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Dienstag, 28. Februar 2023

W3.0113III: 3 Spiele in 3 Bundesländern; Leuna siegt souverän beim Verfolger + U15-Kreispokal im Umland von Sömmerda + Torreiches Handballspiel im Nordwest-Harz

Der neue Wagen – freilich ein alter, also gebrauchter, da ich keine Kredite mag und auch noch weiterhin viel reisen will, und dann dementsprechend keine so hohen Beträge für eine Neuanschaffung habe – wollte eingefahren werden. Eine angedachte Tour nach NRW platzte kurzfristig, so war aber ein ausgiebiges Einfahren in Thüringen und Sachsen-Anhalt möglich. Klar stellte ich dabei noch mehr Mängel als vor Ort schon beim Kauf fest – und natürlich fand die Werkstatt in Braunschweig noch mal mehr. Aber dazu schreibe ich später mal mehr.

Lossatal Großneuhausen / Sprötau / Olbersleben C 1:6 FC an der Fahner Höhe / Bad Tennstedt C

SG SV Lossatal Großneuhausen 1990 / Sprötauer SV 1947 / Olberslebener SV 1914 (C-Jugend)

 

 1:6

SG FC an der Fahner Höhe / TSV 1861 Bad Tennstedt (C-Jugend)

- Datum: Samstag, 25. Februar 2023 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: C-Jugend Kreispokal Erfurt/ Sömmerda, Runde der letzten 16 (C-Junioren Kreisliga gegen Kreisoberliga Erfurt/ Sömmerda; 4. und unterste Spielklasse der U15 gegen 3. Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 1-6 nach 70 (35/35) Minuten – Halbzeit: 0-3

- Tore: 0-1 1. Erbstößer, 0-2 13. Ehrig, 0-3 30. Blankenburg, 0-4 48. Rebischke, 0-5 60. Niedlich (Elfmeter), 1-5 65. Beetz (Elfmeter), 1-6 69. Keller

- Gelbe Karten: je 1x

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Kurz-Holze-Sportplatz (Kap. 825, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10

Photos with English commentary (FLICKR):

a) Under-15 Cup in Großneuhausen

b) Sightseeing in Großneuhausen & Kleinneuhausen

Über den teils verschneiten Harz ging es ins schneefreie aber nasskalte Kyffhäuservorland, deutlich nördlich von Erfurt. In Großneuhausen gibt es einen ganz idyllischen Sportplatz mit sehr schön gestaltetem Sportlerheim und ein paar Bänken. Dort spielten heute die C-Junioren der örtlichen Spielgemeinschaft gegen die Klassenhöheren Fahner Höhe/ Bad Tennstedt und gerieten gleich nach Anstoß in Rückstand. Es wurde auch nicht besser über das gesamte Spiel, da die Partie doch recht deutlich vom Gast bestimmt wurde. Nur ein Ehrentreffer vom Punkt gegen den mittlerweile eingewechselten Ersatztorwart der Gäste war noch drin: 1-6 am Ende auch verdient.

Ich lief dann noch durchs Dorf, was eine sehr ansehnliche Ortsmitte mit sanierten Gehöften, großem Teich mit kunstvollem Denkmal und Kirche hat.

In Kleinneuhausen ist nicht nur alles kleiner, sondern auch ungepflegter. Die Kirche ist baulich interessant, aber grau und etwas heruntergekommen.

Den Test für den Allradantrieb nahm ich dann auf dem Weg nach Ellersleben vor: Krass wie tief der ausgefahren ist und wie schlammig...

