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Dienstag, 22. September 2020

W0017II-III: Viele Spiele in der Eifel – Gerolstein, Bitburg, Mayen

TuS Mayen ......................................................... 1
SG Eintracht Mendig-Bell ................................ 5

- Datum: Sonntag, 20. September 2020 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Rheinlandliga (6. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-5 nach 92 Minuten (46/46) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 14. Mey, 1-1 42. Oster, 1-2 52. Wirths, 1-3 60. Gilles, 1-4 70. Gilles, 1-5 74. Berg
- Gelbe Karten: je 2 pro Team
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Nettestadion (Kap.: 2.500 Stehplätze zzgl. 500 dauerhaft gesperrte Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf 500 eingeschränkte Kapazität)
- Zuschauer: 490 (Gästefans: ca. 150)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

TuS Fortuna Kottenheim 1897 II .................... 0
SG Eich/ Nickenich/ Kell II .............................. 4

- Datum: Sonntag, 20. September 2020 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: Kreisliga C Mayen (10. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-4 nach 92 Minuten (45/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 2. Foulelfmeter, 0-2 70. NN, 0-3 80. NN, 0-4 85 NN
- Gelbe Karten: NN
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Waldstadion Kottenheim (Kap.: 500 Stehplätze zzgl. 505 (davon 5 Sitzplätze) außerhalb des Zauns / wegen der Coronahysterie derzeit eingeschränkte Kapazität)
- Zuschauer: ca. 40 (Gästefans: ca. 25)
- Unterhaltungswert: 3,5/10

SV 1913 Speicher ............................................... 4
SG Nusbaum/ Wallendorf/ Biesdorf/ Körperich/
Geichlingen-Koxhausen .................................... 4

- Datum: Samstag, 19. September 2020 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Bezirksliga Rheinland West (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-4 nach 96 Minuten (47/49) – Halbzeit: 2-2
- Tore: 1-0 5. Schütz, 2-0 7. Roth, 2-1 17. Crnovrsanin, 2-2 21. Prinz, 2-3 53. Böwen, 3-3 56. Pertsch, 3-4 69. Hodzic, 4-4 94. Roth
- Gelbe Karten: Marie, NN, NN (Speicher); Crnovrsanin, Böwen, NN (Nusbaum)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Speicher (Kap.: 600 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit eingeschränkte Kapazität)
- Zuschauer: 208 (Gästefans: ca. 40)
- Unterhaltungswert: 9,0/10

SG Stahl-Mötsch III .......................................... 5
SG Nimstal-Wolsfeld II ..................................... 1

- Datum: Samstag, 19. September 2020 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Kreisliga D, Eifel, Staffel 3 (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 92 Minuten (45/47) – Halbzeit: 3-0
- Tore: NN
- Gelbe Karten: NN
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Mötsch (Kap.: 420, davon 20 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit eingeschränkte Kapazität)
- Zuschauer: ca. 45 (Gästefans: ca. 5)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

JFV Bitburg C .................................................... 0
Ahrweiler Ballspiel Club C ............................... 3

- Datum: Samstag, 19. September 2020 – Beginn: 15.15
- Wettbewerb: C-Junioren Rheinlandliga (2. Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 0-3 nach 73 Minuten (35/38) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 60. NN, 0-2 67. NN, 0-3 70. NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Oststadion Bitburg (Kap.: 3.000 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf 500 eingeschränkte Kapazität)
- Zuschauer: ca. 35 (Gästefans: ca. 10)
- Unterhaltungswert: 3,0/10

JSG Kylltal Birresborn/ Büscheich/ Pelm/
Densborn/ Gerolstein/ Lissingen/ Mürlen-<br/> 
bach (C) ...................................................... 2
JSG Eifelhöhe Darscheid/ Mehren/ Ulmen/
Kelberg/ Struth/ Müllenbach (C-II) ........ 0

