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Sonntag, 13. März 2016

W502V: Volme-Derby, Einradhockey und Radevormwald

SG Schalksmühle-Halver ............................ 24
TuS Volmetal Hagen 1887 ........................... 25
- Datum: Samstag, 12. März 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: 3. Liga West (3. Handballliga, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 24-25 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13-12
- Tore: Weßeling 7, Wardzinski 4, Diehl 3, Eigenbrodt 3, Eskericic 2, Dmytruszynski 2, Mayer 1, Luciano 1, Jansen 1 (Halver); Polakovs 7, Kaufmann 5, Kowalski 3, Schliepkorte 3, Dominik Domaschk 3, Sackmann 2, Dennis Domaschk 1, Herzog 1 (Volmetal)
- Gelbe Karten: Luciano, Eskericic, Dmytriszynski, Trainer Markovic (Halver); Dommermuth, Dominik Domaschk, Polakovs, Trainer Neff (Volmetal)
- Zeitstrafen: 2x+DQ Dmytruszynski, 2x Ruskov, Müller, 1x Mayer, Diehl (Halver = 14 Minuten); 2x+DQ Dommermuth, (Volmetal = 6 Minuten)
- Platzverweise: Dymtruszynski von Halver und Dommermuth von Volmetal (beide 59. Min. wg. Tätlichkeit gegen den jeweils anderen)
- Austragungsort: Sporthalle Ganztagsschule Halver (Kap. 914, davon 794 Sitzplätze)
- Zuschauer: mind. 1.000 (davon 914 zahlende und ca. 300 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,5/10 (Sehr packendes Spiel)

HSG Radevormwald/ Herbeck IV ............... 23
HSV Solingen-Gräfrath 1976 ....................... 22
- Datum: Samstag, 12. März 2016 – Beginn: 16.30
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Bergisches Land (9. Handballliga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 23-22 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 10-10
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 13 (Radevormwald); Nr. 9, 23, 89 (Gräfrath)
- Zeitstrafen: 2x Nr. 13, 1x Nr. 7 (Radevormwald = 6 Minuten); Nr. 89 (Gräfrath = 2 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sporthalle Gymnasium Radevormwald (Kap. 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 2,5/10 (Richtig schlechtes, aber wenigstens enges Spiel)


Turnier der Deutschen Einradhockeyliga in Düsseldorf
- Datum: Samstag, 12. März 2016 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Deutsche Einradhockeyliga, Turnier für Mannschaften des Blocks CD I
- Ergebnisse: http://www.einradhockeyliga.de/
- Spielort: Sporthalle der Dieter-Forte-Gesamtschule (Kap. 400, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 30 pausierende Aktive)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Schöner Sport, der hier wohl auch auf gutem Niveau gespielt wurde) 3. Liga: Schalksmühle-Halver 24-25 TuS Volmetal Photos with English Commentary:
a) Unicycle Hockey: Tournament in Düsseldorf
b) Amateur Handball: Radevormwald/ Herbeck IV v SG-Gräfrath
c) Semi-Pro Handball: Schalksmühle-Halver v Volmetal
d) Sightseeing Niederrhein: Eller Palace in Düsseldorf
e) VIDEO: Deciding Goal and Pitch Invasion Volmetal 

Über eine Wikipedia-Sportartenliste bin ich auf die recht interessant klingende, v.a. im Rheinland und Hessen, aber auch in Bayern, Niedersachsen sowie Tschechien (Prag und Litomerice) und einigen anderen Ländern verbreitete Sportart Einradhockey gestoßen. Offenbar außerhalb von BDR und UCI organisieren sich passionierte Einradfahrer ihre Wettkämpfe selber – der interessanteste Wettkampf ist dabei sicherlich das Einradhockey, das mit Hockeyschläger und Tennisball 5 gegen 5 auf Eishockey- oder Minifußballtore auf einem in etwa den Handballmaßen entsprechenden Feld gespielt wird.

In Düsseldorf gibt es öfter mal Turniere und da das ja um die Ecke liegt, fuhr ich mal das Schloss Eller angucken und brauchte dann eine Weile um die richtige Halle in dem sehr unübersichtlichen Schulkomplex gegenüber des Schlosses (Heinrich-Forte-Gesamtschule) zu finden. Drei Hallen, davon wenigstens in der größten gespielt aber die Tribüne gesperrt und die meisten Türen abgeschlossen – sowas hat man als Zuschauer natürlich gerne, solche organisatorischen Klogriffe...