Marienthal (An der Poststraße)

Eckartsbergaer SV Herrengosserstedt

1:4

TSV Leuna 1919

- Datum: Samstag, 25. Februar 2023 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 7 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-4 nach 95 (47/48) Minuten – Halbzeit: 1-4

- Tore: 0-1 17. Piehler, 0-2 23. Ahlert, 0-3 26. Ahlert, 1-3 45.+1 Meyer, 1-4 59. Mehmetaj

- Gelbe Karten: Braune (Herrengosserstedt); Ahlert, Hähnel, Gumbrecht (Leuna)

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportplatz am Kalkberg Herrengosserstedt (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Photos with English commentary (FLICKR):

a) FOOTBALL IN BAD WEATHER: HERRENGOSSESTEDT VS. TSV LEUNA

b) Sightseeing in Burgenlandkreis District: Burgholzhausen, Marienthal, Braunsroda

Dann ging es nach Sachsen-Anhalt rüber. Ich machte ein paar Fotos in Burgholzhausen, Marienthal (tolles Schloss dort, wo man u.a. Ferienwohnungen mieten kann) und Brausnroda. Dann ging es im einsetzenden Schneefall nach Herrengosserstedt.

Das eigentlich im November angesetzte Spiel fand aus fadenscheinigen Gründen damals nicht statt. Heute bei schlechterem Wetter lief die Partie zum Glück an. Mittlerweile schön überpudert vom Schnee, war der Platz schwer bespielbar für den Tabellenzweiten und den Tabellenführer. Warum der Gastgeber relativ dicht (6 Punkte) hinter Leuna stand, war aber unklar: denn Leuna dominierte die komplette erste Hälfte. Trotz ständiger Abseitswinkerei gelangen drei souverän erzielte Tore. Mit unsauberem Einstieg gelang auch Herrengosserstedt noch kurz vorm Seitenwechsel ein Treffer.

Die sehr gute Partie verflachte in Hälfte zwei und Leuna erzielte noch den wichtigen vierten Treffer, ehe ein weiteres Tor wegen angeblichen Abseits aberkannt wurde. Man hört es schon raus: Ich war nicht mit dem Schiedsrichtergespann zufrieden. Auch die Vereinsbrille weggelassen: Der Unparteiische aus Bad Kösen – warum auch immer der in Herrengosserstedt gegen Leuna eingesetzt wird – glänzte wieder einmal durch seine Arroganz. Wie in jeder Partie, in der ich ihn pfeifen sehe. Abgesehen davon, dass er menschlich nicht einmal Kreisklasse pfeifen sollte – die fachlichen Leistungen sind auch für die Landesebene überhaupt nicht ausreichend. Seit Monaten habe ich keine derart schlechte und zudem einseitige und willkürliche Leistung mehr gesehen! Auch die Show des einen Linienrichters gegenüber einem meckernden Gästefan (nein, ich war das diesmal nicht!) war völlig unnötig. Einfach nur schlecht, wie hier in einem fairen Spiel die noch fairer spielende und völlig überlegene Mannschaft 3 unberechtigte gelbe Karten erhielt und mindestens ein reguläres Tor gestohlen bekam.

Dass Leuna zu elft zuende spielte und den Verfolger so souverän in die Schranken wies, verdient aber besondere Anerkennung. So kann es weitergehen – eine ganz starke Leistung!

Eckartsbergaer SV Herrengosserstedt 1:4 TSV Leuna 1919

HSG Langelsheim/ Astfeld

39:33

SV Fortuna Lebenstedt

- Datum: Samstag, 25. Februar 2023 – Beginn: 19.15
- Wettbewerb: Regionsoberliga Südost-Niedersachsen, Staffel 2 (7. Spielklasse im Handball, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 39-33 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 18-12

- Statistiken: Verbandswebsite 

- Austragungsort: Sporthalle Langelsheim (Kap. 500, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 300 (davon ca. 20 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Photos with English commentary (FLICKR):

Handball in Langelsheim: Langelsheim/Astfeld vs. Salzgitter-Lebenstedt

Zum Abschluss des Tages gab es nun auch im dritten Bundesland ein drittes Spiel. Im niedersächsischen Nordharz trafen die Handballer von Langelsheim/ Astfeld und Fortuna Salzgitter-Lebenstedt aufeinander. Die Halle war gut besucht. Es wurden 3€ kassiert. Stimmung gab es zwar nicht, aber das flotte Spiel riss doch den ein oder anderen Zuschauer mit – wenn er nicht gerade die unerzogenen Spielerkinder, die über die Tribüne tobten, zurechtwies...

