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Dienstag, 22. November 2022

W3.0098IIId: Wrestling in Wolfenbüttel

WXW We Love Wrestling Tour,

Show in Wolfenbüttel

- Datum: Samstag, 19. November 2022 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Wrestling-Show im Rahmen der We Love Wrestling Tour der Promotion WXW (Westside Xtreme Wrestling)
- Ergebnisse: Niedersachsen Cup Runde 1: Michael Knight besiegt Aytac in 10:45 via Pinfall, Rambo besiegt Massimo Pesca in 7:59 via Pinfall nach einer Powerbomb, Ender Kara besiegt Kevin Lazar in 8:19 via Pinfall nach einem Roundhouse Kick, Fast Time Moodo besiegt Johnny Rancid in 10:10  via Pinfall nach einem Roundhouse Kick, Tag Team Match: Rott und Flott (Nikita Charisma & Michael Schenkenberg) besiegen Nick Schreier & Elijah Blum in 14:52 via Pinfall nach dem Snapchat, Falls Count Anywhere: Jurn Simmons besiegt Heisenberg in 14:45 via Pinfall nach dem Piledriver, Elimination Rules 4-Way-Dance um den Niedersachsen Cup: Michael Knight besiegt Rambo, Ender Kara & Fast Time Moodo in 12:30

- Austragungsort: Lindenhalle Wolfenbüttel (Kap. 500 Sitzplätze, davon 250 heute freigegeben zzgl. 250 Stühle)
- Zuschauer: ca. 350
- Unterhaltungswert: 8,0/10

wXw We Love Wrestling show in Wolfenbüttel

Photos with English commentary (FLICKR):

PROFESSIONALWRESTLING: WXW IN WOLFENBUETTEL

Highlight des heutigen Sporttages: Wrestling in Wolfenbüttel. Vor einer Weile hatte ich mal wieder auf die Website der WXW geschaut – und siehe da: eine Show in meiner Nähe! Die wegen Coronabeschränkungen zwei Mal verlegte Show war nicht überragend, aber doch mit 350 Leuten gut besucht und wurde auf gut dreieinhalb Stunden ausgedehnt. Das Publikum ging gut mit und einige eingefleischte Fans reagierten wieder schön auf entsprechende Provokationen der Wrestler. Immer wieder lustig auch Kinder, die Kämpfer auffordern, ihre Aktionen außerhalb des Rings näher bei ihren jeweiligen Sitzplätzen zu zeigen...

Außerhalb des Rings gab es dieses Mal auch mehr Aktionen, als bei den drei anderen Shows die ich in den letzten Jahren bei der WXW gesehen habe. Mit einem Falls Count Anywhere Match mit dem Einsatz von Klappstühlen, einer Kette und einer Kuhglocke mit Seil auch diesmal ein paar Elemente des Hardcore-Wrestlings. Aber auch dieses Mal kein Blut – solche Formen der Gewaltverherrlichung werden bei der WXW wohl nicht geduldet, wenn doch mal Blut fließen sollte, ist es sicher unbeabsichtigt und eine echte Verletzung.

Eine sehr gute Idee waren auch die vier Einzelkämpfe, deren jeweiligen Sieger (die freilich vorher feststanden, denn Wrestling ist ja ein Showkampf – doch kein Zuschauer weiß, wer gewinnen wird und daher ist es trotzdem spannend!) im letzten Kampf des Abends in einem Jeder-gegen-jeden-Kampf präsentierten. Dazwischen waren noch zwei Kämpfe – dieses Falls-Count-Anywhere-Match mit Storyline und ein Tag-Team-Match mit guten Comedy-Elementen.

Leider kenne ich mittlerweile fast gar keine Kämpfer der Promotion mehr bzw. habe die an diesem Samstag aufgetretenen 14 Kämpfer, abgesehen von Jurn Simmons aus den Niederlande und Johnny Rancid, der als „Sächsischer Pöbel-Punk aus Leipzig-Connewitz“ angekündigt wird, noch nie kämpfen gesehen – bzw. die, die ich aus dem WXW-Kader noch kannte, waren fast alle bei einer gleichzeitig stattfindenden Tour in Kanada. Aber dass einige ehemalige Topp-Leute der WXW nun bei größeren Promotions in den USA kämpfen (Walter von Ringkampf bzw. Walter Hahn ist sogar nun als „Gunther“ bei der WWE in Aktion!), spricht ja auch nur für die Qualität der WXW. Für die 29€ (Preiskategorien waren glaube ich von 25-41€) bekam man also echt was geboten. Die WXW kann ich wirklich nur empfehlen! Veranstaltungen kann der interessierte Groundhopping-Merseburg-Leser hier – vielleicht auch in seiner Nähe – finden!

wXw We Love Wrestling show in Wolfenbüttel

Statistik: [gesamter Samstag]

- Grounds: 3.244 (4; diese Saison: 115 neue)

- Sportveranstaltungen: 4.613 (4; diese Saison: 132)

- Tourkilometer: 210km Auto

- Saisonkilometer: 20.210 (19.210 Auto, davon 0 Mietwagen/ 1.000 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 21 [letzte Serie: 23, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d. h. seit 98 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Dienstag, 7. März 2017

