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Dienstag, 9. Juni 2026

W3.0284III: Torreicher Sonntag im Thyratal

SV Wacker Rottleberode 1928 / 

SV Schwarz-Gelb Stolberg 1921

(Spielgemeinschaft Thyratal) 

1 : 6 (0:5)

SV Bräunrode 1953 I / 

SV Edelweiß Arnstedt 1906 II

- Datum: Sonntag, 7. Juni 2026 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Kreisoberliga Mansfeld-Südharz (9. Spielklasse, 4. Amateurliga) 

- Ergebnis: 1-6 nach 93 (47/46) Minuten - Halbzeit: 0-5

- Tore: 0-1 1. Pelaj, 0-2 22. Pelaj, 0-3 28. Greiner, 0-4 43. Pelaj, 0-5 45. Bohlmann, 0-6 60. Greiner, 1-6 81. Keller

- Verwarnungen: 2x Thyratal, 1x Bräunrode

- Platzverweise: keine 

- Austragungsort: Sportzentrum Rottleberode (Kap. 1.650, davon 650 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 85 (davon 75 Zahlende und ca. 12 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

SG Thyratal (Rottleberode/ Stolberg) 1:6 SG Bräunrode I/ Arnstedt II

Photos with English commentary:

  1. 9th Division Football: Rottleberode vs. Bräunrode

  2. Southern Harz Mountain Sights: Rottleberode, Grasburg, Stempeda, STOLBERG

  3. Older pictures from Rottleberode (2013)

  4. Older pictures from Stolberg/ Harz (2012)

Der Sonntagsausflug führte uns diesmal über Quedlinburg nach Rottleberode. Dort fehlte mir der Hauptplatz des Sportzentrums. Auf dem Weg bzw. nach dem Spiel wurden der Ort samt Umgebung mit einer 10km-Wanderung und das benachbarte Stolberg mit einer kürzeren Wanderung besichtigt. In Stolberg war gut zu sehen, wie es die letzten Jahre hinsichtlich Restaurierungen vorwärts ging. Das Schloss ist nun fast fertig. Müsste natürlich alles schneller gehen, aber immerhin erkennt man, wenn man 10 Jahre nicht mehr dort war, einen Fortschritt…

SG Thyratal (Rottleberode/ Stolberg) 1:6 SG Bräunrode I/ Arnstedt II

Im Sportzentrum Rottleberode erkennt man hingegen eher einen Rückschritt. Als Spielgemeinschaft mit Schwarz-Gelb Stolberg stellt Wacker Rottleberode unter dem Namen “SG Thyratal” immerhin zwei Männerteams und Jugendmannschaften gibt es auch, doch in der Kreisoberliga wäre die I. Mannschaft fast abgestiegen und in der 1. Kreisklasse ist die II. Mannschaft auch nicht so überragend trotz viertem Tabellenplatz. Zudem fällt auf, wie die Laufbahn um den immerhin guten Rasen herum abgenutzt ist und v.a. wie die Schalensitze mit Flechten belegt sind und aus jeder Ritze Unkraut sprießt. Die Anlage ist ziemlich überwuchert, keine Eintrittskarte für die üblichen 3€, aber immerhin geile Vereinsbecher am Cateringstand…

Als Ortsfremde fielen wir zwar auf, aber die Leute waren freundlich und für nicht-deutschmuttersprachliche Begleitung ist der hier von allen älteren und noch erfreulich vielen jüngeren genutzte Dialekt eine gute Herausforderung. Ich sach nur fuffzen Medor Vorschbrung un dann kannor unsrem ooch noch de Murmel vom Been wech spieln, kannnich wahr sinn, duuh… In der Tat wurde der Gastgeber vom noch mit theoretischen Aufstiegschancen ausgestatteten Zweiten aus Bräunrode/Arnstedt überrannt. Nach 20 Sekunden das erste Tor und nach etwas über 20 Minuten stand es schon 0:3. Bei Halbzeit 0:5. Im zweiten Durchgang leider niedrigeres Tempo, beim Gast verständlicherweise jeder Ersatzspieler rein und nach dem 0:6 immerhin noch ein Ehrentor. 

