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Dienstag, 16. August 2022

W3.0083I: Ein gewöhnliches Frauenspiel in einem ungewöhnlichen Stadion

SG 99 Andernach (Frauen)

2:0 (2:0)

1. FC Union Berlin (Frauen)

- Datum: Mittwoch, 3. August 2022 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Testspiel (2. Frauen Fußballbundesliga gegen Frauenfußball Regionalliga Nordost; 2. gegen 3. Spielklasse)
- Ergebnis: 2-0 nach 90 Minuten (45/45) – Halbzeit: 2-0

- Tore: NN

- Gelbe Karten: keine

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Stadion Andernach (Kap. 3.000 Stehplätze, zzgl. 3.000 gesperrte Stehplätze und 500 gesperrte Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon wohl keine Gästefans aber ca. 10 neutrale Hopper)
- Spielbewertung: 2,5/10

SG Andernach FR 2:0 Union Berlin FR

Photos with English commentary (FLICKR):

Women’s Pre-Season Match: Andernach vs. Union Berlin

Ein paar Tage nach der gehypten EM bekamen die wenigen Interessierten, von denen ein erheblicher Teil mehr am Stadion interessierte Groundhopper wie mein Hoppingkollege aus dem Westerwald und ich, waren, ein typisches Frauentestspiel zu sehen. Bei freiem Eintritt verloren sich kaum mehr als drei Dutzend Zuschauer in dieser schönen, aber aufgrund von Baufälligkeit zum Teil gesperrten Anlage in Andernach. Highlight ist die (allerdings komplett gesperrte) überdachte Holztribüne. Die Männer- und Jugendmannschaften wollen oder dürfen den Rasen normalerweise nicht benutzen (Diskriminierung oder sind die Männer so doof und wollen nur auf Kunstrasen spielen?) – die Frauen spielen zumindest bei halbwegs gutem Wetter aber immer im Stadion. Ich habe sie nur im Winter während des zweiten Lockdowns ein paarmal auf dem Nebenplatz verfolgt. Da kann man so schön von außen zugucken, wenn man mal wieder ausgesperrt wurde als potenzielle Virenschleuder...

Alle drei Spiele auf dem Kunstrasen waren übrigens besser als dieser Kick zwischen ihnen (2. Bundesliga) und Union Berlin (Regionalliga). Den Gast habe ich vor ein paar Jahren auch mal gesehen und fand auch dieses Spiel besser als heute. Hier plätscherte es einfach wenig ansehenswert vor sich hin und Andernach gewann verdient durch zwei Treffer in Hälfte eins mit zwei zu null.

SG Andernach FR 2:0 Union Berlin FR

Statistik:

- Grounds: 3.152 (1; diese Saison: 23 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.508 (1; diese Saison: 27)

- Tourkilometer: 100 (100km Auto)
- Saisonkilometer: 4.150 (4.930 Auto, davon 0 Mietwagen/ 220 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 74 [letzte Serie: 164, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 83 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Dienstag, 7. September 2021

W3.0035VI: Ausflug nach Montabaur

TuS Montabaur 1846/1912 ................................. 1
SG 99 Andernach ................................................ 5

- Datum: Sonntag, 5. September 2021 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Rheinlandliga (6. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-5 nach 99 Minuten (50/49) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 45.+1 Kubatta, 0-2 55. Oligschläger, 1-2 60. Weiser, 1-3 67. Oligschläger, 1-4 85. Kossmann, 1-5 89. Zeneli
- Gelbe Karten: NN, NN (Montabaur); Reintges (Andernach)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Mons-Tabor-Stadion (Kap.: 3.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 40 Gäste, Zahlende: angeblich nur 69)
- Spielbewertung: 6,5/10 TuS Montabaur 1846/1912 1:5 SG 99 AndernachPhotos with English Commentary:
a) 6th Division Football: Montabaur vs. Andernach
b) Sightseeing in Westerwald Region: Montabaur

