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Montag, 22. August 2011

W264II: Fußball am Abend und Faustball in der Nacht

SG Friesen Naumburg 2:0 SV Mertendorf AH
Datum: Freitag, 19. August 2011 – Anstoß: 18.30
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 2:0 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 2:0
Tore: 1-0 7. (13?), 2-0 35. (16)
Verwarnungen: 1x Friesen (?)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Krumme Hufe (Kap. 1.200 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Extrem einseitiges Spiel, aber Friesen hatte v.a. viel mehr Ballbesitz und nicht allzu viele Torchancen)

Sommerflutlichtturnier der SG Chemie Zeitz
Datum: Freitag, 19. August 2011 – Beginn: 19.30, Ende: 0.45
Wettbewerb: Faustball-Turnier für Mannschaften auf Landesebene und darunter
Sieger Männerturnier: SV Sömmerda
Sieger Mixed: ESV Dresden Rotkäppchen
Spielort: Ernst-Thälmann-Stadion, Nebenplatz 1 (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 + 40 Aktive
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Nur wenn Zeitz und Sömmerda dabei waren, waren die Spiele echt sehenswert – ansonsten zog es sich etwas dahin)
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Photos and English version:

Diesmal war der Freitag mit über 6 Stunden Sport vollgepackt. Nachtturniere gibt es ja nicht alle Tage, also musste die Gelegenheit genutzt werden, mal ein solches zu sehen. Auch wenn das nur ein regionales Faustball-Nacht- bzw. -Flutlichtturnier war.

Zuerst war allerdings wie üblich Altherrenfußball dran. Bevor wir das Spiel von Friesen Naumburg aufsuchten, machten wir aber noch ein paar Umwege. Zuallererst nach Benndorf (Lanitz-Hasseltal), wo es eine Kirche und einen Kleinfeldfußballplatz zu begutachten gibt. Anhand von Aushängen an letzterem bekamen wir dann noch einen Termin in unseren Planer: schon nächstes Wochenende soll dort wieder ein Turnier mit den lokalen Sportgrößen stattfinden.

Weiter nach Zäckwar – die Dorfkirche da ist noch ansehnlicher und hat eine deutlich sichtbare aber schwer lesbare Gründungsplakette am Turmsockel – und nach Spielberg – da steht eine noch bessere Kirche, wobei die etwas komisch geschnitten ist, einen sehr gepflegten Garten (kein Friedhof mit Grabsteinen) hat und wenigstens das Foyer offenstand, sodass man die Innenausstattung überschauen konnten.

Nachdem wir noch eine Weile in Punschrau bolzten – das Gras hätten die aber mal richtig mähen können, statt mit der Sense (ja, der Platz wird dort unregelmäßig wirklich mit der Sense bearbeitet) mal ein Drittel wegzuschnippeln – fuhren wir über Schulpforte – dieser Klosterkomplex mit Internat ist mehr als nur ein sehenswerter Klosterbau: das ist ein ganzes Dorf mit vielen schönen Gebäuden aus Renaissance und Gotik bzw. Neogotik – nach Naumburg.
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Während man aus dem Platz der ehemaligen Almrich Kickers eine Bolzwiese mit Kleinfeldtoren und Kinderspielplatz gemacht hat, stehen an der B88 nur noch die Überreste des Sportplatzes von Friesen: das Feld ist zugewuchert, aber es hängen noch einige Werbebanden - und die Bauruine des Sportlerheims (dieser Bauwahn brachte dem Verein den Bankrott) steht noch so sicher wie die Flutlichtmasten.

Mittlerweile spielen die Friesen auf dem Sportplatz Krumme Hufe, wo auch die Kickers 08 und der Eulauer BC spielen. Das Gelände gehört der Stadt, wobei es in den Wiesen ein Stück von Saale und Bahnstrecke entfernt recht idyllisch liegt. Die Anlage ist ziemlich weitläufig und ausbautenlos. Einzig ein von Bäumen beschatteter Graswall und ein Sportlerheimflachbau stechen etwas hervor.

