Chemie Volley Mitteldeutschland (Bad Dürrenberg / Spergau) |
3 : 0 |
VSG Lübeck (Lübecker Turnerschaft / Turngemeinschaft Rangenberg) |
- Datum: Samstag, 14. März 2026 – Beginn: 18.00 - Austragungsort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.200, davon 1.000 Sitzplätze; heute geöffnet: 400, davon 300 Sitzplätze) |
TSG Grün-Weiß Löbejün 1925 |
3 : 2 (1:0) |
TSV Leuna 1919 II |
- Datum: Samstag, 14. März 2026 – Beginn: 15.00 - Tore: 1-0 4. Justin Paul Krolzig, 1-1 58. Kevin Strutz, 2-1 67. Nick Moschinski, 3-1 83. Nick Moschinski, 3-2 84. Moritz Böttcher - Verwarnungen: NN (Löbejün); NN (Leuna) - Platzverweise: Sebastian Hunold von Leuna (89. Min. Rot wg. angeblicher Notbremse) - Austragungsort: Sportplatz Löbejün (Kap. 1.650, davon 150 Sitzplätze) |
Paschlewwer SV 1920 (Großpaschleben) II |
0 : 1 (0:1) |
SG Rot-Weiß Elsdorf 1987 |
- Datum: Samstag, 14. März 2026 – Beginn: 12.30 - Tor: 0-1 89. Max Wisotzky - Verwarnungen: 3x Großpaschleben - Platzverweise: keine - Austragungsort: Sportplatz Großpaschleben (Kap. 750, davon 50 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Mit meinen Eltern ging es in die alte Heimat, wobei auf dem Weg dahin noch ein unbekannter Ort besucht wurde. Groß Paschleben westlich von Köthen ist ein typisch anhaltisches Dorf. Die Landschaft ist zwar öde, aber die historische Bausubstanz kann sich echt sehen lassen. Eine große alte Kirche mit historischen Grabsteinen, einige Gehöfte und ein topp saniertes Wasserschloss mit Park. Es beherbergt eine Pflegeeinrichtung. Etwas weiter am Ortsrand, befindet sich ein idyllischer Platz, der zwischen einem Pflasterweg und einem Tümpel von Bäumen umstanden und von einem größeren Sportlerheim flankiert liegt. Auf ein paar Bänken kann man sitzen, unter Vordächern findet man Regenschutz. Bei absolut maßlosen, in Anhalt aber leider üblichen 3€ Eintritt für Kreisklasse, sollte ein bisschen Zuschauerkomfort aber auch sein. Die Eintrittskarten waren noch aus den 80er-Jahren. Ein schönes Relikt. Interessant auch manche Schilder auf der gepflegten Anlage: eine Bande bewirbt z.B. kunstvoll die Vereinsfreundschaft mit dem west-mecklenburgischen SV Blau-Weiß Dobbertin. Die II. Mannschaft vom Paschlewwer SV - diese Schreibweise ist an die dialektale Aussprache angelehnt, was in Deutschland kaum in schriftlicher Form fixiert wird; ich schickte ein Foto des Eingangsschildes mit Vereinsnamen gleich meiner nicht-deutschmuttersprachlichen Freundin zur Erklärung, normal wäre Paschleber (selten Paschlebener) SV - traf auf die I. von der SG Rot-Weiß Elsdorf. Der Gast klar favorisiert und anfangs überlegen, in der zweiten Hälfte war sogar Großpaschleben besser und aktiver vorm Tor, aber es dauerte bis zur 89. Minute, ehe endlich ein Treffer fiel: Natürlich nicht für den Tabellenletzten, sondern den im vorderen Mittelfeld rangierenden Gast. |
Löbejün hatten wir zwar seit 15 Jahren nicht besucht, hatten wegen der Ansetzungen aber nicht genug Zeit, um zu schauen, ob sich etwas verändert hat. Schien beim Durchfahren nicht so: sehenswert wie eh und je, aber einiger Verfall. Im Stadion hat sich etwas getan: Zum Positiven; es wurden Schalensitze in Vereinsfarben installiert, krumm sind die Stehstufen immer noch und der Platz ist eng und uneben wie eh und je - zum Negativen; Die Vereinsgaststätte bietet viel weniger an als vor 15 Jahren, nennt sich jetzt “Conny’s Ostalgie” und sieht auch so aus: beschissenes Preis-Leistungs-Verhältnis; 2,50€ für Discounter-Brühpuller mit Trockentoast und 3,80€ für 0,5 Liter Billigbier bzw. -radler. Für 2€ gab es immerhin schöne Vereinsbecher. 