Der Gastgeber führte eigentlich durchgängig immer mit ein paar Toren, sodass der Sechs-Tore-Vorsprung in einem 39:33-Sieg endete.

HSG Langelsheim/ Astfeld 39:33 Fortuna Lebenstedt

Statistik:

- Grounds: 3.303 (2; diese Saison: 174 neue)

- Sportveranstaltungen: 4.691 (3; diese Saison: 210)

- Tourkilometer: 430km Auto

- Saisonkilometer: 41.810 (29.160 Auto, davon 6.020 Mietwagen/ 1.930 Fahrrad/ 10.800 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19 [letzte Serie: 7, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 113 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 23. Mai 2011

W251II: 6 Stunden Fußball im südwestlichen Burgenlandkreis

Freizeitfußballturnier der Füchse Hassenhausen
Datum: Samstag, 21. Mai 2011 – Beginn: 9.30
Wettbewerb: Kleinfeldfußballturnier für Freizeitmannschaften (6 gegen 6 Spieler, 1x10 Minuten)
Sieger: Werder Bremen Fanclub Mitteldeutschland
Finale: WFCM 2:1 Füchse Hassenhausen 
Spielort: Bolzplatz Hassenhausen (Kap. 200, davon 10 Sitzplätze)
Zuschauer: 20 Fans + 100 Aktive
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ansehnliches Turnier mit ordentlicher Spielqualität und netter Atmosphäre)

Eckartsbergaer SV II 4:1 SG Eintracht Lossa II
Datum: Samstag, 21. Mai 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenlandkreis, Staffel 1 (11. Liga, 6. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 4:1 nach 89 Min. (44/45) – Halbzeit: 3:0
Tore: 1-0 24. (16), 2-0 33. (9), 3-0 40. (4), 3-1 59. (4), 4-1 72. (Foulelfmeter, 11)
Verwarnungen: mindestens 1x Lossa
Platzverweise: keine?
Spielort: Sportplatz Eckartsberga, Finnepark (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: 25 (davon 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,5/10 (Eckartsberga die weniger schlechte Mannschaft, aber beide Teams hätten bei dem Freizeitturnier in Hassenhausen keine so gute Figur gemacht, wie die meisten Teilnehmer dort)

SG Herrengosserstedt 1925 0:3 SV Merseburg 99
Datum: Samstag, 21. Mai 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt, Süd (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 0:3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:2
Tore: 0-1 23. David Schrahn, 0-2 40. Robby Stuck, 0-3 87. Jean-Marc Leue
Verwarnungen: Carsten Krumbholz (SGH); Mirco Müller, Marcel Fellmuth (SVM)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Herrengosserstedt (Kap. 1.000, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 110 (davon 85 zahlende und 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Merseburg sehr deutlich überlegen, Spiel aber nicht durchgängig auf hohem Niveau)
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Photos and English version:
4) Unofficial and Lost Grounds in Burgenlandkreis District; Part II: Taugwitz, Großjena, Fränkenau, Punschrau, Eckartsberga, Burgholzhausen etc.

„Bolzplatz“ klingt nach einem Hartplatz mit Metallgittertoren drauf, doch in Hassenhausen, im Süden des Burgenlandkreises, nahe der Landesgrenze zu Thüringen, steht ein besonderes Exemplar: Rasen, Aluminiumkleinfeldtore mit grünen Netzen, umgeben von Feldern, Gärten, Bäumen und Büschen, abgeschirmt von hohen Maschendrahtzäunen. Mehrere ortsansässige Freizeitteams spielen da – regelmäßig wird auch ein Turnier ausgerichtet. Diesmal richteten die Füchse Hassenhausen ein mehrstündiges Turnier für Männermannschaften (am nächsten Tag folgte auch eins für Frauenteams) aus. Die Veranstaltung zog nicht nur Teams aus der nächsten Umgebung wie den SV Fränkenau an oder SV Benndorf an, sondern auch welche aus der weiteren Umgebung wie die Müchelner Biertrinker Union.
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Wir kamen zum Ende der Partie (1x10 Minuten wurde gespielt) zwischen den Dorfmannschaften von Fränkenau und Benndorf, die sich 1:1 trennten.
Dann spielten die Gastgeber, also die Füchse Hassenhausen, gegen den Werder Bremen Fanclub Mitteldeutschland. Die Werder Fans haben Mitglieder in Halle/ Saale, Saalekreis usw. und schlugen sich auf dem Feld gar nicht schlecht. Der Gastgeber hatte mit 1:3 das Nachsehen.

