Posts mit dem Label Dubai werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dubai werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 21. März 2011

W241IV: Oasen, Festungen, die Hauptstadt des Staatenbundes und ein Tor aus über 50 Metern

Nady Al-Ayn (العين) - Al-Wasl Dubayy (الوصل)
Datum: Donnerstag 10. März 2010 – Anstoß 20.30
Wettbewerb: كأس إتصالات الإمارات („Etisalat“ Emirates Cup, Halbfinale des „Etisalat“ Pokals der Emirate; 1. Profiliga vs. 1. Profiliga)
Ergebnis: 3:2 nach 100 Min. (48/52) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0:1 23. ’Aysa ’Aly, 1:1 50. Ismail Ahmad, 1:2 51. Francisco Yeste, 2:2 67. Brahima Keita, 3:2 89. Elias Ribeiro
Verwarnungen: Fauzi Fayiz, Faris Djuma’a (Al-Ayn); Fadel Ahmad, Alexandre Oliviera, Waheed Ismail, ’Aysa ’Aly (Al-Wasl)
Platzverweise: keine
Spielort: استاد آل نهيان بنادي الوحدة (Al Nahyan Stadium, Stadion der Nahyan Sippe: Kap. 12.000 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 2.500 (davon ca. 1.300 Waslawy)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Besonders in 2. Hälfte gutes Spiel mit einem genialen Tor von Wasl und guter Stimmung)

Photos and English version:
a)
Fortresses in the United Arab Emirates
b)
Sacred Buildings in the United Arab Emirates
c)
Skyscrapers and the Desert: United Arab Emirates
d)
Al-AIN 3:2 Al-WASL (ETISALAT CUP SEMI-FINAL)

Videos:
e)
Al-Wasl Support Right After Kick-Off
f)
Al-Wasl takes the lead by converting a penalty kick
g) Yeste’s Fantastic Goal (by Esporte Interativo, Abu Dhabi Sports 2)
IMG_7790 قلعة جهيلي  في مدينة العين
Am zweiten Tag in den VAE fanden wir uns schon erheblich besser in Dubai zurecht, als am ersten. Nach al-Ain war auch kein Problem, da man auf der Autobahn eh immer geradeaus fährt: die hat meist vier Spuren auf jeder Seite, ab und an mal ein paar Kurven, rechts und links Palmen, Bäume und Büsche, dahinter feinste Sandwüste mit vereinzelten Oasen oder Farmen. Zwischen Faqa’ und Al-’Ayn sind keine Radarkontrollen, weswegen man schon mal von einem dicken Geländewagen, der wohl zur Kleidung des Fahrers passen soll (weiße Karosserie, weiße Dishdasha), mit 150 rechts überholt.

Al-’Ayn ist eine der ältesten und grünsten Städte der VAE und gehört zum Emirat Abu Dhabi. Besonders sehenswert sind die Festungen in Al-’Ayn, zumindest die vom Stadtteil Al-Jahili. Die ist kostenfrei zu besichtigen und hat innerhalb des quadratischen Lehmbaus mit einem massiven zweitürmigen Eingangstor und einem auf einer Seite anschließenden, sehr regelmäßig runden und sich nach oben verjüngenden Turm, noch einen weiteren, älteren Teil, der gesondert eingefasst und gesichert ist. Der schon erwähnt Turm ist ein architektonisches Prunkstück und prangt als Symbol auf einigen Wappen, die mit der Stadt in Verbindung stehen (Stadtwappen, Sportverein etc.). Auch das Museum hat solche Türme nachgebaut. Anschließend an viele der Forts sind Oasen. Wenn die Türen der Grundstücke offenstehen, erlaubt der Besitzer Besuchern den Zutritt. Im Schatten der oft 10m hohen Palmen ist es angenehm, unterhalb der dicken Stämme verlaufen Bewässerungskanäle. Am Rande der Stadt ziehen sich schroffe Berghänge entlang – man merkt dadurch die Nähe zum Oman.