Was sonst noch hervorsticht, sind noch am ehesten die Blicke der Einheimischen gegenüber Ortsfremden. Naumburg ist eine Stadt mit über 30.000 Einwohnern – wie Merseburg auch – wobei bei uns nicht annähernd so viel geglotzt wird, wie in Naumburg an jeder Ecke. In Benndorf guckte ja schon der Aufpasser vom anstehenden Turnier so blöde um die Ecke weil wir den Platz begutachteten, aber in Naumburg ist ja echt bescheuert wie man selbst bei etwas ganz Natürlichem wie Einparken in einer freigegebenen Straße blöd angegafft wird. Wenn die wenigstens freundlich wären, wie viele in den Dörfern der Umgebung, die einen dann immer höflich grüßen – aber Naumburg ist vom Umfeld her schon echt das Letzte im BLK.

Das Spiel war auch nicht besonders toll. Leider hatte Mertendorf nicht eine richtige Chance im Spiel und feuerte nur zwei, drei schwache Schüsse ab. Die Friesen spielten auch nicht sonderlich gut und verwerteten aber immerhin zwei ihrer wenigen Torchancen zu einem glanzlosen 2:0 Sieg. Bewegung war ja immer im Spiel, technisch war das auch OK, aber bei den Alten Herren bin ich mehr Torraumszenen gewohnt.
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Wir kamen in Zeitz an, als schon die ersten Turnierspiele vorbei waren. Mannschaften aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen spielten in diesem natürlich nicht so hochkarätig besetzten Flutlichtturnier mit. Schlecht war es wirklich nicht, vor allem die Atmosphäre war gut (hier kommt man mit den Leuten gleich ins Gespräch) und das Catering gut und preisgünstig. Aber so schwach wie das Flutlicht war das Spielniveau in der Hälfte der Partien auch. Aber immerhin lohnten sich dann die Spiele von Zeitz und Sömmerda und teilweise auch ein paar anderen Mannschaften. In den besagten Duellen waren die längsten und spektakulärsten Ballwechsel zu sehen. Sömmerda gewann im Zusatzsatz schließlich auch das Turnierfinale gegen Zeitz im Männerbereich (also dem Turnier für ernsthafte Spieler, Mixed war natürlich nur Freizeitsport und mehr Ball-über-die-Schnur als Faustball) in einem spannenden und guten Spiel.

Da erst kurz vor 1 Uhr nachts Schluss war, kamen wir auch erst 1.30 zu hause an. Am nächsten Morgen ging es natürlich trotzdem auf die Räder...

* Abschließend hier noch alle Ergebnisse des Turniers *
(Gruppenspiele: Zeit, Platzierungsspiele: 2 Gewinnsätze)

** Männer: **

Gruppe A:
1. SG Sömmerda 6-0 (49:35)
2. SV 1861 Groitzsch 4-2 (46:40)
3. SSV Barby 2-4 (39:49)
4. LTV Thüringen U-18 0-6 (32:44)
Sömmerda 16:14 Groitzsch, Barby 16:12 Thüringen/
Barby 13:18 Groitzsch, Sömmerda 14:9 Thüringen/
Groitzsch 14:11 Thüringen, Sömmerda 19:10 Barby

Gruppe B:
1. SG Chemie Zeitz 4-0 (30:22)
2. SV Lok Rangsdorf 2-2 (26:25)
3. SV Kurtschau 0-4 (22:31)
4. TuS Obergrochlitz [nicht angetreten]
Zeitz 16:11 Kurtschau/
Zeitz 14:11 Rangsdorf/
Rangsdorf 15:11 Kurtschau

Halbfinals:
Sömmerda 2:1 (?, ?, ?) Rangsdorf
Zeitz 2:1 (9:11, 11:4, 3:2) Groitzsch