- Datum: Samstag, 19. September 2020 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisklasse Eifel, 11-1 Quali (5. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 2-0 nach 70 Minuten (35/35) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 30. NN, 2-0 48. NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Jahnsportanlage Gerolstein (Kap.: 900 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit eingeschränkte Kapazität)
- Zuschauer: ca. 25 (Gästefans: mind. 1)
- Unterhaltungswert: 2,0/10 JSG Kylltal-Birresborn C 2:0 JSG Eifelhöhe-Darscheidt C II Photos with English commentary:
a) 5th Under-15 League in Gerolstein: SG Kylltal vs. Darscheidt Res.
b) 2nd Under-15 League in Bitburg: JFV Bitburg vs. Ahrweiler
c) 11th Division: Stahl-Mötsch Third XI vs. Nimstal Res.
d) 7th Division: Speicher vs. Nusbaum-Geichlingen-Koxhausen etc.
e) 10th Division: Kottenheim Res. vs. SG Eich Res.
f) 6th Division: TuS Mayen vs. Mendig-Bell (played at rarely used Nettestadion Mayen)
g) Eifel: Rockeskyll Village and Lost Ground, Kottenheim Church and Basalt Crosses, Bahnerhof Moated Palace

Am Samtag fuhr ich erstmalig zum Fußball in den Eifelkreis Bitburg-Prüm. Die Spielkreise der rheinland-pfälzischen Fußballverbände sind ja nicht identisch mit den Landkreisen, sodass ich im Spielkreis „Eifel“ bereits mehrere Spiele gesehen hatte – aber im Landkreis Bitburg-Prüm hatte ich noch kein Spiel geguckt und somit war das noch ein weißer Fleck in dem entsprechenden Kapitel meiner Liste aller Fußballanlagen in der Eifel. Durch die vier Spiele heute habe ich nun immerhin mehr als Drittel der Anlagen besucht.

Vorm ersten Spielbesuch fuhr ich in Rockeskyll noch dem Schild zum Sportplatz nach, der – wie ich vorher wusste – ein Lost Ground ist. Landschaftlich wirklich schön gelegen, sehr schade, dass der Verein keinen Spielbetrieb hat und sich auch nicht an der SG Kylltal beteiligt. Rockeskyll Die C-Jugend der besagten SG Kylltal besuchte ich dann zu ihrem 13-Uhr-Kick. In der SG Kylltal spielen die Vereine aus Birresborn, Büscheich, Pelm, Densborn, Lissingen, Mürlenbach und Gerolstein. Am besten ist es, wenn die Spiele auf der Jahnsportanlage in Gerolstein stattfinden: dort hat man einen großen Rasenplatz mit hohen Hängen auf der einen und einer Schlucht mit Häusern und Felsformationen auf der anderen Seite.

In Rheinland-Pfalz ist die Hygienehysterie im Zusammenhang mit der chinesischen Grippe schlimmer als in NRW. Überall dümmliche Markierungen, schwachsinnige Absperrungen, unsinnige Desinfektionsmittelspender auf deren Nutzung man hingewiesen wird – der Schwachsinn wird uns nun als „neue Normalität“ verkauft... Der Kick lohnt leider keine lange Beschreibung. Unterste C-Jugend-Liga halt. Der Gast von der JSG Eifelhöhe (Darscheid/ Mehren/ Ulmen/ Kelberg/ Struth/ Müllenbach) bekam nichts auf die Reihe. Der Gastgeber netzte immerhin zwei Mal ein. JFV Bitburg C 0:3 Ahrweiler Ballspielclub C Auch die zweite Partie des Tages war ein U15-Spiel. Deutlich besser, da auch immerhin Rheinlandliga – aber überzeugend war auch das nicht. Der JFV Bitburg ging durch drei Treffer in den letzten 10 Minuten noch 0:3 gegen den Ahrweiler BC unter. Bis dahin wenige Torszenen und die, die es gab, wurde kläglichst vergeben.

Spielort war das Stadion am Ostring. Ganz nette Anlage, aber nichts Besonderes: Leichtathletikstadion mit ein paar Stehstufen auf einer Seite am Hang. Hansa-Fans haben auf der Anlage Aufkleber angebracht. Verschönert die Masten ungemein. Neben dem Spiel schaute ich natürlich auch im Hansa-Liveticker, wie der FCH gegen Duisburg 3:1 gewann - u.a. mit einem Tor vom Spitzen-Schiribeschimpfer Löhmannsröben. Topp! SG Stahl-Mötsch III 5:1 SG Nimstal-Wolsfeld II Sehenswerter ist da der ausbautenlose Platz in Mötsch, etwas außerhalb von Bitburg. Vor einer ehemaligen Schule gibt es einen Hang von dem aus man besten Hintertorblick und Blick in die Landschaft hat. Der enge Rasen ist nur auf einer Längsseite für Zuschauer freigegeben. Und eben oben und unten auf und am Wall. Dort stehen auch einige Bänke.

Ein toller Blick also, auch ein ansehnliches Spiel. Unterste Liga zwischen der III. Mannschaft der Gastgeber (Mötsch spielt mit dem benachbarten Dorf Stahl zusammen) und der mit einer zweistelligen Niederlage in die Saison gestarteten Reserve der SG Nimstal. Mötsch schnell mit einem tollen Freistoßtor zum 1:0 und bis zur Pause auf 3:0 davon. Nach dem 5:0 gab es wieder zu viel Leerlauf, sodass der ganz schwache Gast noch den Ehrentreffer erzielte.

Das Publikum ging ganz gut mit und war völlig OK und teils ganz freundlich. Warum die aber den größten Gehirnamputierten zum Linienrichter machten? Der sehr alte Sportfreund an der Pfeife, der so seine Probleme hatte, bekam mal wieder Vereinslinienrichter zur Seite gestellt. So weit so sinnlos, aber in Ordnung: nur das der Gestörte von Stahl-Mötsch da z. B. Gästefans anpöbelte, die kurz vor die Bande stiegen, um ihren Platz aufzusuchen, geht nicht in Ordnung. Hätten die Mötscher die Kleinfeldtore korrekt abgestellt, statt damit den Durchgang zu versperren, wäre das Ausweichen nicht nötig gewesen. Während des Spiels legte der sich auch noch wegen seiner komischen Winkereien an. Als ich in der Halbzeit auf dem Klo war, kam der gerade auch motzend und drängelnd rein. Selten so einen Schwachkopf wie den erlebt... SG Stahl-Mötsch III 5:1 SG Nimstal-Wolsfeld II Das letzte Spiel des Tages: Speicher. Dort steht einer der hässlichsten Plätze der Eifel. Hier auch wieder Hygieneunfug: Maskenpflicht an der Kasse – gilt aber nur für Zuschauer – und Gegenseite mit dem kleinen Wall gesperrt, weil da die Spielerbänke sind, und alles muss sich auf der Seite ohne Wall ballen. Das Beste an diesem hässlichen Platz ist die große Anzeigetafel. Ansonsten fällt auf, dass der Kunstrasen einfach in eine deutlich größere Anlage reingeknallt wurde. War wohl mal eine Laufbahn drumherum.

Das Spiel war dafür das mit Abstand beste des Tages und generell hervorragend. Zu Gast die SG Nusbaum (SV Nusbaum, SC Geichlingen-Koxhausen, FC Körperich, SV Wallendorf und SV Biesdorf). Und die verpennte den Beginn. Doppelschlag nach gut 5 Minuten und 2:0 für Speicher. Bis zur Pause kämpfte sich Nusbaum aber zurück und glich aus. Nach der Pause gingen sie sogar in Führung, doch diese wurde wiederum von Speicher ausgeglichen. Als Nusbaum in der 69. mit 3 zu 4 in Front ging, versuchten sie in der Folge das Spiel zu verzögern. Doch der letzte Verzögerungsversuch ging schief: ein sinnfreier Wechsel wird vorbereitet, bei Offensivaktionen der Nusbaumer auf den Wechsel verzichtet, aber dann wollen sie bei einem Einwurf der Speicherer in der dritten Minute der Nachspielzeit doch noch wechseln. Aber der sehr gut agierende Schiri (ihm standen übrigens nur zwei Vereinslinienrichter zweifelhafter Kompetenz zur Seite – in der Bezirksliga!) lässt einfach weiterlaufen und aus dieser Situation heraus knallt Speicher noch einen Weitschuss in den Winkel zum 4:4! Was ein Ende und was ein verdienter Ausgang! Der Schiri erklärte den Gästen noch, warum er nicht wechseln ließ und ignorierte auch Bemerkungen wie „Wichser“ von einem Gästespieler, sodass es hier nicht noch eskalierte. Ein wirklich tolles Spiel! SV Speicher 4:4 SG Nusbaum Ich fuhr dann über teils sehr anspruchsvolle Strecken nach Bonn zurück.