Stolberg/ Harz

Statistik:

- Grounds: 4.004 (1; diese Saison: 161 neue) 

- Sportveranstaltungen: 5.654 (1; diese Saison: 229) 

- Tourkilometer: 230 km Auto

- Saisonkilometer: 80.830 (50.190 Flugzeug / 28.780 Auto, davon 7.470 Mietwagen/ 2.800 Fahrrad/ 50 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 284 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Donnerstag, 7. Juli 2016

W519III: Jedes zweite Spiel torlos beim Turnier der Schotterwerke in Stolberg

42. BSR-Cup der SG Stolberg 1919/09, 1. Spieltag Vorrundegruppe A
- Datum: Mittwoch, 6. Juli 2016 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Turnier für Mannschaften der Kreisligen Aachen/ Düren (Spielzeit: 1x30 Min.)
- Ergebnisse: SG Stolberg 1:0 SV Kohlscheid [3,0/10], VfL Vichttal II 0:0 VfR Würselen [2,5/10], SG Stolberg 0:0 VfR Würselen [0,5/10=schlechtestes Spiel], VfL Vichttal II 2:2 SV Kohlscheid [6,5/10=bestes Spiel], SG Stolberg 0:0 VfL Vichttal II [1,5/10], SV Kohlscheid 0:6 VfR Würselen [6,0/10]
- Tabelle: 1. VfR Würselen (Kreisliga B, 6:0/ 5), 2. SG Stolberg (Kreisliga A, 1:0/ 5), 3. VfL Vichttal II (Kreisliga A/ Aufsteiger aus Kreisliga B, 2:2/ 3), 4. SV Kohlscheid (Kreisliga A, 2:9/ 1)
- Tore insgesamt: 11 (d.h. im Schnitt 1,8 pro Spiel)
- Häufigstes Ergebnis: 0-0 (3x, d.h. 50% der Spiele)
- Strafen: 9 Gelbe (3x Kohlscheid, 2x Stolberg, 2x Vichttal, 2x Würselen), 1 Rote (Kohlscheid)
- Austragungsort: Rasensportplatz Werth (Stolberg/ Werth; Kap. 530, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu 80 (kleine Fangruppen von jedem Verein, überwiegend Stolberger)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Spiele mit Beteiligung von Kohlscheid waren noch am interessantesten, da nur in diesen Spielen Tore fielen und auch etliche Karten zu sehen waren – der Rest des Turniers war einfach der letzte Scheiß!) BSR-Cup in Stolberg-Werth Photos with English Commentary:
a) Amateur Football Tournament in Stolberg-Werth
b) Eifel: Schevenerhütte, Werth, Düren-Gürzenich

Per Bahn nach Düen, mit dem Rad über Gürzenich und Schevenerhütte nach Gressenich und von da nach Werth. Im hässlichen Eifeldorf gibt es einen schönen Fußballplatz. Außerhalb des Dorfes an einem Hang oberhalb eines Kieswerks. Kleine Umkleiden, steile Zufahrt, tiefer hufeisenförmiger bewaldeter Trichter, ein offener Blick in die Landschaft am anderen Ende des Hufeisens. Es gibt wirklich schönere Ecken in der Eifel als hier, der Platz lohnte das Kommen.

Das Turnier mit Kreisligisten, das über mehrere Tage geht und an dem insgesamt 16 Teams teilnehmen, lohnte das Kommen nicht. Das Niveau war furchtbar. 3€ Eintritt ist ja noch akzeptabel, zumal man gute Bänke zum Sitzen und Graswälle zum Hocken hat. Allerdings sind die BSR Schotterwerk GmbH Sponsor des Turniers und die Kosten der Ausrichtung dürften niedriger als bei Ligaspielen sein. Zudem geht mir die Bettelei der Jugendspieler auf den Sack: mit Sammelbüchsen rumlaufen ist eine fast nur in NRW verbreitete Unsitte – wenn die für die Jugendabteilung Geld wollen, sollen die das gleich beim Kassierer abzweigen (2€ für die Männerabteilung, 1€ für die Jugend bei 3€ Eintritt) und nicht wie die Penner am Bahnhof aufdringlich rumklimpern…

