Samstag, 24. Februar 2018

W604III: Kreispokal im Westerwald

SG Deutsche Jugendkraft St. Katharinen 1927/ 
SV Vettelschoß-Kalenborn 1924 ...................... 2
Spielvereinigung Steinefrenz/ Weroth ............. 1
- Datum: Samstag, 24. Februar 2018 – Beginn: 15.30
- Wettbewerb: Kreispokal Westerwald-Wied, sogenannter Bitburger Kreispokal für die A-/B-Klassen (3. Runde; beide Teams Kreisliga A, Westerwald-Wied; 8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 94 Min. (46/48) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 38. NN, 1-1 39. NN, 2-1 74. Foulelfmeter
- Gelbe Karten: Esser (St. Katharinen)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz am blauen See (Vettelschoß; Kap. 1.040, davon 40 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 12 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Unterer Durchschnitt) SG St. Katharinen/ Vettelschoß/ Kalenborn 2:1 SpVgg Steinefrenz/ Weroth Photos with English Commentary:
a) District Cup: St. Katharinen/ Vettelschoß/ Kalenborn vs. Steinefrenz/ Weroth
b) Westerwald: Alt-Rennenberg Castle Ruin, Bruchhausen Pilgrimage Church, Vettelschoß Chapel

Temperaturen um die Null Grad, Wind - aber Sonne, kaum Eis- und Schneereste und völlig trocken. Für eine winterliche Radtour also beste Voraussetzungen. Da in der Region Mittelrhein keine gescheiten Fußballspiele an Samstagen ausgetragen werden, ging es ins benachbarte Rheinland-Pfalz. Im Westerwald gab es mehrere Pokalspiele, wobei die Wahl auf ein Spiel in Vettelschoß fiel. Dort trafen der 13. und Vorletzte und der 1. der Kreisliga A in der Runde der letzten 16 aufeinander. Klare Sache? Von den Chancen her schon, doch der Favoritz Steinefrenz/ Weroth machte keinen Ball vorne rein. Kurz vor der Pause kassierten sie sogar – mit der ersten Chancen im dritten Angriff der Gastgeber – das 1:0. Postwendend zwar der Ausgleich, doch in der schwachen und ereignisarmen zweiten Hälfte zeigte der Gast fast nichts mehr und der Underdog von der SG Sankt Katharinen/ Vettelschoß/ Kalenborn erzielte das 2:1 vom Punkt. Glücklich, bei der Konstellation aber nicht unverdient. Schade bei dem Spiel: der Kunstrasenplatz hat außer zwei originellen Wartehäuschen die als Tribüne umgebaut wurden und einem kleinen Graswall nichts zu bieten – auch wenn der Name „zum blauen See“ schöneres erwarten lässt. Der blaue See ist ein uninteressanter Tümpel mit Freizeitanlagen unterhalb des eher gesichtslosen Sportplatzes. Wenn man bedenkt, dass der Westerwald viel schöne Landschaft zu bieten hat, ist man immer wieder erschrocken, wie wenig landschaftlich schöne Plätze es dort gibt. Das ist in umliegenden Regionen wie Siegerland, Eifel oder Pfalz ganz anders und im Thüringer Wald, der sächsischen Schweiz, Schwarzwald etc. auch. Nur den Harz, der noch erheblich schöner als der Westerwald ist, fand ich von den Sportstätten her (bis auf einige alte Stadien v.a. auf der östlichen und südlichen Seite) genauso enttäuschend. SG St. Katharinen/ Vettelschoß/ Kalenborn 2:1 SpVgg Steinefrenz/ Weroth Apropos Sehenswürdigkeiten: über Rheinbreitbach, wo das danach anvisierte Testspiel um 18 Uhr nicht stattfand, ging es durch Waldstücke in den Westerwald hoch. In Bruchhausen war eine Pilgerkirche baulich sehr sehenswert. Besonders wurde dort ein, allerdings schlecht beleuchtetes und spiegelndes, Barockgemälde, was den Totentanz darstellt, hervorgehoben. Unweit von Vettelschoß befindet sich die Burgruine Alt Rennenberg. Die Verbotsschilder einfach ignorieren – der unfähige Burgverein hat sich aufgelöst oder kümmert sich nicht mehr um die Anlage: die Wege sind eine Zumutung, aber wer nicht geh- oder geistig behindert ist, kommt da unfallfrei hoch. Das letzte Stück habe ich das Rad aber getragen, ansonsten bin ich selbst bei vereisten Stellen mit Crosstechnik gefahren – einmal musste ich halt bei Tempo 15 oder so mit einem Bein auf dem Boden um eine Kurve sliden... Bei den Schneeresten auf der Ruine Alt Rennenberg verkniff ich mir aber Kletterei auf den Mauern. Drei Radfahrer mit Fatbikes besichtigten auch die ansehnliche aber sehr kleine Burg auf dem Bergkegel. Die Orte der Spielgemeinschaft St. Katharinen, Vettelschoß und Kalenborn selber sind dann durch Gewerbe und gesichtslose Einfamilienhütten geprägt. In Entwicklungsländern sind solche baulichen Offenbarungen je nach Region Wellblechhütten, Lehmhäuschen oder Strohhütten – ist zwar im Westerwald natürlich komfortabler und moderner, sieht aber genauso beschissen in die Landschaft geknallt aus. Nur eine Fachwerkkapelle in Willscheid, das mit Vettelschoß zusammengewachsen ist und dahin eingemeindet wurde, weiß zu gefallen. Alt Renneberg castle ruin Statistik:
- Grounds: 2.120 (1; diese Saison: 139 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.277 (1; diese Saison: 172)
- Tourkilometer: 70 (70km Rad)
- Saisonkilometer: 34.900 (22.390 Auto, davon 4.280 Mietwagen/ 10.460 Flugzeug/ 2.050 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 66 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 604 Wochen.

Keine Kommentare: