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Montag, 29. August 2011

W265V: 130 Radkilometer und Tor nach 10 Sekunden

Frauenfußballturnier des SV Benndorf
Datum: Sonntag, 28. August 2011 – Beginn: 10.30
Wettbewerb: Kleinfeldturnier für Freizeitfrauenfußballmannschaften (7 gegen 7 Spieler, 2x10 Minuten, Hin- und Rückspiel)
Sieger: wird nachgetragen
Bemerkungen: -
Spielort: Sportplatz Benndorf (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (+ 20 Aktive)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Unterstes sportliches Niveau, aber was soll man bei so einem Turnier auch erwarten? Einstellung und Spaß stimmten bei den Teams jedenfalls!)

FSV Grün-Gelb Osterfeld 2:1 FC Markwerben
Datum: Sonntag, 28. August 2011 – Anstoß: 14.10
Wettbewerb: Kreisoberliga Burgenland (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 1:1
Tore: 1-0 1. Sebastian Pfitzner, 1-1 45. Christian Weber, 2-1 85. Dominique Fries
Verwarnungen: Christoph Hentschel, Michael Weikert (Osterfeld); Maik Ebisch (FCM)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz am Schützenplatz (Kap. 1.050, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 120 (davon zahlende: 76, Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Furioser Start, danach gutes Mittelmaß)
Photos and English version:
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Wir hatten eher zugfällig am vorletzten Freitag von der Ansetzung eines Frauenfreizeitfußballturniers in Benndorf (Lanitz-Hasseltal) erfahren, sodass wir nicht (wie zuerst geplant) gegen 11 Uhr losfuhren, sondern uns schon um 7 Uhr auf die Räder schwangen. So ein Umweg durch so schöne Landschaften und über so herrliche Strecken wie von Naumburg-Roßbach und -Weinberge nach Möllern und Burghäßler gen Punschrau nahmen wir gerne in Kauf, zumal wir einen weiteren der „Zusatz-Grounds“ in meiner Liste der Sportanlagen des Burgenlandkreises abhaken konnten: Benndorf. Im Bereich Lanitz-Hasseltal und Naumburg gibt es ja recht rege Freizeitfußballszenen (besonders die Mannschaften aus Hassenhausen müssen hier hervorgehoben werden) zu der auch der SV Benndorf gehört. Auf einem kleinen, von Hecken, Maisfeldern und Bäumen umgebenen, sehr gepflegten Platz mit vier kleinen Flutlichtmasten (!) und in der Nähe der Kirche gelegenen Kleinfeldplatz spielt der SV Benndorf regelmäßig Turniere.

Heute waren vier Frauenmannschaften, die nicht am geregelten Spielbetrieb teilnehmen, zusammengekommen, um einen Pokal zu kämpfen. Dabei traten gegen die Heimmannschaft die Füchse aus Hassenhausen und die beiden thüringischen Vertreter vom SV Thalbürgel und dem VfB Steudnitz (deren Platz herrlich unterhalb der Dornburger Schlösser liegt) an. Wir kamen – da wir uns in der Zeit doch etwas verschätzt hatten und den Gegenwind nicht erwartet hatten – kurz nach Beginn des Eröffnungsspiels zwischen Benndorf und Thalbürgel an. Benndorf war schon in Führung gegangen und geriet aber zunehmend unter Druck. Die Thüringerinnen waren seit unserem Aufkreuzen besser und erzielten noch ein Tor zum 1:1 Endstand. Beim zweiten Spiel also jenem zwischen Hassenhausen und Steudnitz, gingen die Thüringerinnen zuerst in Führung und die Damen aus dem Süden Sachsen-Anhalts brauchten bis zur Schlussminute um ihren einzigen guten Torschuss abzufeuern (die anderen Versuche waren kläglich bis grauenhaft, aber das 1:1 war gut gemacht). Schließlich guckten wir noch Steudnitz gegen Thalbürgel, wobei auch das „Thüringenderby“ 1:1 endete. Thalbürgel war erst in der 13. in Führung gegangen und in der 19. – also eine Minute vor dem Abpfiff – glich Steudnitz aus.