Die Naumburger Kickers 08 trafen dann auf ein mit „WSW“ abgekürztes Team. Naumburg war deutlich besser, erzielte aber nur zwei Tore zum 2:0 Sieg.

SV Benndorf schlug im darauffolgenden Spiel Fortuna Rettungsdienst aus dem Bad Sulzaer Ortsteil Reisdorf mit 3:0. Die Benndorfer zeigten wirklich eine ansprechende Leistung!

Die Müchelner Biertrinker Union brauchte dann bis zur 8. Minute um den SV Fränkenau mit 1:0 zu besiegen. Das Spiel war recht langsam geführt, wobei da der Platzsprecher Mitschuld trug: er legte weitestgehend ordentliche und recht flotte Musik auf – kaum fing er mit seichten Balladen und so einem Rotz wie Silbermond an, schon wurde das Spiel langsamer... Die Benndorfer hingegen hatten bei ihrem Sieg zuvor z.B. Rihanna und Dancemucke. Ob der Sprecher mit Rammstein und skandinavischem Heavy Metal grobe Fouls und Schlägereien ausgelöst hätte?

Der zweite Hassenhauserner Freizeitfußballverein hört auf den genialen Namen FC Sauf Aus. Gegen den Werder Fanclub erschienen sie recht nüchtern und holten ein 1:1 Unentschieden.

WSW schlug in einem nicht so sehenswerten Spiel VSC Blau-Weiß Naumburg mit 1:0. Die VSC-Leute sind sonst eher Volleyballer, aber auch beim laufintensiveren Fußball machten sie eine halbwegs gute Figur.

Der Reisdorfer Rettungsdienst Fortuna hätte gegen die Füchse Hassenhausen dann beinahe ein 0:0 gehalten, doch 90 Sekunden vor Schluss erzielten die Gastgeber das erste Tor, was 30 Sekunden vor Abpfiff von den Thüringern mit einem Schuss durch die Beine des Torwarts noch ausgeglichen wurde.

Kickers Naumburg 08 gewann dann noch einmal 2:0, wobei die Müchelner Biertrinker hier ziemlich enttäuschten. Im Spiel davor waren sie viel besser. Naumburg schoss eigentlich drei Tore, doch das eigentlich 2:0 wurde aberkannt: ein Spieler schoss von hinter der Mittellinie und tunnelte den Müchelner Torwart. Da er den Ball berührt hatte, hätte der Schuss aus 25m zählen müssen, doch ein Müchelner meckerte lautstark, weswegen sich der Schiri beeinflussen ließ. Das 2:0 schoss dann aber ebendieser meckernde Müchelner – ein Eigentor...

Nach einer Schweigeminute für ein verstorbenes Mitglied der Hassenhausener Frauenmannschaft wurde das Dorfderby angepfiffen. Die Füchse gegen Sauf Aus. Das Spiel war das Beste, das wir in diesem Turnier gesehen hatte, wurde engagiert und schnell geführt und sah viele Torschüsse und einen erfreulich sicheren Abschluss der Füchse. Innerhalb von zwei Minuten legten sie zum 3:0 vor. In der 8. setzten sie noch einen drauf – und der FC Sauf Aus konnte nur anderthalb Minuten vor Schluss noch einen Ehrentreffer erzielen.

Das nächste Derby stand dann mit Kickers gegen Blau-Weiß an. Das Naumburger Duell entschieden erwartungsgemäß die Kicker für sich. Das 1:0 war aber nicht so berauschend.

Da wir noch mehr vor hatten, griffen wir noch am Grill zu – sollte man als Zuschauer so wie so machen, da bei diesem Turnier alle Einnahmen durch Catering kommen – und fuhren nach dem Spiel vom Werder Bremen Fanclub gegen Benndorf (1:0) weiter nach Eckartsberga.

