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Donnerstag, 12. März 2020

W711I: Vorletzter gegen Letzter, unterste Handballliga – und trotzdem ein Ein-Mann-Platzsturm nach Tätlichkeit...

Leichlinger Turnverein 1883 IV ........................ 26
Rasensportverein Rath-Heumar 1920 III ......... 24
- Datum: Dienstag, 10. März 2020 – Beginn: 20.35
- Wettbewerb: 4. Kreisklasse Köln-Rheinberg (12. und unterste Handballliga, 9. Amateurliga)
- Ergebnis: 26-24 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 17-13
- Statistiken: bruchstückhaft hier 
- Austragungsort: Toskana Sport / Sporthalle Opladener Str. 2 (Kapazität: 100, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 22 (davon 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 Leichlinger TV IV 26:24 RSV Rath-Heumar III Photos with English commentary:
12th Division Handball: Leichlingen 4th VII vs. RSV Rath-Heumar 3rd VII

Die Corona-Hysterie wird immer schlimmer, doch solange Deutschland wenigstens ein Mindestmaß an Vernunft beibehält und nicht wie die Faschisten-Clowns in Italien ein komplettes Millionenland inhaftiert, findet man irgendwie doch noch eine Sportveranstaltung. Mein Vater hatte am Montag schon seine Woche 711 mit mindestens einer besuchten Sportveranstaltung abhaken können – Hansa siegte vor 14.000 handdesinfizierten Fans trotz Flutlichtausfall mit 3:0. Ich legte am Dienstag mit einem ungleich unattraktiveren Spiel nach.

Erst wollte ich zum Mittelrhein-Oberliga Derby ins bergische Nümbrecht (sehenswert aufgrund eines Schlosses) - aber wegen eines angeblichen Coronafalls wurde die Schule samt Sportanlagen am Vormittag geschlossen.

Also in der Pause auf Arbeit umgeplant und nach Leichlingen/ Rheinland gegurkt. In der Opladener Straße 2 befindet sich ein Sportkomplex mit mehreren ehemaligen Fabrikhallen bzw. neu dort angebauten Sporthallen, Fitnessstudios etc. In der größten Halle, die gesichtslos und immer noch für Handball sehr eng bemessen ist, fand heute ein echter Kracher statt: Vorletzter gegen Letzter der 4. Kreisklasse Köln/ Rheinberg. Ich glaube, keine andere Region in Deutschland hat 12 Ebenen beim Handball – Respekt!

Das Spiel war gar nicht so schlecht, habe schon deutlich schwächere Handballspiele auf Kreisebene gesehen. Aber viele gute Spielzüge gab es erwartungsgemäß nicht. 50 Tore trotz sehr gemächlichen Tempos auch nur wegen schwacher Torhüter und Verteidiger. Aber verhältnismäßig viele Zuschauer waren da: ich habe Kreisliga in Erftstadt mal alleine gesehen – hier waren noch etwas über 20 Leute in der Halle. Einige von denen waren auch die typischen Leichlinger Unsympathen: hab da schon bei 3. Liga-Spielen mit denen entsprechende Erfahrung gemacht. Können nicht zurückgrüßen wenn man grüßend in die Halle kommt, kommen selber großkotzig mit „rutsch ma rübba“ reingerammelt, sabbeln dann einigen Rotz und Dünnschiss zu diesem und jenem und bepöbeln sich dann auch noch mit der einzigen Gästefännin in der üblichen respektlosen pseudo-witzigen Rheinländerart wie „halt ma de Luft an, dickes Mäuschen“, nachdem die sich beschwert hatte, dass da ein Leichlinger Großmaul vom Sitz aufsprang und auf die Platte rannte, um das Arschloch mit der 28 von Rath-Heumar nach seinem Ellbogenschlag gegen einen Leichlinger im Rücken des Schiris mal ganz normal zu fragen „EYYY, SAG MA!!!! WAT ISN BEI DIR KAPUTT, DO ARSCHLOCH, DO?!?!?!?!!!“
Klar hätte ich den Gästespieler das auch gefragt als Fan der geschädigten Mannschaft, wahrscheinlich hätte ich noch dazu aufgefordert, dass wir ihn ja nachm Spiel auch so umhauen können – aber das kann man doch vom Spielfeldrand aus und muss nicht direkt auf der Platte Körperkontakt suchen. Nur weil der (wie üblich hier alleine pfeifende) Schiri so lässig drauf war, wurde hier niemand der Halle verwiesen! Und auf Verdacht konnte er ja das für ihn nicht sichtbare Foul auch nicht ahnden!

Aber egal. Kurz gesagt: Dienstagabend, Handball trotz Corona-Hysterie, dann ein halbwegs ansehnliches wenn auch nie für den Sieger wirklich gefährdetes 26:24 von Leichlingen IV gegen Rath-Heumar III und inklusive dieses Ein-Mann-Platzsturms nach Tätlichkeit – so wollen wir das doch sehen in der 4. Kreisklasse! Leichlinger TV IV 26:24 RSV Rath-Heumar III Statistik:
- Grounds: 2.608 (1; diese Saison: 165 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.859 (1; diese Saison: 210)
- Tourkilometer: 120km (120km Auto)
- Saisonkilometer: 87.330 (62.440 Flugzeug/ 22.320 Auto, davon 7.160 Mietwagen/ 2.530 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 40 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 711 Wochen in Folge.

Samstag, 20. Februar 2016

W499II: Erst bis zu 4 Tore vorne, dann mit 9 Toren verloren

Leichlinger Turnverein 1883 ........................ 26
Ostfriesischer Handball Verein Aurich ....... 35
- Datum: Freitag, 19. Febuar 2016 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: 3. Liga West (3. Handballliga, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 26-35 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13-11
- Tore: Hilger 6, Novickis 4, Padeken 4, Kreckler 3, Hansen 3, Lange 3, Reuland 3 (LTV); Wendlandt 8, Oroz 8, Schweigart 5, De Buhr 4, Seidler 4, Lemke 3, De Raad 2, Hertlein 1 (OHV)
- Gelbe Karten: Hansen, Trainer Lorenzet (LTV); Seidler, Wendtlandt (OHV)
- Zeitstrafen: 2x Hansen, 2x Zechmeister, 1x Trainer Lorenzet (LTV = 10 Minuten); 2x Oroz, 1x Wendtland, 1x Lemke, 1x Hertlein (OHV = 10 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle am Hammer, sogenanntes „Smidt Forum“ (Kap. 500, davon 420 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 8 Gästefans; angeblich insgesamt 321 Zuschauer)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Alles andere als ein überragendes Spiel, aber spannend und packend durch den Spielverlauf) Leichlinger TV 26:35 OHV Aurich Photos with English Commentary:
Handball: Leichlingen v Aurich (3rd Division)

Mit Bahn und Rad ging es diesen Freitagabend nach Leichlingen/ Rheinland. Dort spielt schon länger recht erfolgreich ein Drittliga-Handballteam. Heute war der am weitesten entfernt liegende Gegner zugast: die Ostfriesen vom OHV Aurich. Diese brachten immerhin 8 Fans mit ein paar Trommeln mit – die würden sicherlich auch nach Wetzlar oder noch weiter fahren; auch wenn sie dann über Wenden fahren müssen: nach Ostfriesland drehen die dann bestimmt nicht um...

Auch die Leichlinger hatten ein paar Trommeln am Start, aber die Stimmung war insgesamt gesamt absolut mies. Das Publikum hatte gar nichts drauf – schade, dass nicht die Volmetaler da waren: die hätten die heute halbleere Halle vollgekriegt und Leichlingen hätte nicht so eine Fantasiezahl von 321 Zuschauern melden müssen. Real waren das nur etwa 250. Die vom Möbelfritzen Smidt namentlich verunstaltete Sporthalle ist übrigens ganz gefällig, aber die Stehplätze sind zu eng – v.a. wenn dann noch Gerümpel darauf abgestellt wird – und die fünfreihige Tribüne ist auch recht primitiv. Nur der Sprecherturm und die Gartenzaunähnliche Abtrennung zu den Sitzplätzen wissen zu gefallen.

Das Spiel war jetzt auch nicht so der Bringer, aber spannend war es auf jeden Fall. Denn erst bestimmte Leichlingen nach Belieben das Spiel und trotz Aufbäumens der Gäste schienen sie bei der 13:11 Halbzeitführung alles im Griff zu haben – aber nach der Pause verloren sie völlig den Faden und gaben das Spiel spätestens ab der 40. Minute aus der Hand: am Ende verloren sie trotz mehrfacher Vier-Tore-Führung mit neun Toren Differenz 26:35! Wie der gehirnamputierte Trainer der Leichlinger seiner Mannschaft klargemacht hat, dass diese Leistung schlecht war, will ich gar nicht wissen – so wie der ständig seine eigenen Spieler beschimpfte, unablässig über die sehr korrekt pfeifenden Schiris maulte und trotz des Spielverlaufs ab der 40. Minute gar nicht daran dachte, vier oder fünf nach dem Einspielen quasi aussortierte Spieler schnell noch zu reaktivieren um frischen Wind reinzubringen, muss das eh das dümmste Rindvieh der ganzen Liga sein... Leichlinger TV 26:35 OHV Aurich Statistik:
- Grounds: 1.552 (1 neuer; diese Saison: 137 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.596 (1; diese Saison: 160)
- Tageskilometer: 120 (80km Bahn, 40km Rad)
- Saisonkilometer: 38.960 (25.430 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 5.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.500 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 90 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 499.

Sonntag, 23. August 2015

W473V: Kunstrasenfußball und Rasenkraftsport

FC Blau-Weiß Friesdorf ............................... 1
Bonner Sport Club 1901/1904 ...................... 2
- Datum: Samstag, 22. August 2015 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Mittelrheinliga (5. Liga, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 36. Lucas Musculus, 1-1 76. Selcuk Alagöz (Foulelfmeter), 1-2 81. Abdelkader Maouel
- Verwarnungen: Alya Camara, Samuel Hosseini, Jan Zoller (Friesdorf); Ricardo Retterath, Gordon Addai (Bonner SC)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportzentrum Friesdorf (Kap. 2.000, davon 40 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.400 (davon 1.200 Zahlende und ca. 800 BSC-Fans)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Nicht gerade überragendes Spiel)

Internationale Deutsche Meisterschaften im Rasenkraftsport der Senioren und Seniorinnen
- Datum: Samstag, 22. August 2015 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Internationalen Deutsche Ü30-Meisterschaften im Rasenkraftsport
- Ergebnisse: siehe Verbandswebsite 
- Ausrichter: Leichlinger TV
- Austragungsort: Sportzentrum Balker Aue, Werferwiese (Kap. 210, davon 10 Sitzplätze) und Steinstoßanlage (Kap. 100 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50
- Unterhaltungswert: 2,5/10 (Da fehlt irgendwie was: Diskus, Kugel oder zur Abwechslung vielleicht doch mal Weitsprung?) Blau-Weiß Friesdorf 1:2 Bonner SC Photos with English Commentary:
a) Heavy Athletics: German Over-30 Veterans Championships in Stone Put, Weight Throw and Hammer Throw in Leichlingen
b) Amateur Football: Blau-Weiß Friesdorf v Bonner SC, Bonn derby in Central Rhine County amateur top tier