Noch schnell eine der guten Roster in der zweiten Halbzeit des thüringischen Duells gegessen und dann weiter nach Osterfeld. Nicht dass das Turnier so grauenhaft gewesen wäre, aber mehr als mal kurz reingucken hatten wir in Anbetracht der Paarungen in der Kreisoberliga der Männer nicht geplant. So machten wir uns durch schöne Gegenden wie Bad Kösen und seine südlichen Nachbardörfer gen Osterfeld auf. Bergauf mit oft unter 10km/h, bergab mit bis zu 60 km/h. Dass man in manchen Dörfern sogar mit dem Fahrrad geblitzt wird, ist aber auch ein Ding...
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Auch Osterfeld ist eine ganz nette Ansiedlung, da sie sich in sehr bergiger Lage befindet. Eine als Grundschule genutzte Burganlage mit Wehrturm, eine historistisch überformte (oder Neogotik oder so) Kirche und ein ganz netter zentraler Platz unten im Tal sind die Sehenswürdigkeiten Osterfelds. Die Sportanlage ist auch ein bisschen sehenswert. Recht dicht von Bäumen und Gestrüpp umstanden, ein Graswall hinter dem einen Tor, offene Felder brechen steil an der einen Längsseite hinter den Pappeln ab, ein langes Sozialgebäude mit Kabinen – davor ein paar Bänke auf einem ganz niedrigen Graswall – erstreckt sich auf der zweiten Längsseite.

Für sehr anständige Eintrittspreise – Studenten zahlten z.B. nur 1€ – betraten wir die Anlage mehrere Minuten nach geplantem Spielbeginn. Danke an die unparteiischen Sportfreunde Kirchhoff, Lienau und Scholze, dass sie genauso verspätet waren! So verpassten wir den genialen Osterfelder Spielzug nicht, mit dem sie das 1:0 erzielten: vom Anstoß weg den Ball nach vorne, ein langer Pass in den Strafraum und ein Kopfball am Fünfer – hoch ins kurze Eck! Es waren nicht einmal ganz 10 Sekunden gespielt!
Bis zur 25. Minute war es wirklich ein sehr offensives Spiel, das von Osterfeld bestimmt wurde, doch danach kam Markwerben mehr ins Spiel, was es nur unwesentlich langsamer machte. In der letzten Minute vor der Pause fiel dann der Ausgleich mit einem Schuss halbhoch ins Eck.

Beide Mannschaften waren ja mit Unentschieden gestartet: Markwerben mit einem 2:2 gegen Freyburg und Osterfeld sogar mit einem 3:3 bei Motor Zeitz. So schien es in der zweiten Halbzeit auch lange Zeit weiterzugehen, da die Zahl der Chancen nun geringer und das Spiel zwar nicht langweilig aber doch nicht mehr spektakulär war. Am Spektakulärsten war noch ein aberkanntes Tor, als der 7er von Osterfeld den Ball mit der Hand aus Nahdistanz einstieß und sich dabei auch noch verletzte. Aber beim 1:1 blieb es dann doch nicht: Ein Schuss aus nicht mal einem halben Meter Entfernung nach einem Gewühl nach einer Standardsituation entschied das Spiel zugunsten der Hausherren. Schiri und Assistent lagen übrigens auch hier wieder richtig: das war kein Abseits, wie einige Markwerbener meinten!
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Statistik:
Grounds: 620 (heute 2 neue; diese Saison: 26 neue)
Sportveranstaltungen: 1.346 (heute 2, diese Saison: 32)
Tageskilometer: 130 (130 Rad)
Saisonkilometer: 3.890 (3.050 Auto/ 840 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 64
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 265

Montag, 23. Mai 2011

W251II: 6 Stunden Fußball im südwestlichen Burgenlandkreis

Freizeitfußballturnier der Füchse Hassenhausen
Datum: Samstag, 21. Mai 2011 – Beginn: 9.30
Wettbewerb: Kleinfeldfußballturnier für Freizeitmannschaften (6 gegen 6 Spieler, 1x10 Minuten)
Sieger: Werder Bremen Fanclub Mitteldeutschland
Finale: WFCM 2:1 Füchse Hassenhausen 
Spielort: Bolzplatz Hassenhausen (Kap. 200, davon 10 Sitzplätze)
Zuschauer: 20 Fans + 100 Aktive
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ansehnliches Turnier mit ordentlicher Spielqualität und netter Atmosphäre)