Am Sonntag entschied ich mich gegen eine Radtour und eine Tour ins benachbarte Ausland hatte sich vorher zerschlagen, sich weil der Mitfahrer nicht konnte. Am Ende nutzte ich die interessante Ansetzung in Montabaur. Bald steht ja eh wieder ein Lockdown an, wie im Radio von Prof. Dr. Experte Drosten zu hören war – und das Mons-Tabor-Stadion eignet sich nicht für Zaungäste, zumal ja die Rheinlandliga sicher bei angeblich vollen Intensivstationen im Herbst wieder zwangspausiert. Aber aktuell: Schon allein die Auswahl am Grillstand (Rindswurst, Pommes, Rummel-Süßigkeiten etc.) lohnt das Betreten der Anlage in Montabaur. Für Rheinlandliga sind 6€ auch nicht so hoch. Außerdem bietet der hohe Wall mit den paar Reihen Stehstufen und dem schicken Sprechertum einen tollen Blick über den Platz bis hinüber zum Wahrzeichen der Stadt im Westerwald: dem Schloss!

Auch die Partie lohnte das Kommen. Leider aber erschreckend, wie TuS Montabauer nach dem 0:1 gegen Ende der ersten Hälfte unterlegen war. Kurz vorher wurde einer ihrer Spieler ungestraft umgenietet. Der Ersatzmann noch nicht richtig auf dem Platz nutzte Andernach das zum 0:1. Ab da gab auch nicht nur Montabaur, sondern auch der Schiri samt Assistenten die Partie aus der Hand. Montabaur revanchierte sich – völlig verständlich – für das Foul mit kräftigem Geholze, kassierte aber bald das 0:2 nach dem Seitenwechsel. Zuvor wurden Andernach zwei Mal sehr zweifelhaft Tore aberkannt. Dann kommt Montabaur irregulär zum Ehrentor (Ball war mindestens 10cm, also nicht nur voller Umfang, sondern noch mehr als eine Hand breit, im Toraus, bevor der hineingeflankt wurde!) und kassiert dann doch nach und nach drei saubere Gegentreffer zum 1:5 Endstand. So spielt ein Absteiger... Montabaur Vor dem Spielbesuch parkte ich schon lange vor Anpfiff am Stadion und lief von da in die Altstadt. Dort gibt es recht viel Fachwerk, Reste einer Stadtmauer, eine interessante Kirche sowie v. a. das spektakuläre Schloss (von 7-18 Uhr geöffnet für Besichtigung der beiden Innenhöfe, die Gebäude sind geschlossen für Touristen, da Tagungs- und Weiterbildungsstätten sowie Hotelanlagen) zu sehen. Der Name scheint auch direkt abgeleitet von Mons Tabor, dem Berg Tabor in Israel, der wegen der Verklärungsgeschichte (da wo Jesus mit dem weißen Gewand rumschwebte) bedeutsam ist. Sehr originell auch in dem Teil der Innenstadt, der von Nachkriegsarchitektur verschandelt wurde, ein Denkmal: die Schusterjungen-Skulptur, über die bei Wikipedia steht: „An die große Zeit der Schuhmacherhandwerks in Montabaur erinnert seit Juni 1985 die Skulptur des Schusterjungen von Ernemann Sander an der Ecke eines Hauses auf dem Konrad-Adenauer-Platz, die viertelstündlich in Richtung des gegenüberliegenden Rathauses „den Vogel zeigt“.“
Sehr passend diese Symbolik, gerade in der jetzigen Zeit eines weltweiten und auch in Deutschland sehr schlimmen politischen Irrsinns – oder wie es beim Fußball in einem Gespräch hieß:
Typ 1: „...dann muss man sich halt in der Politik engagieren, um was zu verändern oder Schlechtes zu verhindern, da hat sie [wohl die Tochter von Typ 2] ganz Recht...“
Typ 2: „Ach vergiss es, du veränderst gar nichts mit politischem Engagement in diesem Sumpf. Ich würde mich schämen, wenn sie wirklich in eine Partei eintritt und ich, wenn mich einer fragt: ,Was arbeitet deine Tochter denn jetzt‘ sagen müsste: ,Sie ist Politikerin, Landtagsabgeordnete, bla bla‘. Überbezahlte Lügnerin und Gender-Grünen-Gaga-Vertreterin würde da besser passen...“
Oder Lockdown-, Verbots- und Gängelungsfetischistin, möchte ich da ergänzen. Ich würde mich ja als Elternteil für einen solchen Beruf genauso schämen. Oder wie es ein Bekannter vor einigen Wochen beim Fußball bereits treffend ausdrückte: „Wird der Junge Politiker, wird er enterbt. Ich unterstütze den bei jedem noch so irren legalen Job – ob Stuntman oder Seiltänzer. Aber bei so etwas unseriösem wie „Politiker“ verstehe ich keinen Spaß! Soll er eine Table-Dance-Bar aufmachen! Besser Geschäftsführer von so einem zweifelhaften Etablissement als Politiker...“
Klar ist auch im Umfeld der Fußball- und v.a. anderen Sportvereine die Mehrheit dumm genug, immer weiter die Gängelungs- und Verbotsparteien zu wählen, die ab Oktober wieder den Sport zerstören werden für die paar Ungesunde, die die Grippe dann halt erwischt. Aber es ist schon auffällig, wie in letzter Zeit immer mehr Sportfreunde so schimpfen in den nicht-spielrelevanten Privatgesprächen, wie ich oder z. B. ein Kumpel aus Lindlar das in solchen Gesprächen seit März 2020 schon machen. Ich rechne trotzdem damit, in vier bis sechs Wochen wieder keinen normalen Spielbetrieb mehr in Deutschland erleben zu können, v. a. da seit mehreren Tagen massiv Propaganda durch die bekannten Figuren des Panikorchesters betrieben wird, dass Einschränkungen kommen, wenn nicht alle geimpft sind bis Herbst. Und ein Widerstand der Vereine gegen Lockdown Nr. 3 ist nicht zu erwarten. TuS Montabaur 1846/1912 1:5 SG 99 Andernach Statistik:
- Grounds: 2.877 (1; diese Saison: 63 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.173 (1; diese Saison: 73)
- Tourkilometer: 150 km (150km Auto)
- Saisonkilometer: 9.000 (7.800 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0 Flugzeug/ 1.200 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 17 [letzte Serie: 99, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 35 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Dienstag, 16. März 2021