Am Sonntag ging es aufs Rad. Über Andernach nach Kottenheim, direkt bei Mayen. Dort schaute ich mir erstmal die ganz ansehnlichen schwarzen Basaltstein-Häuser und vielen Kreuze sowie die Kirche an. TuS Fortuna Kottenheim II 0:4 SG Eich/Nickenich/Kell II Deutlich außerhalb vom Dorf befindet sich der Sportplatz, genannt Waldstadion. Wirklich schön im Wald gelegen, aber leider ohne Sinn und Verstand modernisiert. Kunstrasen? Gerne! Aber doch nicht so: der umzäunte Kunstrasen hat innen nur zwei Seiten für Zuschauer (eine ja derzeit zum Großteil gesperrt wegen der Spielerbänke) und der Zaun auf einer Längsseite trennt völlig idiotisch und unnötig die ehemalige zweistufe Tribüne und den fürs Zuschauen bestens geeigneten Wall vom Vereinsgelände. Auch das Sportlerheim ist ganz weit ab. Welche Spastenfirma hat das denn geplant?! Da hat doch einer überhaupt keine Ahnung von den Zuschauerwünschen! Hier geht Platz unnötig verloren und der Zuschauerkomfort sinkt erheblich! Fahrt doch mal nach Wehr und schaut euch mal an, wie das dort gescheit modernisiert wurde – und dann baut ihr die Zaunanlage ordentlich um, meine Fresse!

Das Spiel war mäßig. Eine frühe Führung für den Gast aus Eich/ Nickenich/ Kell, weil der sehr junge Schiri etwas überzogen Elfmeter nach zwei Minuten pfiff. Dann viel Leerlauf. Gegen Ende der zweiten Hälfte legte der Gast noch mal nach: 0-4 am Ende. Wenn der Typ, der lange in meiner Nähe saß, bei so einem wenig begeisternden Spiel seiner nicht sonderlich mit dem Spiel beschäftigten Freundin nicht gut genug zuhört, braucht er sich übrigens nicht zu wundern, wenn dann Schulden auf dem Konto sind, die er nicht zuordnen kann... Also Pläne, ein Haus im nahegelegenen Dorf zu kaufen, würde ich nicht zwischen einem harmlosen Eckball und dem nächsten Querschläger mit „hmm, ja“ kommentieren... TuS Mayen 1:5 SG Eintracht Mendig-Bell Steigung durch den Wald am Steinbruch hoch, Schussfahrt nach Mayen runter. Kurzer Essensstopp in Mayen unweit des einen Stadttores und dann ab zum Stadion. Dort stand ich eine Weile in der Schlange. Wie üblich keine Fahrradständer in Rheinland-Pfalz, außer mir aber offenbar auch nur 4 weitere Fahrradfahrer (bei fast ausverkauftem Haus, also 490 von den genehmigten 500 Karten gingen weg!)

Durch die Coronahysterie wird jetzt wieder öfter im Nettestadion gespielt. Schwachsinnigerweise wurden sonst auch die Rheinlandligaspiele von TuS Mayen meist auf dem Plasteplatz nebenan ausgetragen. Das Stadion mit dem Rasenplatz und der Laufbahn hat ein paar Stufen auf einer Längsseite, ein paar weitere Stufen im Halbrund hinter einem Tor und gut 500 gesperrte Schalensitze – war wohl mal eine temporäre Tribüne für ein Pokalspiel... Das Stadion lebt aber vor allem von der umgebenden Landschaft mit einem Fels- oder Steinbruch und vielen grünen, schroffen Höhenzügen.

Die Partie hätte für die Spielklasse besser sein können. Mayen ging aber mit einem Knallertor früh in Führung. Dann riss die aus demselben Landkreis kommende SG Mendig-Bell aber nach und nach die Partie an sich, glich genauso spektakulär aus und zog nach der Pause auf 1:5 davon. Eine blamable Leistung für den Abstiegskandidaten TuS Mayen. Mendig Bell machte das richtig gut.