Eckartsbergaer SV II 4:1 SG Eintracht Lossa II
Datum: Samstag, 21. Mai 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenlandkreis, Staffel 1 (11. Liga, 6. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 4:1 nach 89 Min. (44/45) – Halbzeit: 3:0
Tore: 1-0 24. (16), 2-0 33. (9), 3-0 40. (4), 3-1 59. (4), 4-1 72. (Foulelfmeter, 11)
Verwarnungen: mindestens 1x Lossa
Platzverweise: keine?
Spielort: Sportplatz Eckartsberga, Finnepark (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: 25 (davon 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,5/10 (Eckartsberga die weniger schlechte Mannschaft, aber beide Teams hätten bei dem Freizeitturnier in Hassenhausen keine so gute Figur gemacht, wie die meisten Teilnehmer dort)

SG Herrengosserstedt 1925 0:3 SV Merseburg 99
Datum: Samstag, 21. Mai 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt, Süd (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 0:3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:2
Tore: 0-1 23. David Schrahn, 0-2 40. Robby Stuck, 0-3 87. Jean-Marc Leue
Verwarnungen: Carsten Krumbholz (SGH); Mirco Müller, Marcel Fellmuth (SVM)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Herrengosserstedt (Kap. 1.000, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 110 (davon 85 zahlende und 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Merseburg sehr deutlich überlegen, Spiel aber nicht durchgängig auf hohem Niveau)
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Photos and English version:
4) Unofficial and Lost Grounds in Burgenlandkreis District; Part II: Taugwitz, Großjena, Fränkenau, Punschrau, Eckartsberga, Burgholzhausen etc.

„Bolzplatz“ klingt nach einem Hartplatz mit Metallgittertoren drauf, doch in Hassenhausen, im Süden des Burgenlandkreises, nahe der Landesgrenze zu Thüringen, steht ein besonderes Exemplar: Rasen, Aluminiumkleinfeldtore mit grünen Netzen, umgeben von Feldern, Gärten, Bäumen und Büschen, abgeschirmt von hohen Maschendrahtzäunen. Mehrere ortsansässige Freizeitteams spielen da – regelmäßig wird auch ein Turnier ausgerichtet. Diesmal richteten die Füchse Hassenhausen ein mehrstündiges Turnier für Männermannschaften (am nächsten Tag folgte auch eins für Frauenteams) aus. Die Veranstaltung zog nicht nur Teams aus der nächsten Umgebung wie den SV Fränkenau an oder SV Benndorf an, sondern auch welche aus der weiteren Umgebung wie die Müchelner Biertrinker Union.
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Wir kamen zum Ende der Partie (1x10 Minuten wurde gespielt) zwischen den Dorfmannschaften von Fränkenau und Benndorf, die sich 1:1 trennten.
Dann spielten die Gastgeber, also die Füchse Hassenhausen, gegen den Werder Bremen Fanclub Mitteldeutschland. Die Werder Fans haben Mitglieder in Halle/ Saale, Saalekreis usw. und schlugen sich auf dem Feld gar nicht schlecht. Der Gastgeber hatte mit 1:3 das Nachsehen.

Die Naumburger Kickers 08 trafen dann auf ein mit „WSW“ abgekürztes Team. Naumburg war deutlich besser, erzielte aber nur zwei Tore zum 2:0 Sieg.

SV Benndorf schlug im darauffolgenden Spiel Fortuna Rettungsdienst aus dem Bad Sulzaer Ortsteil Reisdorf mit 3:0. Die Benndorfer zeigten wirklich eine ansprechende Leistung!

Die Müchelner Biertrinker Union brauchte dann bis zur 8. Minute um den SV Fränkenau mit 1:0 zu besiegen. Das Spiel war recht langsam geführt, wobei da der Platzsprecher Mitschuld trug: er legte weitestgehend ordentliche und recht flotte Musik auf – kaum fing er mit seichten Balladen und so einem Rotz wie Silbermond an, schon wurde das Spiel langsamer... Die Benndorfer hingegen hatten bei ihrem Sieg zuvor z.B. Rihanna und Dancemucke. Ob der Sprecher mit Rammstein und skandinavischem Heavy Metal grobe Fouls und Schlägereien ausgelöst hätte?

