Posts mit dem Label RSC Schiefbahn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label RSC Schiefbahn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 3. Dezember 2017

W592II: Vereinsinternes Weltpokalfinale in Willich-Schiefbahn

Finale des UCI World Cups 2017 im Radball
- Datum: Samstag, 2. Dezember 2017 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Finalturnier des Weltpokals für Vereinsmannschaften im Radball (Teilnehmer aus den höchsten Spielklassen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Hong Kong)
- Austragungsort: Jakob-Frantzen-Halle (Willich; Kap. 750, davon 500 Sitzplätze, freigegeben: 450 (300))
- Zuschauer: ca. 400 (davon etwa eine Hälfte aus dem Ort und die andere Hälfte aus NRW, Deutschland, Österreich und Schweiz und mind. 4 aus Hong Kong)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Qualitativ sehr hochwertiges und durchweg unterhaltsames Turnier, das leider ein etwas sinnfreies Finale hatte) Radball-Weltpokal-Finale in Willich / cycle-ball wold cup final tournament Ergebnisse:
Gruppe 1:
1. RC Höchst II (19:9, 8-0)
2. RS Altdorf (17-10, 6-2)
3. RMC Stein (17-19, 3-5)
4. RSC Blitz Schiefbahn (10-16, 2-6)
5. SG Sulz/ Dornbirn (17-26, 1-7)
Altdorf 3:2 Schiefbahn, Höchst II 6:3 Stein, Dornbirn 3:6 Schiefbahn, Altdorf 5:3 Stein, Höchst II 6:5 Dornbirn, Stein 5:2 Schiefbahn, Altdorf 8:3 Dornbirn, Höchst II 5:0 Schiefbahn, Stein 6:6 Dornbirn, Altdorf 1:2 Höchst II [torärmstes Spiel, aber ganz gut]

Gruppe 2:
1. RC Höchst I (30:9, 8-0)
2. Stahlross Obernfeld (20:12, 6-2)
3. RMV Pfungen (21:13, 4-4)
4. RC Iserlohn (24-25, 2-6)
5. LoChamp (3-39, 0-8)
Höchst I 7:0 LoChamp [schlechtestes Spiel des Turniers, aber immernoch besseres Mittelmaß], Obernfeld 4:2 Iserlohn, Pfungen 9:0 LoChamp, Höchst I 12:5 Iserlohn [torreichstes Spiel und zweitbestes Spiel trotz Einseitigkeit, da sehr spektakulär], Obernfeld 3:2 Pfungen, Iserlohn 13:0 LoChamp [deutlichstes Ergebnis], Höchst I 6:1 Pfungen, Obernfeld 10:3 LoChamp, Iserlohn 4:9 Pfungen, Höchst I 5:3 Obernfeld Radball-Weltpokal-Finale in Willich / cycle-ball wold cup final tournament Halbfinals: Höchst II 4:2 Obernfeld und Höchst I 5:4 Altdorf [bestes Spiel des Turniers]

Spiel um Platz 9: Dornbirn 7:2 LoChamp
Spiel um Platz 7: Schiefbahn 5:1 Iserlohn
Spiel um Platz 5: Stein 7:3 Pfungen
Spiel um Platz 3: Obernfeld 4:3 Altdorf
Finale: Höchst I 8:3 Höchst II [zweitschwächstes Spiel]

Statistik:
Dauer: 10 bis 20.15 Uhr, d.h. 615 Minuten zzgl. Siegerehrungen (davor Training), reine Wettkampfspielzeit: 378 Minuten.
236 Tore in 27 Spielen, d.h. 8,74 pro Spiel (niedrigste Torzahl: 3 (2:1), höchste Torzahl: 17 (12:5)).
Strafen: 1x Gelb gegen Obernfeld wg. Reklamierens im Halbfinale
Radball-Weltpokal-Finale in Willich / cycle-ball wold cup final tournament Photos with English Commentary:
Cycle-Ball Clubs World Cup Final in Willich