Übrigens: Der Kassenwart hatte mich wohl falsch verstanden und mir eine Ermäßigung eingeräumt, die ich nie verlangt habe. Kann mir nicht vorstellen, dass nur 4€ in einer Liga, in der fast alle Klubs 7€ nehmen, regulär verlangt werden. Aber bei nur 4€ frage ich natürlich nicht noch nach, ob er schwer hört und mich falsch verstanden hat... TuS Mayen 1:5 SG Eintracht Mendig-Bell Auf der Rückfahrt fuhr ich testweise statt den oft ohne Radweg mit viel Verkehr belegten Landes- und Bundesstraßen zwischen Mayen und Andernach einen touristischen und vom A(sozialen)D(eutschen)F(ahrad)C(lub) beschilderten Radweg. Auch recht spektakuläre Streckenführung, aber viel zu weit südlich und dann ewig lange bis Andernach. Nächstes Wochenende plane ich eine ähnliche Route, da werde ich halt doch wieder auf der Straße fahren. Komplett diesen scheiß ADFC-Schildern über asphaltierte Feldwege nachfahren, würde zwischen Andernach und Mayen von Bonn aus hin und zurück einen 18km(!!!) langen Umweg bedeuten... Bahnerhof Statistik:
- Grounds: 2.725 (Sa 4, So 2; diese Saison: 66 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.956 (Sa 4, So 2; diese Saison: 74)
- Tourkilometer: 420km (Sa 270km Auto, So 150 km Rad)
- Saisonkilometer: 16.950 (15.630 Auto, davon 0 Mietwagen/ 1.320 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 33 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 22 des Jahres 2020 (25.-31.05.), d.h. seit 17 Wochen in Folge [letzte Serie und Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Sonntag, 17. November 2019

W694III: Jugendfußball vor der Vulkan-Brauerei und Frauenhandball in Weibern

SG Eintracht Mendig-Bell C .............................. 1
JSG Vulkaneifel Ettringen/ Kottenheim C II ... 2
- Datum: Samstag, 16. November 2019 – Beginn: 14.45
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisklasse Rhein-Ahr, Staffel 3 (5. und unterste U15-Fußballliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 79 (35/44) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 30. NN, 0-2 60. NN, 1-2 70.+1 NN
- Gelbe Karten: Nr. 20, 22 (Vulkaneifel)
- Rote Karten: NN von Mendig (Rot nach Spielschluss wegen Beleidigung)
- Austragungsort: Junkers-Proff-Stadion (Kapazität: 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,5/10

TuS Weibern 1920 FR .................................. 24
TuS 05 Daun FR ............................................ 11
- Datum: Samstag, 16. November 2019 – Beginn: 17.30
- Wettbewerb: Rheinlandliga Frauen (5. Frauenhandballliga)
- Ergebnis: 24-11 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 7-5
- Statistiken: https://hvrheinland-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaDokumentHBDE.woa/wa/nuDokument?dokument=meetingReportHB&meeting=6491317&etag=1e38b134-6ecd-4107-b91f-379818d4fb41
- Austragungsort: Robert-Wolff-Sporthalle (Kapazität: 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 WeibernPhotos with English commentary:
a) Under-15 Football: Mendig-Bell vs. Kottenheim-Ettringen II
b) Women’s Handball: Weibern vs. Daun
c) Ahr Mountains: Weibern Church
d) Vulkaneifel: Mendig Village

Am Samstag ging mal wieder einiges schief, jedenfalls zu Beginn der Tour mit dem Auto. Kurz vor Remagen war die B9 plötzlich gesperrt, die Ortsdurchfahrt Remagen aber auch. Ich drehte und das stellte sich auch als richtig heraus, dann über Oedingen (wo ich den Sportplatz dann noch mal bei Helligkeit aufnahm) nach Bad Bodendorf (wo ich dasselbe vorhatte) zu fahren. Denn die B9 zwischen Sinzig und Remagen war wegen eines Naziaufmarsches in Remagen und den dazugehörigen Gegendemonstrationen gesperrt. 

In Sinzig war dann trotz Ansetzung samt Schiri kein Spiel auf dem Hartplatz des Stadions. Warum die Idioten der JSG Sinzig und JSG Baar nicht gespielt haben, bleibt unklar. Bei fussball.de steht falsch „Absetzung“. Dieser Hinweis kam erst gut 24 Stunden später! Das ist dann keine Absetzung, da so etwas im Vorfeld passieren muss. Da hat aber wohl mehr als nur eine Seite, also nicht nur einer der beiden Vereine oder Schiri versagt! SG Mendig-Bell C 1:2 JSG Vulkaneifel Ettringen/ Kottenheim C IIAls Ersatz war aber schnell eine Partie in Mendig gefunden. Im Junkers-Proff-Stadion, das sehenswert an einem Hang unterhalb einer Brauerei mit Blick in die Vulkaneifel liegt, fand ein Spiel der C-Junioren statt. Mendig und Bell bilden dabei eine Spielgemeinschaft und Ettringen und Kottenheim. Alle vier Orte liegen dabei zueinander benachbart. Die Eltern verhielten sich fair, gingen aber teilweise gut mit. Der Gästetrainer blieb völlig sachlich, lies sich auch nicht vom ständig und oft auch zu Unrecht meckernden Heimtrainer provozieren. Einige der Spieler hatten sich natürlich als pubertierende Jugendliche nicht ganz so im Griff, was dann nach Ende der neunminütigen Nachspielzeit auch noch zu einem Platzverweis wegen Beleidigung führte...
Warum 9 Minuten Nachspielzeit? Weil der Schiri die Uhr nicht richtig ablesen konnte! Der sehr junge Unparteiische war leider insgesamt sehr unsicher und traf immer wieder zweifelhafte bis klar falsche Entscheidungen, die am Ende aber keinem Team schadeten. Was er dafür sehr genau sah, war das drei Spieler der Gäste in der Pause Kaugummi in die Gusche gesteckt hatten – die mussten dann einige Minuten nach Beginn selbige in einen Papierkorb am Spielfeldrand rotzen...