W553IIIb: Spielerische Schlägereien im Stahlwerk

Westside Xtreme Wrestling – We Love Wrestling Tour in Düsseldorf
- Datum: Samstag, 4. März 2017 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Wrestling-Show der wXw
- Matches: Chris Colen besiegt Zack Gibson durch Double Underhook Facebuster nach 11.25, Robert Dreissker bes. Francis Kaspin (Dreissker Bomb, 8.37), Alpha Kevin bes. Julian Nero (La Magistral Cradle, 8.25), Matt Riddle bes. WALTER (Submission in der Bromission, 15.51), Melanie Gray bes. Goldjunge Marius van Beethoven (Submission im Melodram, 10.55), The Massive Product [David Starr & Jurn Simmons] bes. Team RINGKAMPF [Axel Dieter Jr. & Timothy Thatcher] (JML Driver 104 von David Starr an Timothy Thatcher, 21.30)
- Austragungsort: Stahlwerk (Kap. 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Von den Kämpfen her noch besser als die wXw-Show die ich letztes Jahr in Halle gesehen habe – aber dafür leichter Abzug wegen der teuren All-Seater-Regelung, die für den Veranstalter untypisch ist) wXw We Love Wrestling Tour in Düsseldorf Photos with English Commentary:
Wrestling in Düsseldorf: wXw We Love Wrestling Tour

Irgendwie bin ich mal wieder auf Wrestling gekommen: ich schaue ja jetzt doch immer mal, was für Shows von der Oberhausener Promotion wXw anstehen. Düsseldorf lag günstig, also nach dem Futsal gleich hin da. Nach ein bisschen anstehen musste ich an der Kasse feststellen, dass nur noch die teuren Karten für die 2. Reihe da waren (40€) und überhaupt die Karten erheblich teurer waren als in Halle bei der Show. Dort gab es aber auch Stehplätze – wie fast immer bei der wXw – während in dem scheiß Stahlwerk in dieser Asigegend von Düsseldorf nur dekadente Sitzplätze mit Polstern angeboten wurden. Das waren nicht mal richtige Klappstühle! Der eine Wrestler musste einen Stuhl unterm Ring hervorzerren statt wie in Halle einfach jemanden aus der ersten Reihe zum Aufstehen aufzufordern um dann dessen Stuhl gegen den Gegner einzusetzen. Innen sah der alte Industriebau auch nicht besonders toll aus. Aber was solls: Wrestling lohnt sich schon – hohen sportlichen Wert hat es durch die Kraftanstrengung die die durchtrainierten Athleten bei der Show haben, hohen Unterhaltungswert hat es durch seine Albernheit, dass vorher der Sieger feststeht ist nicht so schlimm: man weiß ja nicht wer gewinnt und die Zuschauer sind auch immer lustig. Hinter mir waren mal wieder so Fußball-Rowdys – Fortuna Düsseldorf natürlich – die meinten, die Heels (böse Charaktere) anfeuern zu müssen und einen Kölner Wrestler nach seinen großkotzigen Sprüchen gegen Düsseldorf mit „du bist ein schwuler Kölner, hast Spitzenhöschen an“ zu besingen...

Es gab wie üblich in dem Format 6 Kämpfe. Dazwischen ein paar Showeinlagen mit frechen Sprüchen. Diesmal waren überwiegend Ausländer am Start. Erst gab es ein sehr flottes Match zwischen Chris Colen und Zack Gibson – letzterer aus Liverpool und bei seiner großspurigen Rede vor dem Kampf hörte man das auch an seinem feinen Scouser-Akzent – was ersterer für sich entschied. Dann ein spektakulärer Kampf zwischen dem fetten österreichischen Alpenbauer Robert Dreissker und einem dunkelhäutigen Essener Francis Kaspin, der trotz guter Highflying-Aktionen nicht gewinnen durfte und kräftig auf den Ringboden knallte.

Dann war mal wieder lustige Alpha Kevin aus Köln-Kalk dran und der besiegte den Ösi Julian Nero. Vor der Pause dann noch der Ex-MMA-Kämpfer Matt Riddle aus den USA, der stets in MMA-üblicher Kleidung auftritt, gegen WALTER, der immer so schön altmodisch daherredet, dass sich die Zuschauer am professionellen Ringkampf ergötzen mögen: mit einem Aufgabegriff gewann dann der Ami nach über einer Viertelstunde abwechslungsreichem Kampf. Vorher hatte der kleine Feigling Marius van Beethoven wieder eine große Fresse gehabt: die Düsseldorfer beleidigt, Alpha Kevin beleidigt und dann wollte er wieder kneifen vor einem Kampf und hat gemeint, dass er gegen keinen Mann Backstage antreten werde. So forderte ihn die Wrestlerin Melanie Gray heraus und haute ihm ordentlich auf den Sack. Am Schluss ein Tag-Team-Match: The Massive Product (David Starr, USA & Jurn Simmons, Niederlande) schlugen da Team RINGKAMPF [Axel Dieter Jr., Deutschland & Timothy Thatcher, USA] nach über 20 Minuten starkem hin und her.

Hat sich also mal wieder gelohnt! Im Sommer komm ich bestimmt noch mal – aber dann vielleicht doch lieber die Nachwuchs-Liga in Essen, die kostet viel weniger Eintritt... wXw We Love Wrestling Tour in Düsseldorf Statistik:
- Grounds: 1.865 (1; diese Saison: 186 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.972 (2; diese Saison: 232)
- Tourkilometer: 190 (190km Auto)
- Saisonkilometer: 39.980 (37.600 Auto, davon 650 Mietwagen/ 1.720 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 75, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 553 Wochen.