Dafür ging das Turnier sehr straff über die Bühne: 2x9 Minuten pro Spiele, dazwischen 1, 2 Minuten Pause, sofort danach das nächste Spiel. Heute traten hier 7 Teams im Jeder-gegen-Jeden-Modus an, wobei ich mir nur die erste Hälfte der 21 Spiele ansah. Die 7 Teams waren Folgende: Lanker Slowmos vom RV 1897 Meerbusch-Lank, FunPowerTeam Bottrop, Gummibärchen Düsseldorf, MJC Trier mit zwei Teams: Die Römer und Die Gladiatoren, Silver Riders Erzhausen (Hessen) und SV Neukirchen am Teisenberg (Bayern).

Besonders gut spielten die Neukirchener und die Slowmos Meerbusch-Lank, aber auch die Düsseldorfer Gummibärchen standen denen nicht viel nach. Zwischen den Trierern war ein ziemlicher Leistungsunterschied: die Gladiatoren waren klar besser, die Römer waren eine Mischung aus Kinder- und Altherren-Mannschaft. Ohnehin ist interessant, wie problemlos hier mit Mixed-Mannschaften und Teams wo zwischen 6 und 60 Jahren alles spielt, agiert wird. Es wird sehr fair gespielt, sodass man die Schiris wirklich nur zum Ermahnen, dass die technischen Fehler (Stochern mit dem Schläger und sowas) unbleiben, braucht – die Schiris haben ja auch mit Ausnahme des Hessischen Bollerkopps von den Silver Riders ihre Aufgabe mit lässiger Souveränität gelöst; nur der Hesse drehte halt am Rad und prollte in seiner sozialen Inkompetenz alle voll...

Diese 99. Sportart, die ich mir angeguckt habe, hat nicht die Rasanz und Härte des verwandten Radballs, ist auch eher langsamer als das weichere Radpolo – aber das ist kein Wunder, da man sich erstmal auf dem kompliziert zu beherrschenden Einrad halten muss. Einradhockey ist schon ein ästhetischer und sehenswerter Sport! Einradhockeyliga: Slowmos Lank 7:0 Römer Trier Da es in Kierspe heute leider kein Motoball gab, aß ich etwas in Radevormwald um dann dort noch ein Handballspiel zwischendurch zu gucken. Da Spiel in der recht ansehnlichen Halle des Gymnasiums, die aber erheblich weniger attraktiv als jene in der Düsseldorfer Schule ist, war zwar nur 1. Kreisklasse – aber selbst für diese Ebene war es sehr schwach und extrem langsam, was da die IV. von HSG Radevormwald/ Herbeck und die I. vom HSV Solingen-Gräfrath zeigten. Wenigstens war es ein enges Spiel, in dem mehrfach die Führung wechselte. Nach Zwischenständen von z.B. 1:3, 4:3, 4:7, 10:10, 14:16, 19:19, 21:20 und 21:22 siegten die Hausherren schließlich 23:22. Radevormwald/ Herbeck IV 23:22 HSV Solingen-Gräfrath Das eigentliche Highlight des Tages stand dann in Halver im Sauerland mit dem Volme-Derby an: Schalksmühle-Halver traf auf den TuS Volmetal Hagen. Und das 3. Liga-Derby hielt was es versprach. Für 10€ (ermäßigt 7) war man dabei und im Gegensatz zu Volmetal mit ihrer mickrigen Turnhalle hat Halver eine Halle mit über 900 Plätzen, ein Großteil davon auf Holzbänken.