Die sechs Spiele von je 1x30 Minuten (keine offizielle Spielzeit wie 2x45, 2x35 oder so, daher zum Glück irrelevant für die Kein-0:0-Statistik) waren bis auf zwei Spiele schlecht bis sehr schlecht. Zuerst ein ziemlich schlechtes 1:0 von Stolberg über Kohlscheid, entschieden durch einen indirektem Freistoß am Fünfer. Die Partien zwischen Stolberg und Würselen, Stolberg und Vichttal (entgegen der großmäuligen Ansetzung die II. Mannschaft) und Vichttal und Würselen endeten alle 0:0. Ein Spiel schlechter als das andere. Auch das letzte Spiel zwischen Kohlscheid und Würselen war nicht gut, aber es passierte was vorm Tor: Würselen schoss sich mit einem 6:0 auf Platz 1. Beste Partie war eindeutig das mittelmäßige bis phasenweise gute Spiel zwischen Kohlscheid und Vichttal: 2-0 Führung für Kohlscheid, dann viele übermotivierte Zweikämpfe, eine rote Karte (etwas kleinlich) nach Geholze für einen Kohlscheider und Vichttal gleicht noch in der Schlussminute zum 2:2 aus.

Zurück nahm ich die Bahn von Langerwehe, einer selbst für NRW extrem hässlichen Ansiedlung. Sicherlich war das heute das letzte Turnier, was ich mir antue. Richtige Testspiele bringen einen unterhaltsamer über den Sommer als so ein Pillepalle… BSR-Cup in Stolberg-Werth Statistik:
- Grounds: 1.664 (1 neuer; diese Saison: 249 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.721 (1; diese Saison: 285)
- Tageskilometer: 180 (140km Bahn, 40km Rad)
- Saisonkilometer: 61.900 (40.160 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 9.220 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.000 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 59 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 519 Wochen.

Montag, 2. Mai 2016

W509III: Deutsche Meisterschaft im Jiu Jitsu

Deutsche Jiu Jitsu Meisterschaften in Mülheim an der Ruhr
- Datum: Samstag, 30. April 2016 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Deutsche Meisterschaften im Jiu Jitsu (Random Attack, Bodenkampf, Pairs, Team, Kata) in den Altersklassen
- Ergebnisse: siehe Veranstalterwebsite http://dm2016.djjb.de/
- Austragungsort: RWE Sporthalle (Mülheim an der Ruhr, Kap. 4.000, davon 3.000 Sitzplätze; davon heute 2.000 (1.000) freigegeben)
- Zuschauer: ca. 350 (davon zur Hälfte pausierende Aktive)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Interessanter Sport aber zuschauerunfreundliche Organisation) Jiu Jiutsu, German Championships Photos with English Commentary:
a) German Jiu Jitsu Championships in Mülheim an der Ruhr
b) Sightseeing in Eifel Region: Stolberg, MONSCHAU, Katzenbroich

Samstagmorgen fuhr ich mit Khatereh nach Mülheim an der Ruhr – nicht um ihr zu zeigen, wie hässlich das Ruhrgebiet ist, sondern was es für interessante Sportarten dort zu sehen gibt...

In der kantigen und eckigen RWE Sporthalle konnte man bei freiem Eintritt die Deutsche Jiu Jitsu Meisterschaft sehen. Es gab verschiedene Wettkampfformen. Kata ist eine Technikdarbietung gegen einen Imaginären Gegner, Team ist ein einstudierter Gruppenkampf, Pairs ist ein einstudierter Kampf von zwei Sportlern (für den Laien die spektakulärste Form des Jiu Jitsu), Random Attack ist ein interessantes Konzept; es treten zwei Partner an, wobei der eine (Angreifer) von einem Offiziellen gezeigt bekommt, mit welcher Technik er seinen Partner angreifen soll und der Verteidigende muss diese Technik (die er vorher nicht wissen kann) abwehren, und schließlich der Bodenkampf, bei dem zwei Sportler den jeweils anderen durch Halte- und Hebeltechniken zur Aufgabe zwingen wollen. Jiu Jiutsu, German Championships Die Jiu Jitsu Meisterschaft war nicht so wahnsinnig zuschauerfreundlich organisiert aber dennoch lohnend. Wir fuhren trotzdem nach der ersten Hälfte des Samstagturniers in die Eifel zum Sightseeing. Zuerst ins tote Stolberg, das eine Partnerschaft mit Stolberg/ Harz hat. Die deutlich kleinere Stadt in Sachsen-Anhalt ist erheblich sehenswerter durch die geschlossene Fachwerkbauweise, aber Stolberg/ Rheinland kann mit einem schönen Burgschloss und ein vereinzelten sehenswerten Gebäuden unterhalb der Burg aufwarten. Die Landschaft der Eifel ist genauso schön wie die des Harzes. Ansonsten fällt auf: 90% der Geschäfte und Läden sind aufgegeben, der Verfall ist enorm und das Bruchvolk in Stolberg ziemlich zahlreich – die Stadt ist auch eine Hochburg der Rechtsextremen; da hilft auch das Schild am Ortseingang „Kein Platz für Rassismus“ nicht viel…