Die Füchse haben ja eine informative Website, die zeitnah Ergebnisse bringt: wen die Tabellen und Platzierungsspiele interessieren, kann ja mal hier gucken: Facebook-Füchse!
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Eckartsberga ist eine aufgrund ihrer Landschaft, einer Burgruine und einem kleinen Altstadtkern recht ansehnliche Kleinstadt. Zwei Fußballplätze gibt es da auch. Der eine, der sich am südlichen Ende ein Stück neben der Hauptstraße befindet, wird jedoch nicht mehr genutzt und verwildert ziemlich. Am westlichen Ortsausgang liegt in der welligen Hügellandschaft ein gepflegter, weitläufiger, aber ausbautenloser Platz ohne Banden oder Absperrungen zum Feld, wo der Eckartsbergaer SV seine Heimspiele austrägt.

Ich spare mir große Ausführungen zum Duell der II. Mannschaften von Eckartsberga und Eintracht Lossa – oder wie der eine junge Fan immer meinte „Eintracht Loser“ – außer: was will man bei einem Spiel der untersten Ebene erwarten, in dem der 12. gegen den 10. von 13 spielt. Allenfalls noch, dass der 10. besser ist, doch Eintracht Lossa stand völlig neben sich, was Eckartsberga mit einigen wenigen guten Szenen zu nutzen wusste. So rutschte ein Eckartsbergaer beim Torschuss aus über 20m und recht spitzem Winkel zwar aus, doch Lossas Torwart rutschte der Ball durch die Hände: 1-0. Fehler von Verteidigern später: 2-0. Dann ein weiterer Torwartfehler: 3-0. Nach der Pause zwar der Anschlusstreffer, doch Eckartsberga erzielte per Elfmeter – sehr sicher geschossen! – das 4:1.
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Weiter ging es nach Herrengosserstedt, wo als einziges Gebäude die Kirche mit dem mittigen Turm auffällt. Am nördlichen Ortsrand liegt, von Birken und Rapsfeldern flankiert, ein Fußballplatz, auf dem man nicht unbedingt ein Landesligaspiel erwartet. Aber als 5. der Landesliga Süd ist Herrengosserstedt sogar eine gute Mannschaft, auch wenn ihr Abstand auf den Aufstiegsplatz größer ist, als jener auf die Abstiegsplätze. Der Gast aus Merseburg, der SV 1899, ist als 14. von 16, im Gegensatz zu den abgestiegenen Brachwitzern und Eislebern, mit Hettstedt und Farnstädt noch im Kampf um den Klassenerhalt.