Wir machten uns dann auf den Weg nach Abu Dhabi. An einer Raststätte aßen wir zu Mittag, wobei die guten Raststätten alle ein blaues Hinweisschild mit einem Alderkopf drauf haben. So eine gute Raststätte hat einen gut sortierten Verkaufsraum für Autopflegemittel, Getränke, Baguettes usw. neben der Tanke, einen besseren Imbiss (z.B. Southern Fried Chicken bzw. Dajaja Jenubiyye, eine britisch-emiratische Fastfoodkette wo es v.a. prima Broiler Variationen gibt) und natürlich auch eine Moschee, die allerdings meist nur ein besserer Baucontainer mit einem mickrigen Türmchen von Minarett ist.

Während al-Ain wirklich eine geschichtsträchtige Stadt ist, hat Abu Dhabi nur Moderne zu bieten. Aber was für welche! Gleich am Eingang des Ortes befindet sich die größte Moschee der VAE und achtgrößte der Welt. Die Shaykh Zayed bin Sultan Al Nahyan Moschee ist ein gewaltiger, moderner, 2007 nach fast 11 Jahren Bauzeit fertig gestellter Prachtbau in weiß mit goldenen Palmwedelkapitellen, absolut symmetrischen Säulengängen, glänzenden Steinfußböden die im Minutentakt von Indern und Pakistani gewischt werden und enorm vielen Kuppeln zwischen den schlanken, hohen Minaretten. Als Nichtmuslim darf man den Gebetssaal nur zu sehr begrenzten Zeiten besuchen. Aber in den Innenhof darf man außerhalb der Gebetszeiten immer kostenlos. Dort darf man auch fotografieren, was im Gebetsraum verboten ist. Allein der Innenhof mit den Säulenumgängen lohnt schon das Kommen.

Wenn man sich weiter in die Stadt hineinbewegt, stellt man fest: navigieren ist hier viel einfacher als in Dubai. Auch wenn Dubai die eindrucksvolleren Bauten hat (die Glasfassaden an der Corniche von Abu Dhabi sind aber auch gut), Abu Dhabi hat die noch schöneren Grünanlagen (vor allem gegenüber der Corniche, die auch mehr daher macht als die Corniche am Dubai Creek), die noch besseren Sportanlagen (v.a. das futuristische Mohammed Bin Zayed Stadion von Nady Al-Jazeera) und die viel regelmäßigere und übersichtlichere Infrastruktur. Abu Dhabi ist übrigens die Hauptstadt des Staatenbundes, obwohl Dubais 3,4 Millionen Einwohner den 1,8 Millionen Abu Dhabis gegenüberstehen. Ich erwähne das hier nur, weil irgendwie fast alle meinen, Dubai sei die Hauptstadt der VAE. Mittlerweile hat zwar jeder Trottel mitgekriegt, dass Ankara und nicht Istanbul die türkische Hauptstadt ist, aber über die VAE ist hierzulande doch noch nicht so viel angekommen...
IMG_7910 مسجد الشيخ زايد
* * * * * * * * * * * * * * * * *
IMG_8019
Ebenfalls kaum angekommen ist die Information, dass sich die Fußballliga zu einer wirklich starken Liga etabliert hat, die nicht nur wegen ihrer ausländischen Spieler in Asien zu den Größen zählt. Eine feste Größe im emiratischen Fußball ist der Dubaier Club al-Wasl (die Verbindung). Der siebenfache Meister und dreimalige Pokalsieger hat auch schon die Clubmeisterschaft der Golfregion gewinnen können. Einen Schal davon kaufte ich vorm Stadion für 5,50€ einem Händler ab. Die Karten waren mit 2€ pro Stück für unüberdachte Sitzplätze auf der Gegengerade noch billiger. Auch der Sport- und Kulturverein Nady ar-Riyadhiyya wath-Thaqafiyya al-’Ayn (Die Quelle) hat Titel zu bieten: als Championsleague Sieger 2003, neunmaliger Meister und neunfacher Pokalsieger sogar die meisten in den VAE. In dieser Saison stehen beide nicht besonders gut dar: Al-Wasl in der Liga nur 5. und Al-Ain sogar nur 11. von 12 und damit auf einem der beiden Abstiegsplätze.