Ich hatte schon länger kein Radball mehr geguckt, also war das Weltpokalfinale die Möglichkeit, mal wieder über diese schöne, so technisch komplizierte und spannende Sportart zu berichten – denn der Gastgeber mit dem schönen Namen RSC Blitz Schiefbahn spielt in einem Ortsteil von Willich zwischen Mönchengladbach, Krefeld und Düsseldorf, und somit nur etwa eine Stunde entfernt von Bonn. Deren Halle lässt sich auch sehen – meistens spielen die zwar in einer kleineren Halle, aber für so eine Veranstaltung wird eine mit gescheiter Kapazität genommen: fünf Reihen Sitzbänke auf einer Seite und Stehempore auf drei Seiten umlaufen, ästhetische Dachkonstruktion, gute Farbgebung – wirklich eine schöne Halle. Im Vergleich zum Weltpokal in Mücheln (war allerdings auch kein Finale dort) war der Eintritt mit 8€ höher, aber noch absolut angemessen für das Gebotene. Auch das Catering war wie beim Hallenradsport üblich sehr gut – hier aber schon deutlich teurer als ich das vom VfH Mücheln kenne...

Die Stimmung während der Spiele war mal wieder nicht so überragen, außer ein paar Heimfans gingen nur die Schweizer aus Altdorf ganz gut mit. Dadurch, dass es hier faire Spiele waren, was man von Ligaspielen in Deutschland nicht immer behaupten kann – wenn es auf dem Feld rund geht, wird es nämlich am Spielfeldrand immer lauter und emotionaler als es hier heute der Fall war – gab es eine eher schwache Geräuschkulisse. Dafür wurde mal gescheite Musik vom kompetenten Sprecher eingespielt. Sehr rocklastig – gefiel nur ein paar Schlagerspießern neben mir nicht so...

Die Spiele waren durchweg gut, sehr gut und hervorragend im Niveau – mit Ausnahme von einem Vorrundenspiel von Höchst I gegen den wie fast immer überforderten asiatischen Vertreter (diesmal aus Hong Kong) und dem sinnlosen Finale zwischen Höchst I und Höchst II. Reines Schaufahren, was schön anzusehen aber leider doch langweilig war. Höchst I war dennoch über das gesamte Turnier gesehen die beste Mannschaft und somit verdienter Sieger. Das Obernfeld als einziges deutsches Team ins Halbfinale kam und am Ende den dritten Platz erreichte, war übrigens noch recht glücklich, da die schweizer Gegner Pfungen bzw. Altdorf in den jeweiligen Spielen gegen Stahlross gleichwertig waren und Sekunden vor Schluss verloren. Radball-Weltpokal-Finale in Willich / cycle-ball wold cup final tournament Statistik:
- Grounds: 2.067 (1; diese Saison: 86 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.216 (1; diese Saison: 111)
- Tourkilometer: 170 (170km Auto)
- Saisonkilometer: 20.620 (13.370 Auto, davon 920 Mietwagen/ 6.060 Flugzeug/ 1.190 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 40 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 592 Wochen.

Samstag, 24. Januar 2015

W443I: Radballbundesliga im Sauerland

Radball 1. Bundesliga, 1. Spieltag/ Turnier in Iserlohn
- Datum: Samstag, 24. Januar 2014 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 1. Bundesliga (1. Spielklasse im Radball)
- Punkte: RV Obernfeld I 10 Pkt. (3 Siege, 1 Unentschieden, 0 Niederlagen, 11:7 Tore), RV Obernfeld II 7 Pkt. (2, 1, 1, 17:11), SV Eberstadt 4 Pkt. (1, 1, 1, 6:5), RSV Großkoschen 4 Pkt. (1, 1, 1, 11:12), RC Iserlohn 3 Pkt. (1, 0, 3, 18:20), RSC Schiefbahn 3 Pkt. (1, 0, 3, 13:21)
- Ergebnisse: RV Obernfeld I 1:1 RV Obernfeld II (6,0/10), RSC Schiefbahn 1:8 RC Iserlohn (6,5/10), RSV Großkoschen 2:2 SV Eberstadt (7,0/10), RV Obernfeld I 5:3 RC Iserlohn (8,0/10), RSV Großkoschen 3:8 RSC Schiefbahn (7,0/10), RV Obernfeld II 2:4 SV Eberstadt (7,0/10), RSV Großkoschen 6:2 RC Iserlohn (7,0/10), RV Obernfeld II 6:1 RSC Schiefbahn (6,5/10), RV Obernfeld I 1:0 SV Eberstadt (6,5/10), RV Obernfeld II 8:5 RC Iserlohn (7,5/10), RV Obernfeld I 4:3 RSC Schiefbahn (7,0/10) - Strafen: 1x Gelbe Karte wg. Meckerns gegen Iserlohn beim Spiel mit Großkoschen
- Spielort: Ortlohnhalle am Nußberg (Kap. 350, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (davon die Mehrheit aus Iserlohn, größte Gästefangruppe: ca. 25 Schiefbahner)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Turnier mit teils überraschenden Ergebnissen und Spielverläufen)  
Photos with English Commentary:
a) Cycle Ball: 1st Division Tournament in Iserlohn, with Iserlohn, Schiefbahn, Großkoschen, Eberstadt, Obernfeld I and Obernfeld Res.
b) Bergisches Land: Herrnstein Castle near Neunkirchen, Nümbrecht Palace, Lindlar Palace
c) Sauerland: Lüdenscheid Neuenhof Palace