Absolutes Highlight – ich würde sogar sagen: schönste Stadt in ganz Nordrhein-Westfalen; trotz Warburg und Bad Münstereifel - außer diesen drei Orten sowie Blankenberg/ Sieg, Zons und Bonn gibt es eh kaum architektonische Sehenswürdigkeiten in diesem scheiß Bundesland – ist Monschau. Felsige, bewaldete Gebirgslandschaft, reißende Bäche, ein massives Burgschloss, eine kleine Burgruine, Fachwerkhäuser… eine richtig schöne Stadt! Gepark wird übrigens zu überhöhten Preisen außerhalb des Zentrums – danach ist Laufen angesagt, was man sehr ausgedehnt und teils spektakulär auf ungesicherten Hangpfaden tun kann.

Wir fuhren dann eine langsame Strecke quer durch die Eifel nach Bonn zurück. Khatereh fuhr mit der wie immer verspäteten Bahn nach Frankfurt und ich mit dem Auto einfach nur quer durch die Stadt zur Wohnung. Monschau Statistik:
- Grounds: 1.614 (1 neuer; diese Saison: 199 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.664 (1; diese Saison: 228)
- Tageskilometer: 330 (330km Auto)
- Saisonkilometer: 53.680 (35.980 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 6.160 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.020 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 21 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 509 Wochen.

Montag, 25. Januar 2016

W495I: Fußball und Futsal im Ruhrgebiet

Holzpfosten Schwerte 2005 .............................. 6
MCH Futsal Club Sennestadt 2013 (Bielefeld) 5
- Datum: Samstag, 23. Januar 2015 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: WFLV-Futsal-Regionalliga (1. Deutsche Futsal-Liga, Staffel des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes)
- Ergebnis: 6-5 nach 40 Min. (20/20); Halbzeit: 5-4
- Tore: 1-0 1. Sandro Jurado Garcia, 2-0 2. Philipp Oldenburg, 2-1 NN, 2-2 NN, 3-2 7. Sandro Jurado Garcia, 4-2 10. Philipp Oldenburg, 5-2 12. Nils Klems, 5-3 NN, 5-4 NN, 6-4 37. Dennis Pahl, 6-5 39. NN
- Fouls: Schwerte 8 (4/4); Sennestadt 7 (3/4)
- Gelbe Karten: Nils Klems (Holzpfosten)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Alfred-Berg-Sporthalle (Kap. 350, davon 240 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 25 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Offensive und sehr gute 1. Halbzeit, danach sehr viel Taktiererei aber auch Spannung)

Dorstfelder Sportclub 09 AH ........................ 6
SV Arminia Marten AH ................................ 3
- Datum: Samstag, 23. Januar 2015 – Beginn: 14.45
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren (Kreis Dortmund)
- Ergebnis: 6-3 nach 80 Min. (42/38) – Halbzeit: 3-1
- Tore: 1-0 4. Markus Hengelage, 2-0 11. Enrico Kretzschmer, 3-0 14. Olaf Jakob, 3-1 22. Dirk Bitter, 4-1 47. Lars Tschernoster, 4-2 65. Ralf Burger (Foulelfmeter), 5-2 66. Enrico Kretzschmer, 5-3 70. Dirk Bitter, 6-3 80. Jörg Hempelmann
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Bummelberg (Kap. 1.580, davon 80 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca.7 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ansehnliches Spiel) Veterans: Dorstfelder SC 6:3 Arminia Marten Photos with English Commentary:
a) Futsal: Holzpfosten Schwerte v MCH Futsal Club Sennestadt
b) Football: Dorstfelder SC Veterans v Arminia Marten Veterans