Da dieses Pokalhalbfinale im zweitwichtigsten Pokal der VAE (vergleichbar mit dem Liga-Pokal, nur besser) auf neutralem Platz stattfand, waren keine Massen von Fans (v.a. Al-Wasl zieht schon mal in der Liga fünfstellige Zuschauerzahlen an) da und ein Heimvorteil für eine der Mannschaft von der Fanverteilung her kaum auszumachen, aber die Waslawy supporteten die Gelb-Schwarzen doch von Anfang an sehr ordentlich: Fahnen und Zettelchoreo, Papierschnipselregen, Trommeln, Megaphon, Gesänge... Von den Aynawy war bis kurz vor Schluss (ab dem 3:2) fast nichts zu hören – aber wir saßen ja auch im al-Wasl Block.

Das Spiel war nicht so gut, wie fast alle anderen al-Wasl Spiele die ich im Fernsehen gesehen hatte. Die Gelb-Schwarzen taten einfach zu wenig und hatten kaum Torchancen. Auch funktionierten die oft genialen Pässe und Zuspiele nicht immer so sicher. Al-’Ayn machte nur nichts aus ihren Chancen bzw. der gute Torwart vereitelte die Führung. Einige Wackler gab es aber in der Aynawy Abwehr schon: einer führte zu einem berechtigten Elfer, den ’Aysa ’Aly sicher verwandelte.

In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel enorm an Fahrt auf, aber al-’Ayn war weiterhin die bessere Mannschaft. Nach 50 Minuten war der Ausgleich auch überfällig. Schön eingeköpft. Noch viel schöner jedoch die Antwort von al-Wasl: Yeste hämmert einfach mal vom Anstoßpunkt drauf und erzielt mit Aufsetzer – der Ball springt über den an der Strafraumgrenze rumstehenden Al-’Ayn Torwart ins Eck – die erneute Führung, sofort nach dem Ausgleich. Das waren mehr als 50m Entfernung! Auch der erneute Ausgleich für die Quellenkicker war ganz nett gemacht; reingezirkelt aus dem Feld zwischen Fünfmeterraum und Strafraumgrenze. Wie zu befürchten war, kam Al-’Ayn so gut ins Spiel, das sie kurz vor Schluss ein Foul im Strafraum provozierten, berechtigterweise Elfmeter bekamen und diesen sicher – Torwart verladen und ins Eck gezimmert – verwandelten.

Vom nach der Sippe der Nahyan, die Herrscherfamilie des Emirats Abu Dhabi und wichtigste Familie des Staatenbundes, deren wichtigste Vertreter auch Porträts hinter der Stadiongegentribüne haben, benannten Stadion, was übrigens auf zwei Seiten von hohen Glasfassadenbauten umgeben ist und Sitzen in edlen dunklen Rottönen, die aber nur auf einer Längsseite überdacht sind, zu bieten hat, kamen wir recht zügig weg und erreichten unser Hotel in Dubai – das Royal Falcon kann ich an dieser Stelle nur noch mal loben: da kann man kaum meckern bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis – um kurz nach 1.00 Uhr.
IMG_8023
Statistik:
Grounds: 538 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 88 neue)
Sportveranstaltungen: 1.240 (heute eine, diese Saison: 127)
Tageskilometer: 500 (Auto)
Saisonkilometer: 26.290 (12.970 Auto/ 4.730 Bahn, Bus, Tram/ 4.950 Flugzeug/ 2.830 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 4
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 241

W241III: Von wahnwitzigen Wolkenkratzern und internationalem Umfeld

Ägypten (U-20) 1:0 Saudi-Arabien (U-20) Datum: Mittwoch, 9. März 2011 - Anstoß 19.30 Wettbewerb: Freundschaftsspiel von U-20 Junioren-Auswahlmannschaften Ergebnis: 1:0 nach 96 Min. (45/51) – Halbzeit: 1:0 Tor: 1:0 5. EGY Verwarnungen: 1x Gelb KSA Platzverweise: keine Spielort: Stad Hamid at-Tayyar (Kap. 3.000 Stehplätze) Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 80 Emiratis, 10 Saudis, 8 Ägypter und 2 Deutsche) Unterhaltungswert: 4,0/10 (Durch enorme Ausgeglichenheit beider Teams gab es kaum Torchancen, aber schlecht oder langweilig war das Spiel nicht) Sightseeing: 6,0/10 (Sehenswürdigkeiten haben sich schon anzugucken gelohnt, aber die Fahrerei etc. war nervtötend) Photos and English Version: a) Fortresses in the United Arab Emirates b) Sacred Buildings in the United Arab Emirates c) Skyscrapers and the Desert: United Arab Emirates d) U-20 Friendly Match: Egypt vs. Saudi-Arabia, in Dubai IMG_7635 Kaum am Flughafen von Dubai gelandet, schon waren wir auch am Mietwagenschalter. Die Zollbeamten in Dischdaschas und Latschen – sollte das ne Uniform darstellen? – stempelten nur schnell den Stempel rein und ließen einen dann ziehen. Auch die Mietwagenabholung klappte problemlos. Mit dem Mietwagen von Hertz fuhren wir dann noch in der Nacht los und kamen nach über einer Stunde Fahrt in Dhayah an. Das ist ein Dorf im Emirat Ras al-Khayma, in dem es eine kleine Festung gibt. Dort ruhten wir uns knapp 2 Stunden im Auto aus und stiegen dann zur Festung hoch, die aus Lehm, Steinen und Holzstangen gefertigt ist und die einzige erhaltene Felskegelfestung der VAE ist. Weiter ging es nach Ras al-Khayma wo wir günstig in einem indischen Supermarkt was fürs Frühstück einkauften und die Hauptmoschee begutachteten. Die konservativen Golfstaatenbewohner wollen im Normalfall keine Nicht-Muslime in ihren Gotteshäusern, so waren die einzigen Moscheen, die wir auf dieser 14tägigen Reise von innen sahen, jene in Istanbul. In der kleinen Hafenstadt Jazeerat al-Hamra gibt es ein paar Ruinen, die zwischen 20 und weit über 200 Jahre alt sind. Besonders der Festungsturm, der auch mit der abenteuerlichen Leiter zu erklimmen ist, ist ein schönes Beispiel für die Architektur vergangener Tage. Während die einen Bauten vor sich hin verfallen, stehen hundert Meter weiter moderne Betonbauten und ein Fußballstadion für den Zweitligisten und einen Kilometer entfernt sogar neue Wolkenkratzer. Umm al-Quwayn war mal ein Fischerdorf – und das sieht man dem Nest auch an. Bizarr, wie mitten in einem kargen Wüstenstreifen eine Luxusvilla steht. Die Vorfahren des Besitzers haben bestimmt nicht mehr als ein Zelt an dieser Stelle aufgebaut... Die Altstadt ist teils verfallen, doch die Festung sehr gut erhalten. Vor dem Festungsgebäude sind Kanonen und ein Panzer zu sehen. Der Eintritt beträgt weniger als 1€, aber wir wollten weiter und uns nicht mit einer Schulklasse zusammen ein Museum angucken. ’Ajman ist dann das langweiligste und uninteressanteste Emirat. Damit ich dort überhaupt mal wenigstens ein Foto gemacht habe, nahm ich die größte Moschee, einer der vielen Shaykh Zayed-Moscheen, auf. In Sharjah gibt es mehr zu sehen, aber hier beginnt das Verkehrschaos von Dubai. Wir schauten uns also nicht den Kulturpalast an, sondern nur ein paar Häuserschluchten. IMG_7611 القلعة في أم القيوين Häuserschluchten gibt es in Dubai genug. Das Emirat und seine Hauptstadt kennt man als Hightech-Ort in der Wüste. Doch außer tollen Wolkenkratzern, zu denen auch das höchste Gebäude der Welt zählt und die Devise „Hauptsache groß und interessant, Zweckmäßigkeit egal“ gilt, hat Dubai noch eine schöne Promenade an einem Creek (hier ein Meeresarm) und eine rekonstruiertes historisches Viertel mit nachgeahmter Lehmziegelbauweise. Bis wir das Hotel Royal Falcon (für 35€ pro DZ und Nacht ist die Qualität echt hervorragend!) gefunden hatten, verging eine