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Samstag, 7. November 2015

W484III: Speyer holt Judotitel in Mönchengladbach

Finalkampftag der 1. Judo-Bundesliga der Frauen in Mönchengladbach
- Datum: Samstag, 7. November 2015 – Beginn: 11.30, Ende: 17.00
- Wettbewerb: Finale der 1. Judo-Bundesliga der Frauen
- Ergebnis Endkampf: JSV Speyer 9:4 TSG Backnang Judo
- Ergebnisse der Halbfinals: 1. JC Mönchengladbach 6:8 TSG Backnang Judo und JSV Speyer 11:3 JC Wiesbaden
- Ergebnisse der Vorrundenkämpfe: TSG Backnang Judo 10:4 JC 66 Bottrop und JC Wiesbaden 9:4 Sport Union Witten/ Annen
- Austragungsort: Jahnhalle (Kap. 400, davon 320 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 400 (davon mind. 100 Mönchengladbach-Fans, knapp 100 Bottrop-Fans und je ca. 50 Fans aus Speyer, Backnang, Wiesbaden und Witten)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gute und spannende Kämpfe) Final competition of the German women teams Judo-championships Photos with English Commentary:
Judo Bundesliga: Women’s Teams Finals in Mönchengladbach

Ich hatte schon lange nicht mehr Judo gesehen und die Jahnhalle in Mönchengladbach ist auch eine recht interessante Halle, also fuhr ich mit dem Zug via Köln nach Gladbach. Fußläufig vom Bahnhof befindet sich die Sporthalle, die etwa 400 Leuten Platz bietet: vier Reihen Sitzbänke, dahinter eine Reihe Stehplätze – alles recht eng und schon etwas abgewittert. Der Eintritt war mit 12€ recht hoch, aber Studenten u.a. bekamen 6€ Ermäßigung was recht großzügig ist und v.a. beim Kampfsport selten. Die Halle füllte sich auch sehr gut, wobei natürlich Außenstehende nicht ausgemacht werden konnten. Wäre das keine Finalrunde mit sechs Teams gewesen, sondern ein Finalkampf mit zwei Mannschaften, wären nicht halb so viele Zuschauer dagewesen: selbst Backnang oder Speyer brachten noch etliche Fans mit der Mannschaft mit.

Der Modus war eher zweifelhaft: die drei besten Teams der Nord-Bundesliga und die drei besten der Süd-Liga trafen so aufeinander, dass die jeweils Zweitplatzierten gegen die jeweils Dritten antraten (ein vollwertiger Mannschaftsvergleich: 7 Kämpfe in 7 Gewichtsklassen und dann noch mal 7 Rückkämpfe nach 15 Minuten Pause, wobei mindestens auf zwei Positionen gewechselt werden muss und ein Sieg, egal wie deutlich, immer nur 1:0 Punkte für das Team bringt, ein Unentschieden 0:0 gewertet wird). Dann kämpften die beiden Sieger aus diesen Paarungen gegen die Gruppensieger. Die Sieger daraus wiederum bestritten den fünften und letzten Kampf des Tages, das Finale um die deutsche Meisterschaft. Das zweifelhafte an dem Modus: so hätte auch ein mäßig auftretender Drittplatzierter mit Dusel Meister werden können. Das Gute: sowas ist so gut wie unmöglich und auch wenn einer der beiden Staffelersten sein Halbfinale verlor (ausgerechnet der Gastgeber!), der andere Staffelsieger war am Ende souverän siegreich. Im Halbfinale hatte Speyer eigentlich gar keine Probleme (Wiesbaden wurde mit 11:3 besiegt, wobei ein Kampf auch noch kampflos an den JCW ging) und im Finale hielten sie Backnang auch von Anfang an auf Distanz. Der spannendste Teamvergleich war das Halbfinale der Gastgeberinnen, das Backnang mit 6:8 gewann. Allerdings war auch diese Begegnung bereits nach 10 von 14 Kämpfen entschieden.