Der zweite Hassenhauserner Freizeitfußballverein hört auf den genialen Namen FC Sauf Aus. Gegen den Werder Fanclub erschienen sie recht nüchtern und holten ein 1:1 Unentschieden.

WSW schlug in einem nicht so sehenswerten Spiel VSC Blau-Weiß Naumburg mit 1:0. Die VSC-Leute sind sonst eher Volleyballer, aber auch beim laufintensiveren Fußball machten sie eine halbwegs gute Figur.

Der Reisdorfer Rettungsdienst Fortuna hätte gegen die Füchse Hassenhausen dann beinahe ein 0:0 gehalten, doch 90 Sekunden vor Schluss erzielten die Gastgeber das erste Tor, was 30 Sekunden vor Abpfiff von den Thüringern mit einem Schuss durch die Beine des Torwarts noch ausgeglichen wurde.

Kickers Naumburg 08 gewann dann noch einmal 2:0, wobei die Müchelner Biertrinker hier ziemlich enttäuschten. Im Spiel davor waren sie viel besser. Naumburg schoss eigentlich drei Tore, doch das eigentlich 2:0 wurde aberkannt: ein Spieler schoss von hinter der Mittellinie und tunnelte den Müchelner Torwart. Da er den Ball berührt hatte, hätte der Schuss aus 25m zählen müssen, doch ein Müchelner meckerte lautstark, weswegen sich der Schiri beeinflussen ließ. Das 2:0 schoss dann aber ebendieser meckernde Müchelner – ein Eigentor...

Nach einer Schweigeminute für ein verstorbenes Mitglied der Hassenhausener Frauenmannschaft wurde das Dorfderby angepfiffen. Die Füchse gegen Sauf Aus. Das Spiel war das Beste, das wir in diesem Turnier gesehen hatte, wurde engagiert und schnell geführt und sah viele Torschüsse und einen erfreulich sicheren Abschluss der Füchse. Innerhalb von zwei Minuten legten sie zum 3:0 vor. In der 8. setzten sie noch einen drauf – und der FC Sauf Aus konnte nur anderthalb Minuten vor Schluss noch einen Ehrentreffer erzielen.

Das nächste Derby stand dann mit Kickers gegen Blau-Weiß an. Das Naumburger Duell entschieden erwartungsgemäß die Kicker für sich. Das 1:0 war aber nicht so berauschend.

Da wir noch mehr vor hatten, griffen wir noch am Grill zu – sollte man als Zuschauer so wie so machen, da bei diesem Turnier alle Einnahmen durch Catering kommen – und fuhren nach dem Spiel vom Werder Bremen Fanclub gegen Benndorf (1:0) weiter nach Eckartsberga.

Die Füchse haben ja eine informative Website, die zeitnah Ergebnisse bringt: wen die Tabellen und Platzierungsspiele interessieren, kann ja mal hier gucken: Facebook-Füchse!
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Eckartsberga ist eine aufgrund ihrer Landschaft, einer Burgruine und einem kleinen Altstadtkern recht ansehnliche Kleinstadt. Zwei Fußballplätze gibt es da auch. Der eine, der sich am südlichen Ende ein Stück neben der Hauptstraße befindet, wird jedoch nicht mehr genutzt und verwildert ziemlich. Am westlichen Ortsausgang liegt in der welligen Hügellandschaft ein gepflegter, weitläufiger, aber ausbautenloser Platz ohne Banden oder Absperrungen zum Feld, wo der Eckartsbergaer SV seine Heimspiele austrägt.