Das Hinspiel, das Schalksmühle knapp gewann, soll vor 600 Zuschauern in der auf 400 Zuschauer begrenzten Volmetaler Halle stattgefunden haben. Nun fanden sich mindestens 1.000 (offiziell mit 914 Zuschauern ausverkauft) ein. Rund 300 waren aus dem Volmetal angereist um die Grün-Weißen Gäste zu unterstützen. Dass eine lokale Rivalität zwischen Rot-Weiß und Grün-Weiß besteht erklärte mir auch der freundliche Halver neben mir – ich saß als Neutraler passenderweise genau zwischen den vernünftigen Teilen des Fananhangs; die richtigen Supporter waren etwa 100 Volmetaler ganz rechts bzw. 50 Halver/ Schalksmühler ganz links – aber es sollte sich als nicht zu krass darstellen, denn bei richtiger Rivalität wäre die schwachsinnige Aktion eines nicht eingesetzten Halver Spielers in der vorletzten Minute in einer zünftigen Saalschlacht geendet… Insgesamt gesehen war der Gastgeber supporttechnisch trotz klarer Überzahl und recht guter Emotionen eher schwach, denn die Volmetaler hatten Fahnen, mehr Schnipselregen und die lauteren und einfallsreicheren Sprechchöre. Zu welcher Gruppe die auf dem Vordach der Halle zündelnden Vollasis gehörten war nicht eruirbar – wahrscheinlich irgendwelche Hilfsschüler aus Halver…

Auch auf dem Feld sollten die Gäste erstmal besser aussehen, wobei die teilweise 4 Tore zählende Führung vor der Pause schnell weg war. Halver drehte die Partie sogar auf 13:12. Nach der Pause ein völlig offener Schlagabtausch, allerdings aufgrund der ständigen Fouls – kaum ein Angriff, der nicht von einem Foul gestoppt wurde – ein recht langsamer Schlagabtausch. Mitte der zweiten Hälfte zog Volmetal auch mal etwas davon und der Hallensprecher musste einige Fans ermahnen nicht mit Sitzkissen und ähnlichem zu werfen… In der 59. Minute fiel dann aber das 23:24 für Halver – ein Tor Rückstand und über 60 Sekunden Zeit. Dann jedoch ein Foul am Kreis und zwischen dem Foulenden Dymtruszynski und dem Gefoulten Dommermuth kommt es zu einem Faustkampf am Boden, in den mehrere andere Spieler und auch ein im Trainingsanzug der 3.Liga-Mannschaft gekleideter nicht eingesetzter (gesperrter?) Spieler oder ein Spieler der Reservemannschaft von Schalksmühle/ Halver eingriff. Der nicht einsatzberechtigte Akteur pöbelte schon eine ganze Weile immer wieder von der ersten Reihe aus rein und boxte nun einfach Dommermuth um. Nun mussten die Ordner ganze Arbeit leisten – und die waren auch so gut und kompetent wie die Schiedsrichter an dem Tag – und die Gästefans zurückhalten. Also den Spast von Halver hätten die ruhig durchs Foyer jagen können für die Aktion… Danach verwarf Volmetal auch noch den Siebenmeter und der Gastgeber glich aus – doch eine Sekunde vor Schluss der entscheidende Wurf zum 24:25 (siehe Video oben!) und dem Sieg für die Gäste, die sich jetzt fast schon vorm Abstieg gerettet haben und das auch entsprechend nach Abpfiff feierten, während es für Schalksmühle-Halver langsam böse aussieht… 3. Liga: Schalksmühle-Halver 24-25 TuS Volmetal Statistik:
- Grounds: 1.577 (3 neue; diese Saison: 162 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.622 (3; diese Saison: 186)
- Tageskilometer: 200 (200km Auto)
- Saisonkilometer: 41.140 (26.970 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 5.680 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.670 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 94 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 502.

Montag, 5. August 2013

W366VI: Klarer kann man einen Tennis-Bundesligaspieltag nicht gewinnen; Erfurt lässt Düsseldorf keinen einzigen Satz holen

Rochusclub Düsseldorf ------------------------------------- 0
Erfurter TC Rot-Weiß -------------------------------------- 6
- Datum: Sonntag, 4. August 2013 – Beginn: 11.20
- Wettbewerb: 1. Tennis Bundesliga der Herren, sogenannte „Tennis Point“ Bundesliga (1. deutsche Profitennisliga)
- Ergebnis: 0-6 (0-12 Sätze, 25-73 Spiele) nach ca. 240 Min.
- Einzel: Filip Horansky 5:7, 0:6 Jan Mertl; Oscar Sabate Bretos 3:6, 1:6 Oliver Marach; Igor Sijsling 2:6, 0:6 (Wertung, da Aufgabe Sisjsling bei 2:3) Edouard Roger Vasselin; Martin Emmrich 3:6, 2:6 Marco Mirnegg
- Doppel: Horansky / Emmrich 2:6, 4:6 R.-Vasselin / Marach; S. Bretos / Lucius von Arnim 2:6, 1:6 Mertl / Leos Friedl
- Spielort: Sportanlage Rochusclub, Am Grafenberg (Centre Court I, M: 3.500 Stehplätze, Court 3: 600 Stehplätze)
- Zuschauer: gemeldet 3.500, in Wirklichkeit höchstens 1.400 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Erfurt dominierte und das nicht mal mit durchgängig gutem Tennis) DSC02115 Rochusclub Düsseldorf v Rot-Weiß Erfurt Photos with English Commentary:
a) Tennis Bundesliga: Rochusclub Düsseldorf clearly lost to Rot-Weiß Erfurt
b) Düsseldorf Old and New Town & Solingen Historic Sites Gräfrath and Burg