W3.0010.II: Diesmal ein torreiches Testspiel der Andernacherinnen

SG 99 Andernach (FR) ........................................... 5
Borussia Mönchengladbach (FR) .......................... 2

- Datum: Sonntag, 14. März 2021 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Testspiel (2. Frauenfußball-Bundesliga Süd gegen Nord)
- Ergebnis: 5-2 nach 90 Minuten (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 12. Biskup, 0-2 32. Fohrer, 1-2 54. Umbach (Elfmeter), 2-2 56. Hornberg, 3-2 65. Umbach, 4-2 82. Umbach, 5-2 87. Poppe
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Kunstrasenplatz Großfeld des Stadions Andernach (Kap.: 300 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 35 (ca. 15 Offizielle innen und knapp 20 Zaungäste, davon ca. 4 Gladbacher)
- Spielbewertung: 7,0/10 (Richtig gute Partie mit überraschender Wendung)
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,0/10 (Sehr gute Sicht durch Zaun, gute Fotomöglichkeiten, ganz gute Anzahl Plätze am Zaun, wenige und zurückhaltende Sicherheitskräfte) SG 99 Andernach FR 5:2 Borussia Mönchengladbach FR Photos with English Commentary:
a) Women’s Football Friendly: SG 99 Andernach vs. Borussia Mönchengladbach
b) Andernach, Leutesdorf & Rhine River