Platz 5:
Kurtschau 2:0 (11:5, 11:9) Barby

Platz 3:
Rangsdorf 2:0 (13:11, 11:4) Groitzsch

Finale:
Sömmerda 2:1 (7:11, 11:3, 3:1) Zeitz

** Mixed **

Vorrunde:
1. BSG Motor Rochlitz 6-0 (47:40)
2. ESV Dresden Rotkäppchen 4-2 (42:34)
3. LTV Thüringen U-14 2-4 (38:48)
4. SG Chemie Zeitz 0-6 (39:42)

Finalqualifikation:
Dresden 2:0 (11:4, 11:5) Thüringen

Platz 3:
Thüringen 2:0 (?, ?) Chemie Zeitz

Finale:
Dresden 2:0 (?, ?) Rochlitz
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Statistik:
Grounds: 613 (heute 2 neue; diese Saison: 20 neue)
Sportveranstaltungen: 1.339 (heute 2, diese Saison: 22)
Tageskilometer: 150 (150 Auto)
Saisonkilometer: 2.300 (1.680 Auto/ 620 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 58
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 264

Samstag, 6. August 2011

W262II: Die erste Tour mit dem neuen Auto – über die Dörfer nach Bad Kösen

SG Blau-Weiß Bad Kösen AH 0:1 SG Friesen Naumburg
Datum: Freitag, 5. August 2011 – Anstoß: 18.30
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 0:1 nach 75 Min. (35/40) – Halbzeit: 0:0
Tor: 0-1 43. (14)
Besondere Vorkommnisse: 61. Torwart Bad Kösen wehrt Handelfmeter von Nr. 16 Friesen ab
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Anton-Zinner-Sportstätten (Kap. 2.000, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 25 (davon 1 Gästefan)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Unterhaltsames Spiel mit einigen Durchhängern und v.a. grauenhafter Chancenverwertung)
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Photos and English version:



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Am Freitagvormittag konnte ich unser neues Auto, einen Dacia Sandero Stepway, beim Autohaus Hähnel in Leuna abholen. Eigentlich ein Ford-Autohaus, besorgte uns Sportfreund Hähnel auch unser bevorzugtes Fahrzeug. Mehr als 10.000€ kann und will ich nun mal nicht bezahlen für ein Auto – und viele Fords sind selbst gebraucht noch deutlich teurer. Und wehe mir kommt jetzt einer mit dem Vorschlag Ford Ka für nur 9.900€ – ich sagte Auto, nicht motorisierte Gehhilfe!

Zum Einfahren des Dacia hatten wir uns eine schöne Route durch den Burgenlandkreis ausgesucht, die als Highlight die Besichtigung von Bad Kösen verbunden mit einem Altherrenfußballspiel in dieser Kleinstadt vorsah. Zuerst ging es aber über Bundesstraßen und Autobahnen nach Osterfeld und von dort nach Haardorf, wo es eine wilhelminische Kirche direkt an einem Freizeitfußballplatz gibt. Der Fußballplatz ist ein etwas struppiges Kleinfeld, das mit hohen Bäumen umstanden ist. Der Freizeitverein Tornado Haardorf spielt dort ab und an gegen andere kleine Teams.

Weiter ging es nach Utenbach, wo es ein besonders schönes Exemplar einer Dorfkirche gibt: holzverkleideter Turm und ebenfalls holzverkleideter und außen am Gebäude angebrachter Emporenaufgang. Etwas weiter gibt es in Großgestewitz ein gut gepflegtes Schloss zu sehen: die barocke Anlage mit sehr gepflegtem Garten wurde erst in den letzten Jahren renoviert. Für Kunstausstellungen, Kulturveranstaltungen und Ferienwohnungen wird die Anlage genutzt.

In Köckenitzsch liegt oben auf dem Berg eine kleine aber sehr schöne Kirche mit winzigem Friedhof. Gleich daneben steht eine Tischtennisplatte unter einem Vogelbeerbaum. Die Kirche war auch zugänglich: sowohl der Haupteingang, als auch der abgetrennte Emporenaufgang. Eine wirklich ansehnliche, sehr enge und weitestgehend sanierte Kirche.

Über Crauschwitz (mit C – nicht mit K wie das größere Dorf bei Weißenfels!), wo wir unverhofft einen ganz hübschen Kleinfeldfußballplatz entdeckten, fuhren wir nach Sieglitz. Der dortige Kleinfeld-Sportplatz dort wird vor allem für ein jährliches Oldtimertreffen missbraucht. Das wurde heute vorbereitet, da es am Samstag beginnen sollte. Schließlich stellten wir noch in Crölpa-Löbschütz fest, dass der Kleinfeldsportplatz sogar ausgeschildert ist und so Baum umstanden mit Sitzbänken, zwei Kleinfeld- und zwei Handballtoren, wirklich lohnend zum Spielen ist.
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In Bad Kösen steht das Stadion, das nach einem ehemaligen Bürgermeister – Anton Zinner – heißt, direkt neben dem Gradierwerk. Das ist ein recht spektakulärer Bau und über ein langes System aus oberirdischen Holzkanälen und Pumpen mit Wasser aus der Saale versorgbar. Weitere Sehenswürdigkeiten dieser ansehnlichen Kleinstadt sind eine historistische Kirche und eine ebenso historistische Burg (eine Gaststätte), diverse Villen und ein Kurpark mit zwei spektakulären Gebäuden, teilweise mit Säulen. Verglichen mit Bad Dürrenberg ist Bad Kösen mehrere Klassen höher zu veranschlagen. Das Stadion ist nicht so der Bringer, aber rundherum mit einem niedrigen Graswall versehen. Ein paar Bänke stehen vor dem Sportlerheim mit dem Wellendach. Die Umgebung ist grün, Bergzüge sind im Hintergrund zu sehen.

Heute spielten die Alten Herren der Blau-Weißen, deren Männermannschaft gerade erst aus der Kreisoberliga abgestiegen war, gegen die SG Friesen Naumburg, die nach Finanzproblemen vor ein paar Jahren aus dem Spielbetrieb auf Kreisebene abgemeldet wurde und als Freizeitmannschaft weiter geführt wird. Mittlerweile sind sie auf dem Sportplatz Krumme Hufe, wo alle Asyl nehmen, die in der Naumburger Gegend keinen eigenen Platz haben (so auch Kickers und Eulau), beheimatet.

Beide Mannschaften starteten offensiv, die Gäste aus dem nahen Naumburg hatten etwas mehr Chancen. In der ersten Halbzeit gab es im zweiten Abschnitt einen Durchhänger beider Teams, aber kurz vor dem Seitenwechsel war noch ein Aufreger zu sehen: ein Naumburger köpfte den Ball freistehend knapp neben den Kasten.

In Hälfte zwei ging es wieder gut los. Beide Teams vergaben mehrere Chancen. Nach einem weiteren kurzen Durchhänger lag der Ball dann endlich im Tor: zwei Friesen allein auf den Torwart zu, dann den Ball an ihm vorbeigeschoben. Beiden Mannschaften hatten in der Folgezeit die ein oder andere gute Möglichkeit, wobei Bad Kösen einfach nur kläglich die Torchancen vergab. Friesen schaffte es allerdings auch noch einen Elfmeter zu verschießen. Der Bad Kösener Torwart hatte aber auch prima reagiert.
0:1 war der viel zu torarme Endstand.
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Statistik:
Grounds: 599 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 6 neue)
Sportveranstaltungen: 1.323 (heute eine, diese Saison: 6)
Tageskilometer: 120 (120 Rad)
Saisonkilometer: 540 (420 Fahrrad/ 120 Auto/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 49
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 262