Im Januar ist selbst in NRW die Auswahl an Sportveranstaltungen nicht immer so rießig, sodass ich einen guten Teil des freien Samstags zum Sightseeing aufwenden wollte. Dazu war es angedacht, mit der Bahn via Köln nach Stolberg/ Rheinland zu kommen. Denn diese Kleinstadt deren Leute keinen guten Ruf, aber deren Stadtbild dafür einen umso besseren hat, hat aus guten Gründen eine Partnerschaft mit dem sehr sehenswerten Stolberg/ Harz. Mit Stolberg/ Harz, wo jedes Haus im Fachwerkstil erhalten ist, kann Stolberg/ Rheinland zwar kaum mithalten, aber Landschaftlich liegt es ähnlich schön – ob Harz oder Eifel ist kein so großer Unterschied – und beide Orte werden von einem Schloss überragt. Das Problem an der ganzen Sache: wenn irgendein Hurensohn sich 10km vor Stolberg auf die Schienen wirft, geht nichts mehr…

Ich musste die Sightseeingtour also auf einen anderen Tag verschieben und konnte aber wenigstens dank modernster Technik – OK; dank eines 0€-Smartphones – noch auf die Schnelle ein lohnendes Fußballspiel in einem halbwegs anständigen Ground auf der Strecke zur Hauptveranstaltung des Tages – einem Futsalspiel in Schwerte – finden. Veterans: Dorstfelder SC 6:3 Arminia Marten Ich fuhr via Köln und Düsseldorf nach Dortmund-Dorstfeld, wo ganz nah an der S-Bahn die Sportanlage Bummelberg liegt. Dieser klangvolle Name lohnte sich doch mal zu besuchen: moderner Kunstrasen mit sehr guter Tartanlaufbahn drumherum und modernisierte Stehstufen mit einer Überdachung und ein paar blauen Schalensitzen unterhalb des Bummelbergs. Also das kleine Stadion kann sich schon sehen lassen!

Das dort ausgetragene Spiel war ein Freundschaftsspiel zweier Altherrenteams: die Ü40 vom Dorstfelder SC 09 und die Ü40 von SV Arminia Marten, deren Landesliga Männermannschaft als „die Besten im Westen“ (gemeint ist Dortmund-West) firmieren. Die Altherren fingen aber gar nicht gut an und lagen schnell 3:0 hinten. Erst ein Torwartfehler führte gleich mit dem ersten Torschuss für Marten zum 3:1. Nach der Pause (es wurden 2x40 Minuten gespielt) ging es hin und her, sodass es beim Stand von 5:3 in die Schlussphase ging, die Dorstfeld noch mit dem sechsten Tor ihrerseits krönte.

Ein Highlight waren übrigens so manche Sprüche der Betreuer und Wechselspieler der Gastgeber, die einen ostdeutschen Mitspieler aufzogen: „der hat Fußball beim Kombinat im Osten gelernt, der hat was drauf mit seiner Athletik von der LPG…“ oder auch bei der idiotischen Schubserei zwischen zwei eigenen Spielern, die sich nachdem einer einen Elfmeter verursacht hatte (führte zum 4:2 für Marten) angingen: ein dritter Spieler meint zum Betreuer, er solle mal eingreifen, was der nur kommentiert: „na was soll ich denn da jetzt machen? Soll ich da quer übers Feld hinrennen? Ihr seid ja wohl alt genug…“ Futsal: Holzpfosten Schwerte 6:5 MCH FC Sennestadt Es ging dann via Dortmund nach Schwerte, wo in der direkt hinterm Bahnhof befindlichen Alfred-Berg-Sporthalle das Futsal-Toppspiel um den Einzug in die deutschlandweite Meisterrunde zwischen Schwerte und Sennestadt anstand. Ein richtiger Kultclub im deutschen Futsal (und damit fast Alleinstellungsmerkmal) ist Holpfosten Schwerte. Wahrscheinlich sind sie auch der einzige Club der Eintritt nimmt (3€ sind aber OK) und Merchandising hat. Der Gegner heute liest sich etwas kurios: Matthias-Claudius-Haus Futsal Club Sennestadt 2013 aus Bielefeld, wobei das MCH eine Jugendeinrichtung der evangelischen Kirche ist…

Die erwähnte Halle ist übrigens ziemlich scheiße: die Tribünen sind stark unterteilte, aber wenigstens sehr niedrige Obertribünen mit ausgesprochen hässlichem Design. Auch Stehplätze, Foyer etc. sehen absolut Kacke aus. Dafür ist die Stimmung nicht schlecht. So 20-30 junge Leute gehen da mit Fahnen, Trommeln und Gesängen gut mit.