Am Sonntag lagen die Besichtigungen überwiegend vor dem Spielbesuch. Am Nordrand von Andernach gibt es, wenn man die Steigung mühsam wie ich mit dem Rad oder bequemer mit dem Auto hochfährt, einen interessanten Ort. Die Krahnenburg. Das ist ein Ausflugslokal von 1885 im historistischem Stil – bzw. das, was von dem Bau noch übrig ist nach Herabwirtschaftung und Vekauf. Als die CDU Andernach hier die Übernahme der Krahnenburg durch einen lokalen Unternehmer noch abfeierte, hatte ihre Chefin in Berlin noch nicht den dummen Einfall, das ganze Land wider den Grundsätzen seiner Verfassung auf Geheiß wirrer Fachidioten wegen eines chinesischen Virus vor die Wand zu fahren. Doch wie so oft bei solchen Projekten: Ob Herzensangelegenheit oder nicht – ob nun eine globale Krise oder nicht; es geht den Bach runter...  Und wenn es nun den Bach runter geht – auch dieser Artikel ist von vor Merkels Ermächtigung – dann muss wieder kräftig Gegenrede gehalten werden, ohne dass das wirklich überzeugen würde. Nun, März 2021, sehen wir weiterhin: nichts. Die Krahnenburg verfällt weiter vor sich hin. Ist aber dennoch nett anzusehen. Und die Aussichtspunkte um die Burg herum sind spektakulär uns besuchenswert. Andernach Ich fuhr dann wieder runter, Zwischenstopp bei einem Döner und ab zum Stadion. Auf dem Nebenplatz war diesmal Borussia Mönchengladbach zu Gast. Die Zweitligafrauen, wohlgemerkt. In Andernach dürfen Männer und Kinder maximal in Kleingruppen trainieren – nur die Frauen können sich Hoffnungen auf Wettkämpfe machen. Den Wahlergebnissen nach zu urteilen, ist das aber gewünscht. Die einzigen, die das Grundgesetz noch interessiert, sind FDP und Freie Wähler – und die haben nur 12 % der Wahlberechtigten gewählt.

So wird es noch weiter dauern, bis entweder Vernunft einkehrt oder alles eskaliert – bis dahin vertrieben sich wieder gut 20 Zaungäste die Zeit am Andernacher Maschendraht. Das Spiel diesmal richtig gut. Viel Bewegung viele Torszenen, Andernach aktiver, doch Gladbach mit zwei überraschenden Treffern. Die hatten ein paar interessante Nationalspielerinnen – Sarah Abu Sabbah spielt für Jordanien und Veweziwa Kotjipati für Namibia – doch das nutzte denen alles nichts, denn nach der Pause drehte Andernach das Spiel komplett. Ein Elfer zum 1:2 und dann schnell der Ausgleich. Die Einwechslungen der Gladbacherinnen schwächten die Mannschaft eher und die Abwehr wurde nun überrannt: 5-2 am Ende. Starke Leistung der SG 99!

Während des Spiels hatte ich ja mit Tobias wieder gute Unterhaltung, aber auch hier übrigens wieder ein interessantes Gespräch nebenbei gehört: Warum verdienen Fußballerinnen deutlich weniger als Fußballer und bekommen auch weniger Prämien – im Gegensatz z. B. zu Wintersportarten, Volleyball oder einigen Randsportarten. Die Erklärung des offenbar intelligenteren Gesprächspartners war, dass z. B. Frauenvolleyball mindestens so populär wie Männervolleyball ist (man vergleiche hierbei Zuschauerzahlen vor Beginn der Chinagrippehysterie oder auch aktuell Fernseheinschaltquoten) – aber beim Fußball eine viel größere Diskrepanz in der Beliebtheit und Anerkennung der Spielerinnen (w) im Vergleich zu den Spielern (m) vorhanden ist. Ich habe auch z. B. noch nie Frauen schlecht über Volleyballerinnen reden hören – aber über Fußballerinnen schon. Dazu passt dieser knappe Artikel, der den wie immer skandalisierenden Medien den Wind aus den Segeln nehmen will, sehr gut: Die Kernaussage kommt am Ende mit „Ein Spieler kann maximal nur das verdienen, was er für den Verein auch erwirtschaftet ... Würden gleiche Gehälter gezahlt werden, wäre das eine Form der Subventionierung.“  SG 99 Andernach FR 5:2 Borussia Mönchengladbach FR Statistik:
- Grounds: 2.774 (0; diese Saison: 116 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.028 (1; diese Saison: 146)
- Tourkilometer: 110 (110km Rad)
- Saisonkilometer: 37.140 (26.410 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 2.890 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 10 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].