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Montag, 14. April 2014

W402III: Torreiches Jugendspiel und packendes Abstiegsduell im Thüringer Wald

SG SV Schwarz-Weiß Fambach 1909/ SV Wernshausen 
1919 ................................................................................... 3
Fußball-Sport-Verein Floh/ Seligenthal ......................... 1
- Datum: Sonntag, 13. April 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Kreisoberliga Rhön-Rennsteig (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 98 Min. (50/48) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 13. Jörn Stapf, 1-1 15. Marco Antonio Castaneda Davila, 2-1 78. Stefan Heller, 3-1 91. Stefan Heller
- Verwarnungen: Sebastian Römer (Floh/ Seligenthal)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Famberg (Kap. 2.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 220 (davon 110 Zahlende und ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Besonders in der zweiten Halbzeit packendes Spiel)

SG Wohnsportgemeinschaft Thüringer Wald Zella-Mehlis/ FSV Goldlauter B ....................................... 6
SG SV Dietzhausen/ SV Mäbendorf 1885/ SV Jugendkraft 1903 Albrechts B ................................ 4
- Datum: Sonntag, 13. April 2014 – Anstoß: 10.30
- Wettbewerb: B-Junioren Kreisoberliga Rhön-Rennsteig (4. und unterste Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 6-4 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 4-4
- Tore: 1-0 3. (7), 1-1 13. (8), 2-1 17. (13), 2-2 20. (11), 2-3 22. (11), 3-3 29. (12), 3-4 30. (8), 4-4 36. (7), 5-4 71. (15), 6-4 73. (7)
- Verwarnungen: Nr. 1, 7, 15 (WSG Zella-Mehlis); Nr. 10 (Dietzhausen)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz am Kirchwald (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Herrlich offensives Torfestival)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur League Rhön-Rennsteig: Fambach/ Wernshausen defeat Floh/ Seligenthal
b) Youth League Rhön-Rennsteig: Zella-Mehlis defeat Dietzhausen
c) Thüringer Wald Region: Ebertshausen, Schwarza, KÜHNDORF CASTLE, Wasungen, Trusetal Falls 

Im Landkreis Rhön-Rennsteig gibt es einige Sportplätze in spektakulärer Landschaft. Einen der beiden bekanntesten hatten wir heute auf der Liste. Da uns ein Spiel zu wenig war, fuhren wir schon um 8 Uhr los um noch ein Jugendspiel zu erwischen. Der Sportplatz am Kirchwald von Goldlauter, fast in Sichtweite der JVA gelegen, ist auch in schöner thüringischer Berg- und Waldlandschaft gelegen, aber ist weder spektakulär noch kann er mit Ausbauten aufwarten. Durch Wechselbänke, Bäume und eine Torwand ist die Sicht aufs Feld von der Hauptseite aus, auch teilweise ziemlich eingeschränkt.

Bei so einem Jugendspiel wie heute stellt man sich auch am besten gleich hinter die Tore, denn was die Jugendspielgemeinschaft von Zella-Mehlis/ Goldlauter, ihres Zeichens Tabellenführer der Kreisliga, und der Gegner aus Dietzhausen/ Mäbendorf/ Albrechts (letzterer ist einer der ganz wenigen katholischen Vereine Ostdeutschlands), der Vierter in der Tabelle ist, zeigten, war herrlicher Offensivfußball. In der ersten Hälfte ging es offen hin und her, wobei sich der Torhüter der Gäste leider nicht positiv hervortun konnte, da er die unter Druck stehenden Favoriten immer wieder durch zu Treffern führende Fehler zurück ins Spiel brachte. Beim Stand von 4:4 wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause wurde es ein wenig ruhiger und beide Torhüter zeichneten sich nun gleichermaßen positiv aus. Zum Ende des – trotz regelmäßiger dummer Sprüche von außen und eines nicht immer sicheren Schiedsrichters – fairen Spiels hin, konnte Zella-Mehlis die entscheidenden Konter fahren. Mit dem 6:4 können die Gastgeber wirklich zufrieden sein!  
Die Besichtigungen dieser Sonntagstour legten wir größtenteils auf die Zeit zwischen den beiden Spielen. Wir fuhren über Ebertshausen, wo es eine interessante Fachwerkkirche gibt, nach Schwarza: das Schloss dort ist übel verfallen.