Ich spare mir große Ausführungen zum Duell der II. Mannschaften von Eckartsberga und Eintracht Lossa – oder wie der eine junge Fan immer meinte „Eintracht Loser“ – außer: was will man bei einem Spiel der untersten Ebene erwarten, in dem der 12. gegen den 10. von 13 spielt. Allenfalls noch, dass der 10. besser ist, doch Eintracht Lossa stand völlig neben sich, was Eckartsberga mit einigen wenigen guten Szenen zu nutzen wusste. So rutschte ein Eckartsbergaer beim Torschuss aus über 20m und recht spitzem Winkel zwar aus, doch Lossas Torwart rutschte der Ball durch die Hände: 1-0. Fehler von Verteidigern später: 2-0. Dann ein weiterer Torwartfehler: 3-0. Nach der Pause zwar der Anschlusstreffer, doch Eckartsberga erzielte per Elfmeter – sehr sicher geschossen! – das 4:1.
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Weiter ging es nach Herrengosserstedt, wo als einziges Gebäude die Kirche mit dem mittigen Turm auffällt. Am nördlichen Ortsrand liegt, von Birken und Rapsfeldern flankiert, ein Fußballplatz, auf dem man nicht unbedingt ein Landesligaspiel erwartet. Aber als 5. der Landesliga Süd ist Herrengosserstedt sogar eine gute Mannschaft, auch wenn ihr Abstand auf den Aufstiegsplatz größer ist, als jener auf die Abstiegsplätze. Der Gast aus Merseburg, der SV 1899, ist als 14. von 16, im Gegensatz zu den abgestiegenen Brachwitzern und Eislebern, mit Hettstedt und Farnstädt noch im Kampf um den Klassenerhalt.

Dass Merseburg 99 im Abstiegsstrudel ist, war allerdings nicht zu merken: das Spiel war nicht schlecht, da es schnell geführt wurde und etliche Torszenen sah – und die Aktionen gingen fast alle von Merseburg aus. Herrengosserstedt geriet auch folgerichtig bis zur Pause mit 0:2 in Rückstand. Nach der Pause setzte Merseburg dann mit einem Abschluss aus Nahdistanz nach prima Kombinationsspiel gegen die ersatzgeschwächte Heimmannschaft einen dritten Treffer drauf. 0:3 kurz vor dem Ende in einer teilweise etwas hektisch gewordenen Partie. Hektisch war sie allerdings auch nur, da einige Herrengosserstedter die anstehende Niederlage nicht ohne Frustfouls verkraften konnten. Dass der nicht besonders überzeugende Schiri den Krumbholz nach einem Nachtreten – dem dritten verwarnungswürdigen Foul von ihm in 15 Minuten, wobei er nur eine gelbe Karte sah – nicht vom Feld schickte, war schon sehr glücklich für die SGH. Der Trainer nutzte die Chance natürlich und nahm den Kerl gleich runter. Jedenfalls war das 0:3 für Merseburg absolut verdient.
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Heute haben wir übrigens auch wieder eine ganze Reihe inoffizieller Plätze (auf denen aber mitunter auch solche Turniere wie in Hassenhausen ausgetragen werden) gesehen – und zudem auch aufgegebene aber meist noch gepflegte Sportanlagen – weswegen ich die hohe Dichte von Sportplätzen im Burgenlandkreis nur loben kann.
Im Gegensatz zum alten Platz von Eckartsberga wird der Großfeldplatz in Burgholzhausen weitestgehend gepflegt. Der Großfeldplatz von Großjena dient mehr zum Bogenschießen, wobei Fußball auf Kleinfeldtore auf gepflegten Rasen noch möglich ist. In Roßbach bei Kleinjena gibt es einen echt guten Kleinfeldplatz, in Taugwitz, Fränkenau und Punschrau noch bessere (zumindest die letzten beiden werden auch immer wieder Schauplatz für Freizeitfußballturniere). Die Straßen nach Punschrau und die Zuwegungen zum Platz sind übrigens extrem eng und heruntergekommen. Der Kleinfeldplatz in Niedermöllern an sich auch – da ist die Fußballwiese in der Senke am Ortsrand von Sonnendorf viel besser.
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Statistik:
Grounds: 567 (heute drei neue Grounds; diese Saison: 117 neue)
Sportveranstaltungen: 1.279 (heute drei, diese Saison: 166)
Tageskilometer: 140 (70 Fahrrad, 70 Bahn)
Saisonkilometer: 40.920 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.490 Bahn, Bus, Tram/ 3.990 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 251