Ich ging gleich nach der Siegerehrung aus der Halle, sodass ich noch einen Zug erwischte, der mich nach Düsseldorf brachte. Von da dann mit schlappen 30 Minuten Verspätung nach Bonn und zwischen Leverkusen und Köln lauter besoffene FC-Lutscher, die sich über einen ihrer wenigen Erfolge (1:2 in Leverkusen) ausgelassen freuten… Final competition of the German women teams Judo-championships Statistik:
- Grounds: 1.494 (1 neuer; diese Saison: 79 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.530 (1; diese Saison: 96)
- Tageskilometer: 190 (180 Bahn, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 24.460 (14.580 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.180 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.080 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 72 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 484.

Samstag, 26. Juni 2010

W204II: 2. Judobundesliga in Leipzig

JC RBS 1991 Leipzig 4:10 TSG Backnang
Samstag, 26. Juni 2010 – Beginn 16.00
2. Judo Bundesliga der Männer
Ergebnis: 4:10 nach 14 Kämpfen, 32:97
Halle: Turnhalle des Brockhaus-Gymnasium (Kap. bei Judo: 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 80 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Interessanter Kampfsport, aber leider sehr einseitiger Kampftag)
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Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624239151137/detail/

Nach 40km Fahrradfahrt, waren wir in einem der trostlosesten Stadtteile Leipzigs: Mockau. Ohnehin offenbaren Fahrten außerhalb des engsten Stadtkerns und der wald- und wasserreichen Naherholungsgebiete und Parks der Stadt immer wieder, wie überschätzt diese interessante aber absolut nicht schöne Stadt ist. Von den ganzen zwielichtigen Etablissements in Leipzig-Mockau suchten wir uns zum Essen den Imbiss im russischen Supermarkt aus. Da waren wir natürlich die einzigen deutschsprachigen Gäste. Die Russlanddeutschen kauften hauptsächlich Bier ein. Echt genial, wie die Klischees bedienen...

Tatsächlich gibt es aber auch in Mockau ein Gymnasium, was in einem hervorragend sanierten Plattenbau untergebracht ist. Die dazugehörige Sporthalle ist außen mit Graffiti beschmiert – der künstlerische Wert ist bei den Graffiti nicht erkennbar gewesen; sonst würde ich ja hier von „verschönert“ oder „gestaltet“ reden – und innen ein niedriger Rundbogenbau mit auffälliger Innendämmung. Auf dem alten Parkett werden nur Unihockey und Judo wettkampfmäßig betrieben. Heute stand Judo auf dem Programm. Die Paarung JC RBS 1991 Leipzig (7. von 8) gegen TSG Backnang (4.) war ein Kampftag der 2. Bundesliga der Männer. Das JC steht für „Judo Club“ – klar! Aber das RBS erschließt sich nicht ganz sicher, sollte aber mit dem Vorgängerverein BSG Robotron zu tun haben. Robotron war ein Industriekombinat im Bereich Elektronik und Elektrotechnik.

Mit der japanischen Kampfsportart Judo habe ich mittlerweile 42 verschiedene Sportarten gesehen. Nach Boxen, Ringen (wo gewisse Ähnlichkeiten zum Judo sichtbar sind), Kickboxen, K1, Freefight und Muay Thai ist das die siebte Kampfsportart, die ich mir anschaute. Beim auf Selbstverteidigung ausgelegten Judo werden noch mehr Hebel- und zusätzlich auch Tritt-, Schlag- und Ellbogentechniken vermittelt, als beim Wettkampfjudo erlaubt sind. Freefightduelle zwischen Judokas und Kung-Fu, Jiu-Jitsu oder Taekwondo-Kämpfern sagen mir, dass die im Wettkampf erlaubten Griffe in Duellen mit einigen anderen Kampfsportarten und im Straßenkampf wenig nützen – die zusätzlichen Techniken des „Alten Judo“ sind da sicher eine wichtige Ergänzung.
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Wie auch immer, die Kämpfer hielten sich – kleine Missgeschicke ohne erkennbar bösen Willen ausgenommen – natürlich an die geltenden Regeln: ein Umstand, der bei den allermeisten Kampfsportarten viel üblicher ist, als bei jeder anderen Form des Wettkampfsportes, was Kampfsport trotz der körperlichen Härte fairer als die meisten Ballsportarten etc. macht. Die Leipziger waren leider klar unterlegen. Bis auf Murat Malsagov – vom Namen her Muslim aus einem russischen bzw. ex-sowjetischen Teilstaat mit einem typischen Bart des frommen Gläubigen – und Vinzenz Dotzler – einem wild gelockten jungen Deutschen – waren alle Leipziger Kämpfer klar schwächer. Teilweise wurden sie schon nach 10 bis 60 Sekunden der vorgesehen Maximalkampfzeit von 5 Minuten mit einem Ippon – einem kampfentscheidenden Wurf, wo der Gegner auf dem Rücken landet – auf die Matte geknallt. Die anderen Wertungen heißen übrigens Yuko (Y; bestimmte Würfe und Festhaltegriff am Boden bis 15 Sekunden) und Waza-ari (W; bestimmte Würfe, bis 20 Sekunden Festhaltegriff). Letzter zählt mehr als alle Yuko. Shido (S) ist ein Strafpunkt. Drei davon führen zum Hansoku-make (H; Disqualifikation). Letztere kann natürlich bei groben Regelverstößen gleich kommen.