Dass Merseburg 99 im Abstiegsstrudel ist, war allerdings nicht zu merken: das Spiel war nicht schlecht, da es schnell geführt wurde und etliche Torszenen sah – und die Aktionen gingen fast alle von Merseburg aus. Herrengosserstedt geriet auch folgerichtig bis zur Pause mit 0:2 in Rückstand. Nach der Pause setzte Merseburg dann mit einem Abschluss aus Nahdistanz nach prima Kombinationsspiel gegen die ersatzgeschwächte Heimmannschaft einen dritten Treffer drauf. 0:3 kurz vor dem Ende in einer teilweise etwas hektisch gewordenen Partie. Hektisch war sie allerdings auch nur, da einige Herrengosserstedter die anstehende Niederlage nicht ohne Frustfouls verkraften konnten. Dass der nicht besonders überzeugende Schiri den Krumbholz nach einem Nachtreten – dem dritten verwarnungswürdigen Foul von ihm in 15 Minuten, wobei er nur eine gelbe Karte sah – nicht vom Feld schickte, war schon sehr glücklich für die SGH. Der Trainer nutzte die Chance natürlich und nahm den Kerl gleich runter. Jedenfalls war das 0:3 für Merseburg absolut verdient.
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Heute haben wir übrigens auch wieder eine ganze Reihe inoffizieller Plätze (auf denen aber mitunter auch solche Turniere wie in Hassenhausen ausgetragen werden) gesehen – und zudem auch aufgegebene aber meist noch gepflegte Sportanlagen – weswegen ich die hohe Dichte von Sportplätzen im Burgenlandkreis nur loben kann.
Im Gegensatz zum alten Platz von Eckartsberga wird der Großfeldplatz in Burgholzhausen weitestgehend gepflegt. Der Großfeldplatz von Großjena dient mehr zum Bogenschießen, wobei Fußball auf Kleinfeldtore auf gepflegten Rasen noch möglich ist. In Roßbach bei Kleinjena gibt es einen echt guten Kleinfeldplatz, in Taugwitz, Fränkenau und Punschrau noch bessere (zumindest die letzten beiden werden auch immer wieder Schauplatz für Freizeitfußballturniere). Die Straßen nach Punschrau und die Zuwegungen zum Platz sind übrigens extrem eng und heruntergekommen. Der Kleinfeldplatz in Niedermöllern an sich auch – da ist die Fußballwiese in der Senke am Ortsrand von Sonnendorf viel besser.
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Statistik:
Grounds: 567 (heute drei neue Grounds; diese Saison: 117 neue)
Sportveranstaltungen: 1.279 (heute drei, diese Saison: 166)
Tageskilometer: 140 (70 Fahrrad, 70 Bahn)
Saisonkilometer: 40.920 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.490 Bahn, Bus, Tram/ 3.990 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 251

Samstag, 21. Februar 2009

WE134I: Man kann auch bei Regen spielen - und: eine unterirdische Leistung zweier Volleyballmannschaften

TSV Leuna 1919 6:2 SC Herrengosserstedt 1925
Samstag, 21. Februar 2009 - Anstoßzeit 14.00
Testspiel zweier Landesklassemannschaften (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 6:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 2:1
Tore: 1:0 8. Nino Hammerschmidt (Foulelfmeter), 2:0 12. Carsten Arndt, 2:1 27. B. Hackbart, 2:2 52. B. Hackbart, 3:2 63. Rene Lorbeer, 4:2 71. Nino Hammerschmidt, 5:2 82. Rene Lorbeer, 6:2 85. Nicki Lorbeer
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Stadion: Hockeystadion, Kunstrasenplatz Stadion des Friedens (Kap. 2.000, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: 25 (keine Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)

VC Bad Dürrenberg/ Spergau 1:3 TV 1861 Rottenburg*
Samstag, 21. Februar 2009 - Beginn 19.30
1.Volleyballbundesliga
Ergebnis: 1:3 nach rund 100 Min.
Satzergebnisse: 20:25, 25:21, 20:25, 19:25
Besondere Vorkommnisse: keine
Sporthalle: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.200 Sitzplätze)
Zuschauer: 750 (3 Gästefans)
Spielqualität: 1,0/10 (Der letzte Dreck)

* Mittlerweile wird der Vereinsname von einem Sponsorenname verunstaltet. Dieser wird von mir im folgenden Bericht allerdings keine Erwähnung finden

Nachdem wir uns vergewisserten, dass das Kreispokalviertelfinalspiel des ESV Merseburg gegen den SC Obhausen zum zweiten Mal, diesmal auf unbestimmte Zeit, verlegt wurde - der Grund war natürlich Regen auf eisigen Boden, wobei man das kaum als Grund sondern vielmehr nur als Ausrede gelten lassen kann - fuhren wir nach Leuna weiter und sahen dort auf dem rutschigen und extrem feuchten Kunstrasenplatz das Saisonvorbereitungsspiel TSV Leuna gegen SC Herrengosserstedt, beides Spitzenmannschaften der Landesklasse - Leuna in Staffel 9, Herrengosserstedt in Staffel 8.
Das Spiel sah schon nach acht Minuten den ersten Treffer und zwar durch Leunas derzeitigen Toptorjäger - ob er auch mal Grobe ablösen kann, der mit bis zu 40 Toren pro Saison glänzte? - Nino Hammerschmidt, der einen ziemlich lächerlichen Foulelfmeter verwandelte. Vier Minuten später legte Carsten Arndt nach. In der Mitte der ersten Halbzeit erzielte ein Spieler mit dem schönen Nachnamen Hackbart den Anschlusstreffer für die Gäste. 2:1 sollte auch der Pausenstand sein.
Kurz nach Wiederanpfiff, der Regen wurde nun stärker, erzielte Herrengosserstedt durch einen Abwehrfehler bedingt mit einem starken Durchlauf den Ausgleich. Torschütze erneut der Hackbart. Ein Verwandter oder Namensvetter von ihm stand übrigens im Tor der Gäste. Leuna konnte reichliche 10 Minuten später auf den Gegentreffer reagieren und kam durch Rene Lorbeer zum 3:2 Führungstreffer. Keine 10 Minuten später traf wieder einmal Nino. Die Führung sollte durch Rene Lorbeer noch ausgebaut werden und ein diesmal viel eindeutiger Foulelfmeter fünf Minuten vorm Ende führte zum 6:2 Endstand. Torschütze diesmal Nicki Lorbeer.