Die Anfangsphase des Spiels war übrigens extrem schlecht. Wirklich extrem schlechtes Niveau und Mendig traf nicht mal vom Elfmeterpunkt. Die schlechten Schüsse der Gastgeber zogen sich bis zum Abpfiff durch, aber der Gast wurde besser, ging mit einer ihrer wenigen Chancen per Kopf in Führung und baute diese nach der Pause mit einem Konter aus. Wenig Aufwand, viel Erfolg – während Mendig vorm Tor Chance um Chance in einem nun immerhin flotten Spiel vergeigte. Erst kurz vor Schluss brachten sie einen Schuss aufs Tor, der erst hinter der Linie abgewehrt wurde. Zuvor gab es noch ein riesiges Hin und Her mit dreimaliger Abwehr auf der Linie durch Verteidiger. SG Mendig-Bell C 1:2 JSG Vulkaneifel Ettringen/ Kottenheim C IIIch schaute mir dann kurz das Dorf Mendig an und fuhr dann nach Weibern weiter. Da war ich letzte Woche schon mal wegen des aufgegebenen Sportplatzes, nun schaute ich die sehenswerten Kirchen (also eigentlich die Kirche, sie hat nur einen Eingang aber zwei Schiffe) an. Auch Weibern ist durch dunkle Häuser aus vulkanischem Gestein geprägt. TuS Weibern FR 24:11 TuS 05 Daun FRSchließlich ging es nach Weibern zum Handball. Außer Handball wird in dem Ort kein Wettkampfsport betrieben. Die Halle wirkt durch die Bauweise mit dem Metallträgergerüst und dem leicht spitzen Dach sowie dem Anbau an eine Feuerwache eher wie im Osten. Diese Bauweise, inklusive leicht eingerückter Sitztribüne (Untertribüne), kenne ich sonst eher aus Sachsen. Das Publikum war zwar sehr ruhig, aber ein paar Einzelne hätte ich von der Kleidung her auch eher nach Sachsen eingeordnet, wenn mir nicht wieder eingefallen wäre, dass beim letzten Handballspiel in der Region ein eindeutig tätowierter Spieler mit der Rückennummer 88 dabei war...

TuS Weibern war, wie man an alten Spielplakaten im interessanten Foyer, das u.a. ein Kreuz über dem Halleneingang und eine Messingplatte mit Burgen und Kirchen sowie dem Vereinswappen drauf hat, sehen kann, früher mal sehr viel erfolgreicher. Im Wikipedia-Artikel (https://de.wikipedia.org/wiki/TuS_Weibern) heißt es z.B.: „Die 1. Männermannschaft spielt jahrelang sehr erfolgreich in der jeweils höchsten Spielklasse des Handball-Verbandes Rheinland. Ihre Blütezeit erlebten die Handballherren nach einer Reihe von Vizemeisterschaften in der Oberliga Rheinland, nachdem sie sich dann 1997 mit 43:1 Punkten die Rheinlandmeisterschaft sicherten. In den Folgejahren spielten die Herren in der damaligen Regionalliga West, Staffel Süd [...] In der anschließend eingleisigen Regionalliga West mussten die Weiberner dann jedoch 2004 den Weg zurück in die Oberliga Rheinland antreten und spielten anschließend nach einem erneuten Abstieg ab 2006 in der Rheinlandliga. 2013 hat sich der TuS Weibern wegen Personalproblemen freiwillig in die Verbandsliga zurückgezogen.