Den Tennisprofis von Rot-Weiß Erfurt hatten wir schon drei Mal einen Besuch abgestattet und nachdem wir diese Saison auch endlich mal bei unserer Tennisabteilung vom TSV Leuna waren, wollten wir noch einmal die Erfurter spielen sehen – aber diesmal auswärts. Die Wege in der Tennis-Bundesliga sind natürlich recht weit und auch das gleichzeitig in Halle/ Westfalen stattfindende Spiel stand zur Debatte, doch während Halle gegen Aachen spielerisch das größere Highlight war, da meisterschaftsentscheidend, ist die Anlage in Halle weniger interessant, da nicht im Gerry-Weber-Stadion gespielt wird und auch in Sachen Sightseeing ist das extrem hässliche Kaff Halle/ Westfalen klar hinter Düsseldorf einzuordnen.

So brachen wir schon kurz nach vier Uhr morgens in Richtung Landeshauptstadt von NRW auf, die aber auch, passend zum hässlichen Bundesland, nicht allzu viel zu bieten hat. In Düsseldorf bezeichnet man die Mischung von hässlichen 60er bis 80er-Jahre Klötzen und vereinzelten älteren Bauobjekten, die sich unsortierte um die ganz schick von Platanen beschattete Königsallee aufreihen, als Innenstadt. Hier gibt es pervers teure Restaurants und Luxusläden, die selbst den meisten Fans des Rochusclubs zu hochpreisig zu sein scheinen...

Das eigentliche Highlight von Düsseldorf, dem größten deutschen Ort mit der Namensendung „dorf“, ist nicht die lächerliche Altstadt, sondern die Neustadt um den Medienhafen herum. Natürlich auch nicht der gesamte Stadtteil Hafen, sondern nur die spektakuläre Siedlung im Bereich der Hammer Straße und der Hafeninsel gegenüber. Dort steht mehr als ein Dutzend hochwertiger, modernster Gebäude aus Glas und Beton, die man auffälliger kaum hätte gestalten können. Innen sind sie wohl sehr praktisch gestaltet und außen einfach nur asymmetrisch, kurios und interessant. DSC02017 Düsseldorf Der Großteil des Dorfes an der Düssel ist allerdings genauso hässlich wie Köln und dann nicht mal so historisch wie die drei, vier sehenswerten Gebäude des großen Rivalen. Auch in der landschaftlich schönen Ecke Grafenberg sieht es nicht toll aus. Die bergige Waldlandschaft völlig zersiedelt, Billigvillen die wie Pappmache wirken und teilweise nur ein vollwertiges Stockwerk haben hineingeklatscht. Vor einer solchen Siedlung parkt man, wenn man zum Rochusclub will. Früher hatte der Club an einer dem Heiligen Rochus geweihten Kirche gespielt, deshalb Rochusclub. Nun wird am Grafenberg gespielt, was passender ist, denn die Namensbedeutung von Rochus hat mit „Kriegsgeschrei“ zu tun hat, was man bei dem edlen Sport besser bleiben lässt...

Der Grafenberg ist auch eine der besten Anlagen für Tennis in Deutschland. Der Centre Court hat auch eine spektakuläre Tribüne mit 15 Reihen bewachsener Steinstufen auf jeder Seite. Viele Bäume beschatten die Anlage, deren Plätze oft mit Buchsbaum eingefasst sind. Bis auf den Centre Court und die Plätze 2 und 3 sind die Anlagen allerdings ausbautenlos. Und der zweite Wettkampfplatz, Court 3, ist mit einer vierreihigen Obertribüne auch nur auf 600 Leute ausgelegt, was teilweise genauso wenig ausreicht, wie die Tennishalle, in der bei starkem Regen gespielt wird.