Die Kämpfe im Einzelnen (nach Judobundesliga):
Gewichtsklasse: Leipziger (Wertungen) Ergebnis Backnanger (Wertungen) [Kampfzeit]
Unter 73kg: Patrick Lange (0; 1S) 0:10 Daniel Strobel (2Y, 1W, 1I; 1S) [3:22]
Unter 81: Vinzenz Dotzler (1W; 2S) 7:0 Vitalij Fuhrmann (1Y; 1S) [5:00]
Unter 100kg: Murat Malsagov (2Y, 1I; 0S) 10:0 Felix Korthals (0; 1S) [2:45]
Unter 66kg: Alexander Quapp (0; 1S) 0:7 Christof Strobel (3Y, 1W; 1S) [5:00]
Unter 90kg: Paul Göppner (H) 0:10 Mattias Müller (1I; 0S) [1:11]
Über 100kg: Björn Richter (0, 0S) 0:10 Sven Heinle (1I, 0S) [0:42]
Unter 60kg: Erik Eppler (0; 3S = H) 0:10 Matjaz Trbovc (1I; 0S) [2:29]
Unter 73kg: Patrick Lange (0; 0S) 0:10 Martin Krömer (1 I, 0S) [2:12]
Unter 81kg: Vinzenz Dotzler (1Y; 1S) 5:0 Artur Fuhrmann (0; 2S) [5:00]
Unter 100kg: Murat Malsagov (1Y, 1I; 0S) 10:0 Mark Spiegel (0; 1S) [3:42]
Unter 66kg: Christoph Kuba (0; 0S) 0:10 Alexander Volk (1I; 0S) [0:09]
Unter 90kg: Max Reusch (0; 0S) 0:10 Mattias Müller (1I; 0S) [0:40]
Über 100kg: Björn Richter (0; 0S) 0:10 Sven Heinle (1Y, 1I; 0S) [0:47]
Unter 60kg: Rene Epler (0; 1S) 0:10 Matjaz Trbovc (1W, 1I; 0S) [1:51]
Endergebnis somit: JC RBS Leipzig 4:10 (32:97) TSG Backnang

Die Backnanger feierten den Sieg dann mit Aktionen, die man eher vom Fußball kennt: im Kreis hüpfen und dabei „Auswärtssieg“ brüllen und dann alle mit Bier, zumindest Radler, anstoßen.

Alles in allem muss ich sagen, dass Judo auf jeden Fall ein interessanter Sport ist, den man sich zumindest ruhig mal anschauen kann. Wer im Ringen firm ist, wird sicherlich auch an Judo gefallen finden. Besser als Boxen gefällt mir das auf jeden Fall. Jedoch gibt es Kampfsportarten, die ich deutlich unterhaltsamer finde. Ende September wird von meiner Seite sicherlich ein weiterer Bericht zum Judo in Leipzig kommen: dann von einem Kampf der 1. Bundesliga, wo der bessere Leipziger Club: der JC Leipzig, kämpft. Nächster Kampfsportevent ist dann für mich sicher die Merseburger Fightnight Ende August, die K1, Kickboxen und Freefight zu bieten.
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Statistik:
Ground Nr. 438 (ein neuer Ground; diese Saison: 107 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.024 (diese Saison: 167)
Tageskilometer: 80 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 35.720 (22.580 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 3.870 Fahrrad/ 3.270 Bus, Bahn, Tram/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 17
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 204