Montag, 17. August 2015

W472VI-VII: Groundhopping ganz ungewöhnlich: Kopfballtischtennis, deutsch-niederländische Motoball-Bundesliga und Schweizer Ringkampf mit Folklore

100. Basellandschaftliches Kantonalschwingfest in Ormalingen
- Datum: Sonntag, 16. August 2015 – Beginn: 8.15
- Wettbewerb: Kantonaler Wettkampf im Schwingen mit internationalem Teilnehmerfeld
- Ergebnisse: Sieger = Räbmatter Patrick (Aargau)
- Wettkampfort: Turn- und Schwingplatz Ormalingen (Kap. 2.000, davon 1.500 temporäre Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.200
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehenswerte Sportart mit interessantem volkstümlichen Drumherum)

MSC Philippsburg ............................................... 4
Motoballvereniging Budel ................................... 4
- Datum: Samstag, 15. August 2015 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Motoballbundesliga, Süd-Gruppe (1. Spielklasse im deutschen Motoball)
- Ergebnis: 4-4 nach 80 Minuten (4x20); Viertelstände: 0-3, 1-1, 1-0, 2-0
- Tore: 0-1 1. Miel Looymans, 0-2 16. Miel Looymans, 0-3 17. Miel Looymans, 0-4 22. Miel Looymans, 1-4 37. Jan Zoll, 2-4 46. Jörg Leipert, 3-4 72. Jan Zoll, 4-4 78. Jan Zoll
- Grüne Karten (2 Minuten): Nr. 10 (Budel), Jan Zoll (Philippsburg)
- Gelbe Karten (5 Minuten): keine
- Rote Karten (Platzverweis): keine
- Spielort: MSC Arena (Kap. 1.300 Stehplätze und 36 gesperrte Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon Gästefans: 0?)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutes und sehr spannendes Spiel)

Headis World Championship 2015
- Datum: Samstag, 15. August 2015 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Internationales Turnier im Headis
- Ergebnisse: siehe Website Headis
- Spielort: Freibad Waschmühle, Kaiserslautern (Kap. der Sportwiese: je ca. 50 Stehplätze pro Platte, Kap. der Schwimmsportanlagen: 400 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50-100 (spielfreie Aktive, Fans, Badegäste)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr originelle und auch unterhaltsame Sportart!) Schwingfest Ormalingen 2015 (100. Basellandschaftliches Kantonalschwingfest) Photos with English Commentary:
a) Headis: World Cup in Kaiserslautern
b) Motoball: MSC Philippsburg v MBV Budel
c) Schwingen: Traditional Swiss Wrestling in Ormalingen
d) Switzerland, Basel County: Farnsburg, Bischofstein, Fluematten, Augst

Beim Spiel der deutschen Australian Football Liga zwischen Köln und München unterm Kölner Fernsehturm hatte ich zwei junge Frauen gesehen, die „Tischtennis“ mit einem handballgroßen Gummiball, den sie mit dem Kopf auf die andere Seite der Platte beförderten, spielten. Irgendwie hatte ich auch schon mal etwas von einer neuen Sportart wie „Kopfballtischtennis“ gehört. Einmal gegoogelt und schon war ich auf der Website für „Headis“, wie sich diese 2006 erfundene Sportart nennt. Die beiden Frauen waren wohl eher die Ausnahme im Headis, denn es gibt nur 60-70 aktive Spielerinnen gegenüber weit mehr als 300 aktiven Männern. Und an diesem Wochenende trafen sich anlässlich der Weltmeisterschaft, dem wichtigsten Turnier des Jahres, diese zumeist jungen Sportler, im Freibad Waschmühle in Kaiserslautern, wo dieser Sport erfunden wurde. Ein Sportstudent der Uni Saarbrücken hatte nämlich den Bolzplatz auf der Sportwiese des Schwimmbads belegt vorgefunden, sodass er mit seinen Kumpels auf die Idee kam, den Ball über die nicht belegten Tischtennisplatten zu köpfen. So schnell kann man einen Sport erfinden: eine originelle Idee und als Sportstudent auch noch die Möglichkeit sie etwas zu institutionalisieren! Es gibt nun ein festes aber überschaubares Regelwerk und offizielle Bälle (leichte, aufpumpbare Gummibälle), die über Standard-Tischtennisplatten geköpft werden.