Heute trafen aber bei bestem Tenniswetter – OK, vielleicht doch etwas zu warm, aber egal bei Leistungssportlern – der 4. und der 3. der Bundesliga aufeinander. Dieses Jahr machen Aachen und Halle/ Westfalen den Titel völlig unter sich aus, Erfurt und Düsseldorf streiten sich um den Platz dahinter. Diesen sicherten sich die Thüringer, die ohne einen einzigen Thüringer oder anderen Deutschen antreten, mit einer eindrucksvoll souveränen Leistung. Allerdings wussten nicht alle Einzelspiele zu überzeugen: das erste Duell fand zwischen einem schwachen Tschechen Mertl für Erfurt und einem völlig unfähigem slowakischen Pseudo-Profi für Düsseldorf statt und war im ersten Satz kaum mitanzusehen. Aber der Slowake verschoss eine 4:0/5:2-Führung mit 5:7 und 0:6. Der Niederländer Sijsling gab unter dubiosen Umständen schnell auf, sodass Erfurts Sieg schon nach den Einzeln eindeutig war. In den Doppelspielen kamen dann auf beiden Seiten sogar die Ersatzspieler zum Einsatz, u.a. ein junger Deutscher aus einem bekannten Adelsgeschlecht auf der Düsseldorfer Seite. Der hatte allerdings keine Chance gegen einen nun viel besseren Mertl die zusammen mit seinem Landsmann Friedl kurzen Prozess machte. 6:0 und dabei keinen Satz abgegeben – deutlicher kann man nicht gewinnen!

Die Statistiken, die der Rochusclub an die BuLi meldet, stimmen übrigens in zwei Punkten nie: erstens sind die zu blöd die Uhr abzulesen (der Wettkampf dauerte nicht von 11.00 bis 16.50, sondern von 11.20 bis 15.50) und zweitens weiß ich nicht, was denen das bringt, die Zuschauerzahlen völlig hirnverbrannt nach oben zu frisieren (3.500 wäre ausverkauft auf dem Centre Court; selbst bei den ca. 1.200 bis 1.400 Leuten ist ein Spiel auf Platz 3 ein Problem, wenn auf dem Centre Court eine Pause ist). DSC02161 Rochusclub Düsseldorf v Rot-Weiß Erfurt Da der Wettkampf kürzer als normal dauerte, hatten wir viel Zeit für Sightseeing in Solingen. OK, die Stadt selber ist abartig hässlich, aber die Stadtteile Gräfrath und Burg machen echt etwas daher. In NRW, vor allem dem Sauerland, gibt es einige Städte, in denen mit schwarzem Schiefer gedeckte Häuser dominieren. Gräfrath, ein Ortsteil von Solingen, zählt dazu. Der historische Markplatz mit den beiden Kirchen ist dort wirklich sehenswert. Die Parksituation entsprechend an Sonntagen eine Katastrophe: die ohnehin schwachsinnigen Behindertenparkplätze sind die einzigen freien Plätze die man in der Nähe des Marktes findet und stets sind mehrere Parklücken durch bescheuerte Wuppertaler blockiert, die mit ihren fetten Karren zwei Plätze brauchen, da sie zu dumm zum einparken sind. Den zweiten Wuppertaler Vollpfosten parkte ich dann einfach zu und kletterte über dessen Heck raus...

Im Stadtteil Burg dann ein ähnliches Bild aber mehr Parkplätze. Der untere Teil der Ortschaft ist stark von den schiefergedeckten Häusern und Fachwerk dominiert. Oben thront eine historistisch überformte, aber sehr gelungene Burganlage. Die Landschaft ist gebirgig und stark bewaldet. Wäre sie nicht so zersiedelt, wäre es noch schöner. Definitiv ist diese Ecke um Solingen herum neben dem Warburger Raum die beste im Bundesland NRW. Warburg ist allerdings die gesamt gesehen schönste Stadt des Bundeslandes. DSC02266 Solingen-Burg Statistik:
- Grounds: 978 (heute 2 neue; diese Saison: 7 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.862 (heute 1, diese Saison: 6)
- Tageskilometer: 930 (930km Auto)
- Saisonkilometer: 1.780 (1.730 Auto/ 50 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 135 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 366