Beim Rumgucken auf der Website von Germania Karlsruhe (war dort wegen Motoball in der Gegend und hatte vorher noch ein Testspiel der KSC Frauen gefunden, wobei der Platz wiederum der Germania gehört) auf Rasenkraftsport gestoßen. Rasen ist klar, Kraftsport ist klar – aber Rasenkraftsport? Nie gehört! Rasenkraftsport gilt als Dreikampf der Schwerathletik-Teildisziplinen Hammerwerfen, Gewichtwerfen (geringer Unterschied zum Hammerwerfen: das Gerät hat eine Gliederkette und höhere Gewicht) und Steinstoßen (andere Regeln und viel geringeres Gewicht als beim Unspunnensteinstossen in der Schweiz) und als eigene Sportart. Es gibt Überschneidungen zum klassischen Werfersport (Hammer, Diskus etc.) und dem Steinstoßen wie man es von Highlandgames und Co. vielleicht kennt. Die Bundesliga war leider schon vorbei, aber da die Ü30-Meisterschaften in der Nähe, genauer gesagt in Leichlingen (Rheinland) stattfanden, habe ich mich mal dahin per Bahn aufgemacht. Das Fazit war nach zwei Stunden zugucken ziemlich klar: hier fehlt was! Völlig unnachvollziehbar, warum gerade diese drei Disziplinen zusammengenommen wurden. Warum nicht Hammer, Diskus und Kugel? Oder Gewichtwerfen, Steinstoßen und Speer? Oder wieso nicht gleich alle sechs Disziplinen die ich eben aufgezählt habe? Das wäre eine viel komplettere Sportart! Aber in dieser Form ist Rasenkraftsport ein Langweiler für jeden neuen Zuschauer. Ein Leichtathletikmeeting bietet da viel mehr Abwechslung, wenn man den Rasenkraftsport etwas umstrukturieren würde, dann wäre er auch viel attraktiver. Wieso nicht einen Fünfkampf draus machen? Hammer, Gewicht, Stein wie gehabt und dann noch Gewichtheben (Stoßen und Reißen) und Bierfassrollen – das wäre doch viel anspruchsvoller! German Veterans Championships in Heavy Athletics (Leichlingen, Balker Aue) Trotz massiver Verspätungen und Zugausfälle fuhr ich noch mal kurz nach Hause, dann mit dem Rad weiter nach Friesdorf, denn in der Mittelrheinliga stieg das Bonner Derby. Wie üblich ist der kleinere Verein der so volksnah den armen Amateurklub mit ehrenamtlichen Helfern gibt, aber mehrere offensichtliche Halbprofis aufspielen lässt, der teurere: keine Ermäßigungen bei überhöhten 7€ Eintritt. Der Bonner SC nimmt zwar genauso hohen Eintritt, gewährt aber viele Ermäßigungen bei viel höherem Zuschauerkomfort (überdachte Sitztribüne gegenüber einfacher Stehtribüne und Stehplätzen an der Bande). Kein Wunder also, dass ein Bonner Fan seinen Kumpels vorschlug, im benachbarten Schwimmbad 4€ Eintritt zu lösen und dann über den Zaun zu steigen...

Das Spiel war dann ein typisches Derby: verhalten, langweilig, unterm Ligadurchschnitt. Stimmung kam nur durch die 30 Ultras des BSC auf, ansonsten völlig tote Hose: kein Applaus, kein Pöbeln, keine Zurufe. 1400 Zuschauer machten Lärm für 14. Irgendwann gelang dem Bonner SC als deutlich bessere Mannschaft die Führung mit einem abgefälschten Ball. Nach der Pause ausgeglichener, dann ein Elfmeter für Friesdorf und der Torwart springt zur Seite, sodass es 1:1 steht. Kurz darauf jedoch für die weniger passive und insgesamt bessere Mannschaft vom Bonner SC ein über die Linie gedrückter Schuss zum 1:2 Endstand. Also wenn der BSC ein Aufstiegskandidat ist, bin ich mal auf seinen angeblichen Konkurrenten TSC Euskirchen nächsten Mittwoch gespannt. Blau-Weiß Friesdorf 1:2 Bonner SC Statistik:
- Grounds: 1.445 (2 neue; diese Saison: 30 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.465 (2; diese Saison: 31)
- Tageskilometer: 130 (100km Bahn, 30km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 4.730 (3.690 Auto/ 570 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 470 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 31 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 472.