Radball hatte ich schon länger nicht mehr gesehen, aber 2015 werde ich sicherlich noch zwei, drei weitere Turniere besuchen. In Köln und Bonn gibt es nur ganz unterklassig Radball, aber wenn man ein Stückchen weg fährt von den Großstädten, wird es interessant: in Rheinland-Pfalz, Belgien und auch dem Sauerland gibt es lohnende Ziele. Mit letztgenanntem fing ich an, da es an diesem 24. Januar ein 1. Bundesliga-Turnier in Iserlohn gab. Die Zugverbindungen dahin sind eine Katastrophe – wie alle Zugverbindungen ins Sauerland sehr verspätungsanfällig und unzuverlässig – zumal heute ein heftiger Wintereinbruch erfolgte. OK, das ist in NRW auch auf der Straße immer eine Katastrophe. Ich beobachtete zwischen 10 und 19 Uhr auf meiner 300km langen Strecke vier Unfälle (Auffahrunfälle mit zwei Autos bzw. Einzelunfall, d.h. in den Graben bzw. gegen ein stehendes Fahrzeug gerutscht) – laut Radio waren es an diesem Tag 1.500 solcher Unfälle, um die sich die Einsatzkräfte kümmern mussten. Auf der ganzen Strecke fiel auf, dass zum einen der Winterdienst so gut wie nicht vorhanden war und zum anderen auch die Autofahrer trotz übertrieben langsamer Fahrweise aufgrund dessen, dass sie v.a. im Rheinland nicht an Schnee gewohnt sind, absolute Scheiße fuhren...

Das Besichtigungsprogramm brach ich jedenfalls nach der Hälfte ab, um wenigstens eine halbe Stunde vor Beginn in Iserlohn zu sein. Ich schaute mir also nur die Schlösser Herrnstein (das thront bei Neuenkirchen im Bergischen Land auf einem Felsen an einem See), Homburg (ein teilweise modern verbautes Burgschloss mit markantem Turm am Rand von Nümbrecht) und Lindlar (ein Wasserschloss mit spektakulärem Nebengebäude und ausgedehntem Park) im Bergischen Land an. Und machte noch einen Abstecher nach Lüdenscheid im Sauerland, wo das Schloss Neuenhof einen seltsamen Anblick bietet: aschgrau, asymmetrische Nebengebäude parallel zu einem völlig symmetrischen Hauptgebäude mit schönem Fries und gelungenen Türmchen – aber eben auch wieder alles in hässlichem grau...  
In Iserlohn guckte ich mir nichts weiter an, sondern fuhr gleich zur Sporthalle im Ortsteil Nußbaum. Die ganze Gated Community für möchtegernreichen Mittelschichtler ist nur für Anlieger freigegeben: braucht einen nicht zu stören. Wenn da „Durchfahrt verboten, Anlieger frei“ steht, fahr ich so wie so immer durch, da ich das Anliegen habe, da durch zu fahren, und somit ein „Anlieger“ bin... Natürlich ist man auch ein Anlieger, wenn man zu einer Sportveranstaltung will. Zu der „gentrifizierten“ Spießersiedlung passt die Ortlohnsporthalle der dortigen Schulen übrigens nicht so ganz: ziemlich alt, abgegriffen und ranzig das Teil... Weiß aber natürlich zu gefallen mit den wackligen Holzsitzen mit bequemer Lehne! Die Obertribüne erlaubt aber außer in der 1. Reihe, in die ich mich auch gleich setzte, keine freie Sicht auf das Feld. Der Eintritt von 3€ war absolut angemessen.