3€ Eintritt im mittlerweile üblichen Rahmen, dafür bekommt man aber auch zahlreiche Sitzplätze und einen sehr guten Blick von fast allen Plätzen aufs Spielgeschehen geboten. Leider noch weniger Zuschauer als in Großpaschleben, diesmal auch außer uns nur vier Leunaer bei diesem weitesten Auswärtsspiel der Kreisliga. Kurios: Die Erste Mannschaft spielte zeitgleich in Piesteritz, dem wiederum weitesten Auswärtsspiel der Landesliga. Leider verloren sowohl die I. Mannschaft (4:2), als auch die II. Mannschaft. Dabei zeigte zumindest letztere eine ganz starke Leistung. Zwar ein früher Rückstand durch einen geschickten Kopfball, aber mit dem Tabellenführer hielt die leider in Abstiegsgefahr befindliche Leunaer Reserve super mit. Kurz vor der Pause wurde vom insgesamt leider ganz schwachen Schiedsrichter ein rotwürdiges Handspiel des Löbejüner Torwarts (über ein Meter vorm Strafraum, beide Fäuste, klare Torchance verhindert) übersehen. So ging es mit 11 gegen 11 bis kurz vor Schluss weiter, als ein gelbwürdiges Leunaer Foul als Notbremse fehlinterpretiert wurde. Die Fehlentscheidungen gegen Löbejün waren zwar ähnlich zahlreich, aber nicht ansatzweise so gravierend und mutmaßlich spielentscheidend. Als es mit 11 gegen 10 weiter ging, stand es mittlerweile 3:2, nachdem Leuna zwischenzeitlich ausglich und sofort nach der Weitschussbogenlampe zum 3:1 wieder herankam. Sehr ärgerlich, zeigt aber, dass Leuna II an sich das Niveau für diese durch Zusammenlegung starke Kreisliga Saalekreis hat! |
Zum Abschluss ging es nach Spergau, denn dort spielte der CV Mitteldeutschland (ehemals VC Bad Dürrenberg / Spergau) als mittlerweile auf Platz 3 abgehängtes Spitzenteam gegen die Spielgemeinschaft Lübecker Turnerschaft / Turngemeinschaft Rangenberg (VSG Lübeck), welche nur mit einem Sieg noch richtige Chancen auf den Klassenerhalt haben dürfte. Für im Vergleich mit anderen Sportarten günstige 5€ Eintritt (immerhin ist das eine halbprofessionelle 3. Liga, bundesweit in 4 Staffeln geteilt - USC MD hat sogar nur 4€ verlangt) konnte man auf der Obertribüne Hauptseite sitzen oder stehen. Traurig, wenn man heute die nicht einmal 150 Zuschauer sieht, die sich da verlieren. 1. Volleyballbundesliga spielte der Verein vor teils über 1.000 Fans auf allen verfügbaren Unter-, Hintertor- und Gegentribünen. Dafür bekam man heute ein trotz 3:0 Sätzen spannendes und enges Spiel geboten. Lübeck startete sogar viel besser ins Match und führte anfangs deutlich, der CVM schaffte aber eine erfreuliche Drehung des ersten Satzes und ein 25:23 nach fast einer halben Stunde. Die teils wirklich langen und spektakulären Ballwechsel und Rettungsaktionen setzten sich auch in den folgenden beiden Sätzen fort, wobei der zweite mit dem 25:21 schon deutlicher vom CVM bestimmt wurde. Im dritten Satz demontierte der Gastgeber den Gast anfangs, doch trotz Führungen wie 11:4 gaben sie den Satz am Schluss noch fast aus der Hand: 23 zu 23, zwei Matchbälle vergeben, aber am Ende ein 27:25! Wir steckten beim Gehen noch ein paar der schönen Werbebroschüren im Eingangsbereich ein. Diese drehten sich ums Wohnen in Leuna - wenn man Ahnung hat, weiß man sowieso, dass die Wohnqualität in vielen Industriestädten in Deutschland sehr hoch ist, aber Leuna ist von den Industriestandorten der attraktivste, den ich kenne, trotz Wolfsburg! Dann gingen wir noch beim Asiaten in der Rathausstraße (Bambus) gut und relativ günstig essen. Im März komme ich sicherlich noch mal zu einem Heimspieltag, sonst spätestens nach Ostern im April. Leuna und der TSV sind halt immer einen Besuch wert! |
Statistik: - Grounds: 3.954 (1; diese Saison: 111 neue) - Sportveranstaltungen: 5.589 (3; diese Saison: 163) - Tourkilometer: 340 km Auto - Saisonkilometer: 49.370 (27.100 Flugzeug / 20.160 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 2.110 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5 [letzte Serie: 73, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 271 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |





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