In Kühndorf sieht das ganz anders aus: die einzige Johanniterburg des deutschsprachigen Raumes steht dort! Und die wird mitsamt ihrer herrlichen Türmchen, der schönen Deckenmalereien und verwinkelten Zimmer in Privatinitiative renoviert. Entsprechend hoch ist auch der Eintritt (6€) und ob man immer so einfach zur Besichtigung reinkommt wie wir, ist auch so eine Frage…

In Wasungen gab es noch einige Fachwerkbauten an der überfüllten Hauptstraße und eine historistische Burgruine oberhalb des Ortes am Waldrand zu sehen. Über Umwege (unübersichtliche Streckenführung und mäßige Beschilderung) fanden wir nach Fambach.  
Der sehenswerte Sportplatz Fambach, die Sportanlage am Famberg, liegt außerhalb des Dorfes in Richtung Heßles. Auf dem Berg wurde in den 50ern ein Hang abgetragen und geebnet. Der Rasenplatz ist sehr gut und gar nicht mal so klein, auf drei Seiten ist er von dreistufigen Steintribünen begrenzt und von Bäumen und Hängen umgeben. Auf einem der Hänge ist es etwas lichter, da dort das sehr schöne Sportlerheim Platz findet. Eine Etage tiefer befindet sich noch ein weiterer, allerdings ausbautenloser, Platz. Zwischen den beiden Plätzen stehen noch ein Streetballkorb und ein Tennisplatz. Auf jeden Fall ist die Fambacher Sportanlage eine der schönsten des Landkreises!

Vor einer wirklich ansehnlichen Kulisse von mehr als 200 Zuschauern fand ein wirklich ansehnliches Spiel, das wohl nur die versoffenen Asis auf der Gegentribüne (die auch auffällig entfernt von den anderen Fambachern weg saßen) als „Not gegen Elend“ bezeichneten, statt. Es spielten zwar nur der 13. gegen den 11. von 14 und phasenweise kam der Abstiegskampf stark durch, aber für die grenzwertigen 2,50€ Eintritt bekam man zuerst eine Druckphase der Heimelf, die in einem Stochertor zum 1:0 gipfelte, zu sehen – und dann ein plötzliches Erstarken der Gäste aus dem je nach Fahrtroute 10 bis 20km entfernten Floh-Seligenthal zu sehen. Postwendend glich der Gast aus. Bis weit in die teils kampfbetonte zweite Hälfte hinein stand es unentschieden, ehe Fambach etwas aus seinem Mehr an Chancen machte und mit einem Kopfball hoch ins Eck und einem strammen Schuss ins lange Eck (beide Male traf ein angeschlagen tapfer weiter kickender Spieler) zum 2:1 und 3:1 einnetzte. Der verdiente Sieg verhilft Fambach zum Anschluss an den Nichtabstiegsbereich!

Wir fuhren über den Rennsteig mit Zwischenhalten an den Trusetaler Wasserfällen – wie in Marokko werden die touristisch ausgeschlachtet; aber man kann sich auch einfach davor stellen und kostenlos von außen gucken: keine Ahnung, wofür ich da Eintritt zahlen sollte?! – und Leuna (jetzt mussten wir doch mal den Uludag Imbiss ausprobieren, der auch wirklich gut ist) nach Merseburg zurück.  
Statistik:
- Grounds: 1.096 (heute 2 neue; diese Saison: 125 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.022 (heute 2; diese Saison: 166)
- Tageskilometer: 480 (480km Auto)
- Saisonkilometer: 52.350 (50.920 Auto/ 1.340 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 402

Montag, 13. April 2009

WE142I: Suhl; Sozialismus, Säufer, schöne Aussicht und etwas schwaches Spiel.