Das Spiel begann mit einem offenen Schlagabtausch: die Holzpfosten gingen nach 30 Sekunden in Führung und nach anderhalb Minuten hieß es bereits 2:0, doch nach gut 5 Minuten stellte Sennestadt bereits den Ausgleich her. Dann zog Schwerte wieder davon, diesmal sogar auf 5:2 – aber das evangelische Matthias-Claudius-Haus, das zu einem beachtlichen Teil aber mit Türken und anderen Muslimen spielt, was sich auch im Anhang mit vielen begeisterten Verwandten wiederspiegelt – kam wieder heran. Bei Pause stand es 5:4. Danach machten beide Teams leider das Spiel ziemlich kaputt, in dem sie nur noch taktierten und das Ergebnis halten wollten bzw. im Fall der Gäste irgendwie zum Ausgleich kommen wollten, ohne einen Treffer zu kassieren. Schwerte zeigte sich heute aber als die bessere Mannschaft und schoss nach gut 20 torlosen Minuten das 6:4. Die Bielefelder kamen zwar noch auf 6:5 ran, aber zum Unentschieden reichte es verdientermaßen nicht mehr. Futsal: Holzpfosten Schwerte 6:5 MCH FC Sennestadt Statistik:
- Grounds: 1.536 (2 neue; diese Saison: 121 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.578 (2; diese Saison: 142)
- Tageskilometer: 360 (340km Bahn, 10km Bus, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 36.170 (23.400 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.730 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.310 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 495.

Dienstag, 9. September 2014

Südharz: Hohnstein, Ebersburg, Stolberg

Photos:
- Hohnstein & Ebersburg Castle Ruins, Neustadt/ Harz Church: https://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157634011727867
- Stolberg/ Harz Old Town (pictures taken in 2012): https://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157633452203304# 

An meinem Geburtstag gab es kein Groundhopping, aber dafür "Castlehopping".
Mit Khatereh fuhr ich gen Nordhausen, wobei wir schon in Berga auf die Landstraßen abbogen, die uns zügig nach Neustadt/ Harz brachten. Dort ist der Kernbereich mit Fachwerkhäusern, Rolandsfigur (die lehnt allerdings an einem hässlichen Gebäude: sollte das das Rathaus sein?) und der evangelischen St. Georgskirche (innen fallen v.a. der Taufengel, die Empore und das holzverkleidete Tonnengewölbe auf) sehenswert.

Etwas außerhalb von Neustadt befindet sich eine sehr sehenswerte Burgruine: man kann die steilen, engen Waldwege bis zum Burgtor hochfahren (dort rückwärts in den Grasweg fahren zum parken) oder auf der Kreuzung mit den Bäumen in der Mitte 100m vorm Tor parken.  Die Burg ist sehr verschachtelt, Palasgebäude, Wehrmauern, Turmstumpf mit Aussichtsplattform und quadratischer Bergfried sind noch ganz gut erhalten. Die landschaftliche Lage im Südharz ist natürlich besonders schön.

Wenn man in dem Gewirr von Waldwegen und Pfaden den breitesten folgt, die aber auch meist nicht einmal geschottert oder gar asphaltiert sind und schon aufgrund der Höhenunterschiede und weichen Bodenzustände nur mit Allrad gefahren werden sollten (die Wege sind nicht gesperrt!) gelangt man nach 6km an eine Spitzkehre nach rechts, wo man noch 200m bis zur Burg Ebersburg hat. Die Ruine ist recht verfallen und es werden Ausgrabungs- und Sicherungsarbeiten getätigt. Das Torhaus und der Bergfried sind aber auch schon vom benachbarten Dorf Hermannsacker weithin sichtbar.

Wir fuhren noch nach Stolberg, wo man trotz Tourismus (Stolberg/ Harz ist wohl das schönste Dorf Deutschlands - von Stadt will ich bei der Größe nicht sprechen) noch sehr preisgünstig Essen oder ins Cafe gehen kann.