Die Gruppen 3 und 4 spielten hier heute ihre üblichen 11 Spiele – das Spieltagssystem im Radball ist mir jetzt zu kompliziert zu erklären... – und somit kamen die beiden niedersächsischen Teams RV Stahlross Obernfeld I mit André und Manuel Kopp und II mit Julian und Raphael Kopp nach Iserlohn. Den weitesten Anfahrtsweg hatten die Brandenburger vom RSV Großkoschen 1921 (Tobias Kolba, Norman Tuppatsch). RSC Blitz Schiefbahn 1932 hatte hingegen den kürzesten Anfahrtsweg als zweite NRW-Mannschaft und boten Marius Hermanns und Sven Holland-Moritz auf. Die Hessen von der Spielvereinigung Eberstadt, Jens Krichbaum und Roman Müller, komplettierten das Feld. Gastgeber war RC Pfeil 1907 Iserlohn mit Heiko Cordes und Daniel Endrowait.

Im ersten Spiel hieß es erstmal I gegen II, wobei sich die I. von Obernfeld erstaunlich schwer tat und nur 1:1 spielte nachdem sie kurz nach dem Seitenwechsel in Rückstand geraten waren. Das Spiel war das schwächste der 11.
Iserlohn schoss dann Schiefbahn, den Neuling, mit 8:1 ab – das einzige erfolgreiche Spiel der Gastgeber. Gegen am Ende sich aufgebende Schiefbahner war das aber auch nicht so schwer.
Großkoschen und Eberstadt lieferten ein richtig gutes, spannendes und ausgeglichenes Spiel ab, das verdientermaßen 2:2 ausging.
Das beste Spiel des Tages war jenes zwischen Obernfeld I und Iserlohn: hier powerte sich der Gastgeber richtig aus, wobei Obernfeld beim munteren Hin und Her am Ende mit 5:3 die Nase vorn hatte.
Großkoschen stand gegen Schiefbahn neben sich und verlor völlig unnötig: ein unnötiger Doppelschlag vor dem Seitenwechsel und nach dem 3:3 bzw. 3:4 ein übler Einbruch: 3-8 am Ende.
Obernfeld II und Eberstadt trennten sich in einem ansehnlichen und bei Halbzeit noch ausgeglichenen Spiel 2:4.
Großkoschen wies dann Iserlohn deutlich mit 6:2 (Halbzeit bereits 3:0) in seine Schranken, wobei hier am meisten gemeckert und gefoult wurde – deshalb auch die einzige Karte, eine gelbe gegen Iserlohn, in dieser Partie. Ein paar Jugendliche pöbelten mal den Schiri an, aber alles in allem war das nicht nur eine souveräne Schiedsrichterleistung sondern auch ein recht faires Verhalten der Radballer: also wenn ich da an Spiele mit Ginsheim, Zscherben oder manchen schweizerischen und österreichischen Mannschaften denke...
Obernfeld I gegen Eberstadt war eng umkämpft und viel von Taktik geprägt. Manche meckerten schon, es würde 0:0 ausgehen, aber den Niedersachsen gelang noch das erlösende 1:0 in der 14. Spielminute, 54 Sekunden vor dem Ende.
Die II. von Obernfeld lieferte noch ein tolles Spiel gegen Iserlohn ab. Iserlohn spielte gnadenlose offensiv, kam aber hinten nicht zurecht und unterlag deshalb ein weiteres Mal torreich und zwar mit 8:5. 13 Tore in 14 Minuten – das war zwar „nur“ das zweit- oder drittbeste Spiel heute, aber dafür das torreichste!
Den Abschluss des Turniers bildete die Partie zwischen Obernfeld I und Schiefbahn, die überraschend eng ausging und mit 4:3 nach einem spannenden Hin und Her in Hälfte zwei an die Obernfelder ging.

Wie erwartet, hat sich dieser Turnierbesuch sehr gelohnt. Im neuen Semester (ab April) gibt es dann sicherlich mal den ein oder anderen Turnierbesuch in NRW oder Rheinland-Pfalz...  
Statistik:
- Grounds: 1.272 (heute 1 neuer; diese Saison: 118 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.272 (heute 1; diese Saison: 160)
- Tageskilometer: 300 (300km Auto)
- Saisonkilometer: 32.170 (24.000 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 3.230 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.420 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 443