1. Suhler SV 3:1 Spg. Bischleben/ Möbisburg
Montag, 13. April 2009 - Anstoßzeit 14.30
Landesklasse West (7. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 1:1
Tore: 1:0 3. Reuter, 1:1 24. Münzberg, 2:1 70. Wohlfahrt, 3:1 88. Reuter
Verwarnungen: Wohlfahrt, Arnold (Suhl) und Helzig (Bischleben)
Platzverweise: keine
Stadion: Auestadion (Kap. 3.500 Stehplätze)
Zuschauer: 150 (davon 20 Gästefans) + 10 Zaungäste
Spielqualität: 3,5/10 (wenig attraktiv)
Tagesunterhaltungswert: 6,5 (ordentlich)

Startpunkt dieser Tour war mal wieder der Merseburger Bahnhof. Diesmal ging es mit Umsteigen in Erfurt nach Suhl. So weit reicht das Sachsen-Anhalt-Ticket, das man eigentlich Mitteldeutschlandticket nennen sollte... In Suhl holte uns Kollege Angelstein vom Bahnhof ab und zeigte uns die Stadt. Das war auch sehr gut so, denn während die Innenstadt mit ihren vielen Plattenbauten und den wenigen historischen Gebäuden - zwei ordentliche Kirchen, ein schönes Rathaus und mehrere Fachwerkgebäude, eines davon beherbergt übrigens das Waffenmuseum - doch recht fußläufig ist, ist das schönste an Suhl, die Berglandschaft, doch nur mit Fahrrad oder Auto zu erschließen. Nachdem wir also bei Angelstein Teetrinken waren, setzte sich dieser ans Steuer seines Wagens, kürzte durch die Fußgängerzone ab, zeigte uns noch ein paar berüchtigte Plattenbauviertel und fuhr uns zur Kapelle auf halber Berghöhe. Von dieser hat man einen schönen Blick auf die Innenstadt. Noch etwas höher, nämlich auf der Bergkuppe mit dem Bismarckturm, hat man dann einen Rundumblick und sieht auch unter anderem das Auestadion, was unsere nächste Stadion sein sollte.
Da Angelstein die Meinung vertritt, dass nur Fußball spielen und nicht Fußball gucken Spaß macht, trennten sich unsere Wege vor dem Stadiontor. Irgendwie lungerten erstaunlich viele Ordner - nämlich vier - vor dem Tor herum. Kontrolliert hat uns natürlich keiner von denen und ausgerechnet der älteste Ordner riss die Karten ein. Der konnte doch kaum den Karton einreißen, mit seinen zittrigen Händen...
Noch schnell eine Roster vom Grill und dann ging das Spiel auch schon los. Kaum waren wir halb um den Platz herum gelaufen, schon fiel das 1:0, glücklicherweise in das Tor, hinter dem wir gerade standen. Der Ausgleich folgte gut 20 Minuten später. Bis zur Pause gab es einige nennenswerte Szenen, unter anderem einen Lattenknaller von Suhl, doch war das Spiel kaum auf durchschnittlichem Niveau.
In der zweiten Halbzeit wurde es dann streckenweise richtig schwach, ehe Bischleben/ Möbisburg mit zwei riesigen Chancen die Suhler wach machte, die 20 bzw. 2 Minuten vor dem Ende mit zwei schönen Toren - erst einem Distanzschuss mit Aufsetzer ins Eck, und dann hervorragend herausgespielt - den Sieg klar machte.
Wir gingen dann nach Abpfiff gleich aus dem Stadion und liefen in die Innenstadt. Der Chinese hatte zu, der Türke auch, das Kartoffelhaus so wie so. Blieb also nur noch eine Kneipe mit wirklich freundlicher Bedienung und ziemlich asozialen Gästen. Aber auch die Besoffenen störten nicht so sehr und der Lammbraten mit Rotkohl und Klößen war ordentlich.
Mit teils überfüllten Zügen ging es wieder via Erfurt nach Merseburg zurück.
Statistik:
Ground Nr. 296 (ein neuer Ground; diese Saison: 66 neue)
Sportveranstaltung Nr. 785 (diese Saison: 152)
Tageskilometer: 330 (310 Bahn, 20 Auto)
Saisonkilometer: 22.090 (12.020 Auto/ 3.650 Bahn/ 3.560 Rad/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 142

Fotos unter:
Sozialistische Bauten und hoch überm Thüringer Wald
Suhler SV gegen Bischleben-Möbisburg