Passend zu einem Ort mit dem Namen Weibern, schaute ich aber deren Frauenmannschaft. Und die hat einen noch viel krasseren Absturz hinter sich. Wieder Wikipedia: Fast ein halbes Jahrhundert nach Vereinsgründung, nämlich im Jahre 1968, wurde eine Damenhandballmannschaft ins Leben gerufen. Zunächst spielten die Frauen auf einem Kleinfeld [wohl auf dem alten Sportplatz] nach den Hallenregeln um Meisterschaftspunkte. 1975 erfolgte in Weibern die Fertigstellung der Sporthalle und damit der endgültige Durchbruch des Hallenhandballs. [...] Aufstieg in die Oberliga, Durchmarsch in die Regionalliga und schließlich 1999 der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Nachdem man auch dort in den ersten drei Jahren durchweg Spitzenplätze belegt hatte, gelang im Jahre 2003 sogar der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Als Dorfverein ohne großen finanziellen Spielraum dauerte die Erstligazugehörigkeit zwei Jahre an, ehe die Niederlagen in den Play-Down-Spielen gegen die SG 09 Kirchhof (25:34, 24:29) den Abstieg in die Zweite Liga bedeuteten. [...N]ach einem aus finanziellen Gründen bewussten Aufstiegsverzicht in die Bundesliga 2010 wagten sie 2012 den Schritt in die Erstklassigkeit, als der TuS den 2. Platz in der neugeschaffenen eingleisigen 2. Bundesliga belegte, wodurch die Mannschaft direkt in die 1. Bundesliga aufstieg. Verbunden mit dem Aufstieg entschied sich der Verein dann neue Wege zu gehen. Die Robert-Wolff-Halle erfüllte in Sachen Zuschauerkapazität, Lichtstärke, Hallenboden nicht mehr die gestellten Anforderungen an die Bundesliga. Die Sportstätte für Heimspiele ist nun die Conlog Arena in Koblenz. Mit dem Umzug wurden aus den Frauen des TuS Weibern, die den Namen Vulkan-Ladies als Beinamen bereits zwei Jahre führten, auch offiziell die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern. Auf Anhieb wurde die durchschnittliche Zuschauerzahl von 345 auf knapp 1100 verdreifacht, dem viertbesten Schnitt der Saison 2012/13 in der Liga. Die Saison 2014/2015 schloss man mit 9:43 Punkten (3 Siege, 3 Unentschieden, 20 Niederlagen) ab, und stieg nach 3 Jahren Oberhaus als Tabellenletzter in die 2. Bundesliga ab. Am 23. März 2016 gab man bei einer Pressekonferenz bekannt, dass man für die Saison 2016/17 keine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragen wird. In der Runde 2019/20 tritt die Mannschaft in der Rheinlandliga an, der fünften Spielebene.

Und diese Rheinlandliga hatte, so muss man sagen, ein erschreckendes Niveau. So sehr ich die vergangenen Leistungen von TuS Weibern hoch schätze – aber dass da nur Spielerinnen aus Weibern und Umgebung (und Koblenz ist nicht mehr Umgebung!) gespielt haben, kann mir keiner erzählen. Diese nun lokal aufgestellte Mannschaft kann ja kaum primitivste Spielzüge gescheit durchführen, wirft auch wenige Tore und steht trotzdem in dieser offensichtlich sehr schwachen Rheinlandliga auf einem guten Tabellenplatz. Noch schlimmer war der Gast aus Daun: der traf nicht mal alle fünf Minuten und ist dabei ein Tabellennachbar! Wenn ich das mit dem letzten Frauenhandballspiel nur eine Liga höher in Thüringen vergleiche: ach du Scheiße! Sorry, aber so schlechten Handball habe ich ja wirklich lange nicht mehr gesehen – und das war letztes oder vorletztes Jahr in einer Frauenkreisliga in NRW...

Nach einem Einkauf beim Lidl in Weibern, der von Leuten aus umliegenden Dörfern selbst nach 19 Uhr noch gut frequentiert wurde, fuhr ich nach Bonn zurück. Diesmal auch ohne Probleme durch Remagen durch, da die Nazis sich verpisst hatten... TuS Weibern FR 24:11 TuS 05 Daun FRStatistik:
- Grounds: 2.534 (2; diese Saison: 91 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.772 (2; diese Saison: 123)
- Tourkilometer: 140 (140km Auto)
- Saisonkilometer: 72.140 (56.340 Flugzeug/ 14.540 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 1.220 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 41 [letzte Serie: 72, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 694