Weile. Der Stadtverkehr von Dubai ist extrem langsam, da immer alle mit dem Auto irgendwo hin wollen. In der Stadt sind dann auch viel mehr Verkehrsverstöße zu beobachten als Überland, wo dauernd abgezockt wird. Unglaublich, wie mittel- und nordeuropäisch die Emirate in dieser Hinsicht sind. Die VAE sind was das Autofahren angeht das langweiligste Land des arabisch-islamischen Raumes – wo bleiben die wilden Rasereien und Wendemanöver? Was fällt meinen Lesern beim Stichwort „Sport in den VAE“ ein? Natürlich spielen die alten Sportarten Kamelrennen und Falkenjagd noch eine große Rolle. Auch Pferdesport ist beliebt, doch unlängst hat Fußball den typischen Beduinenfreizeitbeschäftigungen den Rang abgelaufen. Kleinere Szenen haben auch logischerweise so populäre und einfach auszutragende Sportarten wie Handball, Volleyball und Basketball. Dass man in Dubai und manchen anderen Städten der VAE auch ungewöhnliche Sportarten ausüben kann, dürfte auch bekannt sein. Seit ein paar Jahren gibt es eine Kunstschneehalle, in der man Skifahren kann. Aber wer denkt beim Stichwort „Sport in den VAE“ schon gleich an Eishockey? Und dass seit den frühen 1970ern dort Eishockey gespielt wird, hat sicherlich auch kaum jemand gewusst, oder?! Leider wurde das Spiel der EHL (Emirati Hockey League) verlegt, sodass wir im Sportkomplex von An Nasr Dubai, wo sich neben Fußball- und Tennisanlagen eben auch eine Eissporthalle, eine indische Kirche (für die Orthodoxen aus Kerala), Kulturzentren für Sudanesen, Iraner und andere, sowie auch ein Treffpunkt für Norweger - stilecht ein Holzhaus - befinden, nach einem anderen Spiel Ausschau halten mussten. Im großen Stadion führte die Reserve (?) von Nasr gerade mit 4:0, wobei keine fünf Minuten mehr zu spielen waren. Also auf zum kleineren, direkt daneben liegenden Stadion, das nach Hamid Tayyal benannt wurde: dort spielte die ägyptische U-20 gegen die saudi-arabische U-20 ein Freundschaftsspiel. Ägypten ging im auf drei Seiten mit je fünf massiven Betonstufen umbauten Stehplatzstadion bereits nach 5 Minuten 1:0 in Führung. Danach gab zwar auch noch Chancen auf beiden Seiten, aber beide Teams waren sich auf technisch gutem Niveau so ebenbürtig, dass kaum Torschüsse zustande kamen. Die wenigen Torchancen wurden von den jeweiligen Torhütern vereitelt oder knapp vergeben. Am Ende natürlich ein verdienter Sieg für die „Pharaonen“ gegen die Wahhabiten. Stimmung war übrigens gar nicht vorhanden, da die meisten Zuschauer neutrale Emiratis waren. Die wollten wohl nur noch mehr internationales Flair erleben, als sie das so wie so schon tun. Wir waren z.B. bei einem indischen Imbiss vor dem Spiel gewesen, der Hauptgerichte für nur 2€ oder 3€ anbietet. Alles auf ganz ordentlichem Niveau. Gegenüber war dann natürlich noch ein Supermarkt, wo unsere Kassiererin einen Sari trug. Mit Arabisch braucht man denen da übrigens nicht zu kommen: die können nur Englisch und Hindi oder eine andere Sprache aus dem Bereich. Die Gastarbeiter – so auch Westeuropäer etc. – können generell oft kein Arabisch. Ist schon interessant, wie sich Leute, die sich in ihren Heimatländern garantiert an Arabern oder anderen Zuwanderern, die keine vernünftigen Sprachkenntnisse haben, stören, im Ausland selber nicht die Umgangssprache können. Mal ganz davon abgesehen, dass die Kenntnisse der Landeskultur meist sehr limitiert sind, was in dem doch recht polyglotten Land das viel größere Problem ist als die Sprache. Was hierzulande von den Einwanderern erwartet wird, brauchen unsere Auswanderer wohl nicht zu erfüllen... IMG_7702 Statistik: Grounds: 537 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 87 neue) Sportveranstaltungen: 1.239 (heute eine, diese Saison: 126) Tageskilometer: 400 (Auto) Saisonkilometer: 25.790 (12.470 Auto/ 4.730 Bahn, Bus, Tram/ 4.950 Flugzeug/ 2.830 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre) Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 241