Donnerstag, 9. Mai 2013

W354I: In Stolberg ist selbst das Sportlerheim ein Fachwerkbau

SV Schwarz-Gelb Stolberg 1873 ----------------------------- 4
SV Wacker Wallhausen ---------------------------------------- 0
- Datum: Mittwoch, 8. Mai 2013 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Kreisliga Mansfeld-Südharz, West (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-0 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 9. Christian Ebert, 2-0 35. Robert Löper, 3-0 75. Christian Ebert, 4-0 77. Eric Ziervogel
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Thyratal (Kap. 600, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 85 (davon 50 zahlende und ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel, aber mit Durchhänger nach der Pause)
 DSC04098 
Photos with English Commentary:

Nach fünf Stunden Uni ging es mal wieder gleich auf Tour: das erste von einem Dutzend Spielen in einer Woche bzw. der erste von 8 aufeinanderfolgenden Sporttagen. Der Spielemarathon begann mit Kreisliga in Stolberg/ Harz, einem der schönsten Orte Deutschlands. Der Ort hat nur 1.400 Einwohner, doch die fast ausschließlich mit Fachwerkhäusern gesäumten Straßen in einem herrlichen Bachtal, umrahmt von bewaldeten Bergen, das Stadttor, der Stadtturm und das oberhalb des Dorfes thronende Schloss machen ihn zu einer großen Sehenswürdigkeit. Stolberg ist Quedlinburgs kleiner Bruder – zum Glück der kleine Bruder, sonst wäre ich nicht in 45 Minuten durchgewesen (für Deutschlands sehenswerteste Stadt Quedlinburg braucht man nämlich 3-4 Stunden) und rechtzeitig zum Anpfiff 18.35 auf dem Sportplatz Thyratal erschienen.

Auch die Sportanlage von Stolberg liegt herrlich im Bachtal, eingeklemmt zwischen dicht bewaldeten Bergen und alle Häuser in Sichtweite sind Fachwerkbauten. Selbst das Sportlerheim mit der Vereinsflagge ist ein Fachwerkbau! Aufhalten kann man sich als Zuschauer auf dem engen Platz nur auf einer Längs- und einer Hintertorseite. Auf dem Hügel der von der einen Längsseite ansteigt, ließ ich mich weit oberhalb der Holzbänke nieder. Anscheinend übersah mich die Rentnerin, die für das Einsammeln des Eintritts zuständig war: doch die ständig rumalbernden und raufenden Jugendlichen unter mir (in jedem zweiten Satz kam was mit „Wichser“ und „Schwuchtel“, in wirklich jedem Satz „Alta!!!“ vor) wurden auch nicht zum Eintrittzahlen aufgefordert. Aber dafür, dass ich den besten Platz im ganzen Sportgelände hatte, hätte ich auch gerne 1-2€ gezahlt wenn die mich dazu aufgefordert hätte!

Die Stolberger gaben sich übrigens echt Mühe mit den Durchsagen zu Torschützen und Wechseln und dem Musikabspielen vor dem Spiel und in der Halbzeit. Auch die Website von Schwarz-Gelb ist gut gemacht und informativ. Die Schwarz-Gelben sind ja auch Tabellenführer mit besten Aufstiegschancen und untermauerten das gegen ein klassisches Mittelfeldteam: Wacker Wallhausen steht 21 Punkte hinter Stolberg und 19 Punkte vorm Abstiegsbereich.

Die Heimelf ging schnell in Führung, da sie Abwehr und Torwart locker ausspielten und war die klar überlegene Mannschaft. Nach über einer halben Stunde trafen sie mit einem herrlichen Freistoß in den Winkel zum 2:0. Nach der Pause ging dann nicht mehr so viel und Wallhausen hatte einige gute Szenen. Ab der 70. Minute wurde Stolberg wieder aktiver, wobei sie anständigerweise darauf verzichteten einen sicheren Treffer abzustauben: ein Stolberger war völlig frei vorm Tor, doch spielte den Ball zurück, da zwei Wallhausener auf dem Rasen herumlagen und dadurch die Abwehr völlig offen war. Den Ball hätte ich aber persönlich nicht ins Aus gespielt, da beide Spieler beim Versuch zu Foulen bzw. bei einem Pressschlag sich selbst außer Gefecht gesetzt hatten. Wie auch immer... Erst in der Schlussphase erhöhte Stolberg mit einem Doppelschlag auf den 4:0-Endstand – während das 3:0 gut herausgespielt und abgeschlossen war, ging das 4:0 auf die Kappe des Torhüters.

Insgesamt ein ganz ordentliches Spiel und zusammen mit der sehr schönen Besichtigung auch somit ein guter Start in den Groundhoppingmarathon!
 DSC04046 
Statistik:
- Grounds: 913 (heute 1 neuer; diese Saison: 145 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.782 (heute 1, diese Saison: 205)
- Tageskilometer: 240 (240 Auto)
- Saisonkilometer: 49.160 (39.460 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 2.920 Fahrrad/ 190 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 68 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 354