Die Zählweise entspricht jener beim Tischtennis, nur fand ich diese Headis-WM erheblich unterhaltsamer als Tischtennis. Im Gegensatz zu den Pingpongfritzen haben die Headis-Sportler kein Problem mit Lärm, nahe an der Platte rumlaufenden Zuschauern und andere lächerliche Allüren. Durch den Körpereinsatz scheint Headis auch athletisch anspruchsvoller als Tischtennis zu sein, denn vor allem etliche männliche Sportler hechteten sich wild nach dem Ball, stützten sich auf der Platte ab um geschickte Kopfbälle zu präsentieren oder retteten einen Kantenball noch mit einem Sprung auf den Boden wo sie den Ball in 30cm Höhe noch einmal zurückbeförderten. Manche schafften es übrigens auch beim Anwurf durch geschicktes Drehen des Balles beim Abwurf ihn mit Spin zu köpfen. Und das bei Dauerbeschallung von Dancehall, Rap und Rock durch den DJ... Das schnelle und dynamische Spiel hat zwar einen Wettkampfcharakter, aber der Spaß steht klar im Vordergrund. Ich hätte auch noch länger als drei Stunden bei dieser sympathischen Veranstaltung bleiben können, aber ich machte mich für einen noch erheblich spektakuläreren Sport nach Philippsburg, zwischen Speyer und Karlsruhe in Baden gelegen, auf... Headis World Championship 2015 Wirtschaftlich ist Philippsburg Vielen wegen des Atomkraftwerkes ein Begriff, dessen Kühltürme man auch vom Motoballplatz sieht. Der Motoballplatz liegt in einer Sackgasse auf einer per Deich vom Altrhein-Zufluss getrennten Wiese. Die Platzanlage an sich ist sehr schlecht: offensichtlich wurde eine Wiese mit einer Schicht grauem, feinen Schotter oder Kies bedeckt – hier drückt offenbar stets Grundwasser auf den Platz hoch, sodass hier häufiger als anderswo Spiele abgesetzt werden müssen da der Platz unbefahr- bzw. unbespielbar ist. Zu diesem miesen, dem Standort geschuldeten Platzbelag (eine Modernisierung wie in Kuppenheim oder Ubstadt mit Verbundpflaster dürfte unmöglich sein aufgrund des unsteten Untergrunds) passt auch die Tribüne, die wohl „Bob The Cowboy Builder“ oder sein deutscher Kollege „Bob der Pfuscher“ höchstpersönlich errichtet hat: drei Reihen, sechsunddreißig Plätze, ordentliche Lehnen, gutes Stahlgerüst – aber dann in die Brombeerhecken zwischen einen Container und dem ordentlichen Vereinsheim gestellt, sodass keine freie Sicht aufs Spielfeld möglich ist... Die Tribüne war gesperrt – für die in der Südgruppe üblichen 6€ Eintritt (hier auch Ermäßigungen für Studenten: 4,50€) konnte man aber sehr schön vom Deich aus zugucken oder an der Bande stehen. Auf einigen Plätzen hat man Sicht auf die Bahnstrecke, den Turm der barocken Kirche oder das Atomkraftwerk.

Das Hinspiel hatte ich gesehen: Philippsburg und Budel lieferten sich in den Niederlanden ein hervorragendes Match, das mit einem sehr torreichen aber knappen Sieg der Niederländer endete. Heute ging es mehr denn je für den Gast aus Budel um die Play-offs. Man merkte es ihnen auch an: Budel hatte Anstoß, trug souverän seinen Angriff vor und schoss nach 20 Sekunden das 0:1. Bis zur ersten Pause hatten sie die Gastgeber soweit im Griff, dass sie mit sparsamer Chancenverwertung und souveräner Abwehrarbeit 0:3 in Führung gingen. Im zweiten Viertel legten sie schnell zum 0:4 nach und Philippsburg schien kein Mittel gegen die gute Abwehr und den starken Torwart zu finden. Das disziplinierte und faire Spiel wurde von beiden Teams trotz dünner Personaldecke (8 gegen 7 Spieler, d.h. nur drei bzw. zwei Auswechsler und Philippsburg türkischer Spieler packte sich ziemlich heftig kurz vor dem 0:3, sodass er erst zum Ende der Partie noch mal auf dem Platz war bzw. erst am darauffolgenden Tag, wo das Nachholspiel gegen MSC Mörsch mit 17:0 gewonnen wurde, wieder richtig per Treffer in Erscheinung trat) gemeistert. Also eigentlich hatten sie somit nur 2 Wechsler pro Team die meiste Zeit über. Jedenfalls erzielte Philippsburg kurz vorm Seitenwechsel endlich den Treffer zum 1:4. Nach dem Seitenwechsel verkürzten sie auf 2:4, doch wenn man beachtete, dass sie die fahrerisch schwächere Mannschaft waren, erwartete man immer noch nicht, dass sie das Spiel noch drehen würden. Doch im letzten Drittel ließ Budel etwas nach und der MSC gab nun alles, sodass sie nach zwei Toren ihres besten Spielers den überraschenden, aber dennoch verdienten Ausgleichstreffer zum 4:4 schafften! MSC Philippsburg 4:4 MBV Budel (Motoball Bundesliga) Nach dieser tollen Motoballpartie fuhr ich zwei Stunden nach Süden, nach Mulhouse. Im F1 kann man für weniger als 30€ pro Zimmer übernachten – in der benachbarten Schweiz bekommt man dafür gerade mal ein normales Mittagessen und Hotels kosten locker 100€ die Nacht. Im Übrigen ist mir dieses korrupte, überhebliche und völlig überbewerte Land absolut unsympathisch. Das Einzige was mich an der Schweiz interessiert, ist ihre Sportszene. Burgruinen in grüner Berglandschaft gibt es in Österreich und Teilen Frankreichs und Deutschlands mehr und schönere und städtebaulich ist die Schweiz unansehnlich. Ohnehin weiß ich nicht, was die Scheiße soll, in die Schweiz zu fahren, um die Alpen zu besuchen: in Deutschland und Österreich sind Preis-Leistungs-Verhältnis schon nicht gut, in Frankreich und Italien noch schlechter: aber Schweiz und Lichtenstein sind einfach total überteuert und bieten dazu nur Dürftiges. Aber wenn man in Frankreich (je nach Ziel Mulhouse, Montbeliard etc.) günstig übernachtet oder in Süddeutschland campt und in jedem Fall vorher in Deutschland günstig einkauft, kann man einen Tagesausflug in die Schweiz machen. Dann noch mit der Visa von z.B. der DKB ohne Gebühren und mit Belastung in Schweizer Franken (nicht in Euro) Geld abheben und dieses nur für Eintrittskarten ausgeben und man hat dem korrupten Staat, der mit zweifelhaften Banking-Machenschaften von einer ärmlichen Bauernrepublik zu einem der reichsten Länder der Welt wurde, das aus unerfindlichen Gründen auch noch angesehen ist – von wegen Neutralität aus Weisheit: Feigheit und Ignoranz sind es, weswegen man sich aus allem raushält, denn Neutralität heißt auch, niemanden zu unterstützen und zu helfen – so wenig wie möglich Geld dagelassen. Da die Schweiz wie Nachbar Lichtenstein ein Geldlagerplatz für Bankenkriminelle und Schwer- sowie Kriegsverbrecher aus allen Teilen der Welt ist, gelten ein paar abstruse Bestimmungen. OK, die Schweiz ist das Land der abstrusen Bestimmungen: immerhin wurden die Fahrradnummernschilder nach einer Regeländerung bei der Haftpflichtversicherung abgeschafft, aber wenn man meint, in Deutschland sei jede Scheiße reglementiert, hat man von den Regeln zur Meerschweinchenhaltung oder Papiertellerverbote in Crèperien in der Schweiz noch nichts gehört. Aber wenn man an Geldautomaten genötigt wird, mindestens 100 Franken (95€) abzuheben, hört der Spaß irgendwo auf. Denn viele ausländische Besucher sind Tagestouristen aus Deutschland und Frankreich, die wissen, dass sie beim Bargeldtausch abgezockt werden und deshalb UBS und Konsorten aufsuchen – die sind allerdings eher auf schwerreiche Touristen, die wochenlang in der Schweiz bleiben, und diverse Diktatoren samt Anhang, die nicht unter 1.000 Franken pro Tag zurechtkommen, eingestellt... Hab dann später schwarz die Franken an einen Kumpel weiter getauscht, der demnächst ebenfalls von Frankreich aus die Schweiz besuchen will und mir entsprechend Euros bar gegeben hat...