W241II: Von einer heimlichen Hauptstadt in die nächste – Istanbul nach Dubai

Photos and English Version:
ISTANBUL – ALL SIGHTS FROM HAGIA SOPHIA AND BLUE MOSQUE TO ANADOLU CASTLES AND ÜSKÜDAR

Am letzten Tag von unserem Istanbul-Trip liefen wir noch über die Galatabrücke in die südlich des Taksim-Platzes gelegenen Ecken. Die Besichtigung des Galataturms ließen wir sein, da er 1. unangemessen hohen Eintritt verlangt und 2. der Blick von dort auf die Stadt nur bei gutem Wetter etwas bringt. Und von gutem Wetter waren wir heute weit entfernt: 3 Grad über Null und Schneeschauer – und das Anfang März in Istanbul...
IMG_7480
Danach besichtigten wir noch Randgebiete der Altstadt, wie die recht eindrucksvolle Süleymanie-Moschee und eine Straße mit mehreren Holzvillen. Zwischen diesen Sehenswürdigkeiten gab es aber auch auffälligen Verfall und Leerstand. In jedem Fall aber hat sich die Reise nach Istanbul äußerst gelohnt. Istanbul ist definitiv eine der schönsten Städte die ich kenne – und ich kenne gar nicht wenige!

Mit der Metro ging es zum Flughafen und von dort mit Turkish Airlines nach Dubai. Eine modernere, ordentlichere und bessere Maschine, sowie besseres und reichhaltigeres Essen an Bord habe ich noch nie erlebt – mit klarem Abstand der interessanteste Flug mit der bisher besten Fluggesellschaft, mit der ich geflogen bin! Wenn man schon so einen hässlichen Nachtflug hat, dann wenigsten während dem Essen der Hähnchenbrust mit Gemüse, Kichererbsenpüree, scharfen Tomatensalat und Pudding, die Musikbibliothek mit türkischer „Arabesque“ im Entertainmentsystem des Vordersitzes durchgehen.
IMG_7663
Statistik:
Grounds: 536 (heute kein neuer Ground; diese Saison: 86 neue)
Sportveranstaltungen: 1.238 (heute keine, diese Saison: 125)
Tageskilometer: 3.010 (3.000 Flugzeug, 10 Metro)
Saisonkilometer: 25.390 (12.070 Auto/ 4.730 Bahn, Bus, Tram/ 4.950 Flugzeug/ 2.830 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 241