Wir fuhren zwischendurch noch einmal nach Hause und dann wieder gen Süden los, durch Leuna hindurch und kamen kurz vor Spielbeginn in Spergau an.
Mittlerweile ist es zur Unsitte geworden, dass das Büffet erst während des ersten Satzes reingeräumt wird. Schlecht kalkuliert war es heute auch, aber immerhin bekam ich in der ersten Pause noch vier Brötchen - mit dem Ansturm auf den VIP-Sektor hat wohl niemand gerechnet. Da waren Leute da, die ich überhaupt nicht kannte.

Das Spiel bestand von Anfang an nur aus Fehlern, Aufschlägen ins Netz oder meterweit ins Aus schlagen, seinem Mitspieler den Ball vorm Netz so fehlerhaft zuspielen, dass dieser ihn nicht richtig erwischte und der Ball im eigenen Feld landete, sowie ganz mieser Arbeit vom Block. Und es waren beide Mannschaften, die Scheiße spielten. Eine schlechter als die andere!
Selbst die Schiedsrichter passten sich phasenweise an und trafen von Zeit zu Zeit höchst zweifelhafte bis augenscheinlich falsche Entscheidungen.
Wer ein Highlight bei den Gästen war, war der Trainer, der hauptamtlich übrigens Religions- und Deutschlehrer ist. Der sprang immer aufgedreht an der Seite herum, heizte seine Spieler an und lobte selbst billigste Glückstreffer und Fehler der Gäste, die zu Punkten für Rottenburg führten, mit „toll, sehr schön, super Jungs!“
Die Stimmung war entsprechend schlechter als sonst.
Es war definitiv das schlechteste Volleyballspiel, was ich je gesehen habe!
Man sollte aber nicht den Fehler machen und das überbewerten. Vor allem der VC Bad Dürrenberg/ Spergau hat seine Sache in dieser Saison zumeist gut gemacht und auch sensationelle Siege eingefahren - vor allem gegen Friedrichshafen und Haching. Wenn sie demnächst gegen SC Charlottenburg spielen, werde ich sie natürlich wieder unterstützen, aber es ist schon schade, dass viele Leute 7€ gezahlt haben und dann die Mannschaft so einen schlechten Tag hatte. Und dann waren die Gäste auch nicht besser!
Die Spielbewertung „1.0/10 (Der letzte Dreck)“ muss also leider so und nicht anders ausfallen. Das Wetter war nach dem Spiel übrigens auch der letzte Dreck...

Statistik:
Ground Nr. 279 (kein neuer Ground; diese Saison: 49 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 753/ 754 (diese Saison: 117)
Tageskilometer: 40km per Fahrrad
Saisonkilometer: 17.775, genauer 9.270 Auto/ 2.960 Flugzeug/ 2.805 Fahrrad/ 2.740 Bahn, Anmerkung: Der Vorsprung der Fahrradkilometer auf die Bahnkilometer wächst!
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 134

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090221a%20TSV%20Leuna%206-2%20SC%20Herrengosserstedt/

Am Mittwoch schon sind diese Bilder entstanden: