Lechenich Third XI
d) Rureifel: Nemmenich, Derkum

Diese Woche gab es vorm Wochenende keine Zeit für Spiele am Abend und am Wochenende selber wollte ich unbedingt per Rad los, wobei dann relativ wenig Auswahl für mich war. Die drei Spiele, die ich raussuchte, fanden alle auf Ascheplätzen statt. Von dem Zeug gibt es noch echt viele im Rheinland...

Samstagmittag ging es über teils unmögliche Waldwege – man sollte der schwachsinnigen Routenführung von google maps nicht immer folgen – über die Eifelhöhen ins überfüllte Ahrtal hinab.

Vier Dörfer an der Ahr bilden die Spielgemeinschaft SG Ahrtal: Dümpelfeld, Schuld, Insul und Hönningen. Mal wird in dem einen, mal dem anderen Kaff gekickt. Hönningen liegt noch am nächsten zu Bonn, hat aber außer landschaftlich schöner Lage anscheinend nichts, also keine architektonischen Sehenswürdigkeiten, zu bieten. Nur einen schönen Ascheplatz an der Ahr mit tollem Bergpanorama haben sie noch. Ein paar Wälle an den Längsseiten, auch ein paar Bänke, ein Sportlerheim und nicht zuletzt auch erwähnenswert: ein direkt am Platz gelegenes Fachwerkgehöft. Das Flutlicht ist aber übrigens kaum besser, als wenn die Familie, die in dem Gehöft wohnt, in jedes Fenster eine auf den Platz gerichtete Stehlampe stellen würde...

Der Kick der Reserve von der SG Ahrtal gegen Koisdorf war durchschnittlich. Ahrtal war besser, Koisdorf hatte zwar auch seine Chancen, kam aber nie richtig ins Spiel. Ein Stochertor, ein Konter, ein vom 25m-Weitschuss plus Torwartpatzer sowie ein schön ins lange Eck geschlenzter Sololauf sorgten für einen etwas zu hohen 4:0-Sieg der SG Ahrtal II. Das Spiel war fair, sodass der sehr betagte Schiedsrichter keine Probleme hatte. Gelb-Weiß Nemmenich 1919 2:3 SV Frauenberg II Nach der 100km-Runde am Samstag ging es auch Sonntag wieder länger aus Bonn raus, diesmal via Euskirchen gen Zülpich. Im Zülpicher Ortsteil Nemmenich steht ein ansehnliches Wasserschloss, ansonsten viel zusammengewürfelte, teils ältere teils neuere Bebauung.

Unweit des erstgenannten Wasserschlosses befindet sich der Fußballplatz: teils bewachsener und bemooster Hartplatz, drumherum etwas hügelige Felderlandschaft auf der einen und flache Felder zum Dorf auf der anderen Längsseite, ein paar Bäume, ein kleines Sportlerheim und eine Reling in den hässlichen Vereinsfarben Gelb-Weiß. Gegründet wurde der Verein übrigens 1919 wie der TSV Leuna. Dieses kleine Kaff Nemmenich besteht übrigens aus mehreren zusammengewachsenen kleinen Siedlungen, so befindet sich der Platz in der Gemarkung Schnorrenberg und nimmt bald 30% von deren Fläche ein...

Wegen des Gegenwindes von konstant etwa 40 km/h kam ich erst nachdem es zwei Platzverweise und ein Elfmetertor für den Gast aus Frauenberg gegeben hatte. Aber auch die verbleibenden 60 Minuten hatten etwas zu bieten: ein rauer Kick, etliche Torszenen – v.a. für Frauenberg – noch zwei Treffer für jeden, also einen 2:3-Auswärts-Sieg und viel Gemecker am sehr alten Schiri, der so seine Probleme mit der Spielleitung hatte. Wer aber immer wieder unnötig meckerte, waren die Nemmenicher: ständig tönte es dümmlich von deren unsympathischen Trainergespann. Selbst wenn ein Gästespieler zu Unrecht gelb bekam, wie nach dem Zusammenprall mit dem Torwart 18 Meter vorm Kasten, waren die immer noch am Maulen... Sportfreunde Derkum-Hausweiler-Ottenheim 2:3 Germania Erftstadt-Lechenich III Dann ging es weiter nach Derkum, deren Aschenplatz liegt besonders schön. Das Dorf ist extrem hässlich, aber am Gewerbegebiet liegt der Platz in einer Senke mit hohen Graswällen zu jeder Seite. Ein Graswall ist als eine Art Tribüne bearbeitet und es gibt auch einen Wellblechbau für Überdachtes zusehen neben dem backsteinernen Sportlerheim mit dem schönen Vereinswappen aber auch dummen Hinweisschildern dran. Wenn ich mal außerhalb der Trainings- und Wettkampfzeiten in Derkum vorbeikomme und Zeit zum Bolzen habe, werde ich übrigens den Platz nutzen – und falls ein fragt, ob ich dazu berechtigt bin (laut Schild sind es nämlich nur Bürger von Weilerswist, zu dem Derkum, Hausweiler und Ottenheim gehören) werde ich behaupten, dass ich im Weilerswister Ortsteil Müggenhausen wohnen täte... In Bonn habe ich ähnlichen Schwachsinn schon mal gesehen: ist je schön, dass die Anlagen überhaupt freizeitmäßig genutzt werden dürfen, aber bei so einer Diskriminierung würde ich es selbst auf eine Klage ankommen lassen, v.a. wenn ich bspw. als Hotelgast temporär Bürger der Stadt bin, die nur ihren Bürgern die Benutzung der Anlage zugestehen will.

Das Spiel zwischen den Sportfreunden Derkum-Hausweiler-Ottenheim und der III. von Germania Erftstadt-Lechenich war nicht besonders gut, aber eng und spannend. Der auf Platz 1 stehende Gast tat fast nichts fürs Spiel außer arrogant rumzulabern und zwei billige Konter reinzumachen. Am Ende hieß es 2:3. Wer echt etwas fürs Spiel tat, war der Schiri: Sportfreund Drinhausen ist immer für einen Lacher gut, wenn er mit seiner hysterischen Stimme vom Mittelkreis aus das Match oftmals recht inkompetent leitet. Es ist wirklich erschreckend, dass im Landkreis Euskirchen eigentlich nur der Schiri wird, der wegen Alter oder Gewicht nicht aktiv Fußball spielen kann... Sportfreunde Derkum-Hausweiler-Ottenheim 2:3 Germania Erftstadt-Lechenich III Statistik: (Sa+So)
- Grounds: 2.040 (Sa 1, So 2; diese Saison: 59 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.187 (Sa 1, So 2; diese Saison: 82)
- Tourkilometer: 180 (Sa 100km Rad, So 80km Rad)
- Saisonkilometer: 17.820 (10.960 Auto, davon 920 Mietwagen/ 6.060 Flugzeug/ 800 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 24 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 587 Wochen.