Vor dem Besuch meines Tagesziels machte ich eine erste Besichtigung: die recht ansehnliche Burgruine Farnsburg steht zwischen Buus und Rickenbach, einige Kilometer südlich von Rheinstetten wo ich die Grenze passierte, frei zugänglich im Wald. Als Wanderzeit sind 20 Minuten auf einem Schild angegeben: eine Lachnummer für sportliche Eidgenossen und Touristen; in 7 Minuten stand ich auf der Zugbrücke, nach Besichtigung und Abstieg war ich 25 Minuten später wieder am Auto. Leider war es sehr neblig und regnerisch, sodass die Besichtigung nicht so toll war. Nach dem Schwingfest in Ormalingen, das Wetter war mittlerweile ganz angenehm, besuchte ich noch eine Burgruine bei Sissach, die Bischofstein, die noch abgelegener liegt (die laut Schild 40 Minuten Wanderzeit waren aber in 25 geschafft) und durch die Kammlage und den Turmstumpf des Bergfrieds, der mit einer steilen, 5m hohen Metalltreppe bezwungen werden kann, zu gefallen weiß. Weniger zu sehen gibt es im benachbarten Fluematten, wo sich außer den Wehrmauern vom mittelalterlichen Dorf nichts mehr erhalten hat. Sehenswert ist aber noch Augst (Basel Landschaft), das auf seinem Stadtgelände etliche römische Ruinen u.a. auch ein kleines Amphitheater, einen Tempel und ein gut rekonstruiertes und ziemlich stattliches Theater zu bieten hat. Alles ist frei zugänglich 24 Stunden lang – nur das Museum kostet Eintritt. Bischofstein castle ruin Der Grund für meinen Schweiz-Ausflug war dann aber das oben erwähnte Schwingfest in Ormalingen, genauer gesagt das 100. Kantonale von Basel Landschaft, bei dem man für 18 Franken Eintritt um die 10 Stunden unterhalten wurde. Schwingen ist eine historische Variante des Ringkampfes, die in der Schweiz seit etwa 200 Jahren wettkampfmäßige Strukturen hat. Der Kampfstil ist natürlich sehr ähnlich dem Olympischen Ringen, ein paar Judo-Elemente kann man vielleicht auch ausmachen, aber eine Besonderheit ist der Griff an die Seite der Überhose des Gegners, an der auch ein Griff freigelassen ist. Wegen dieser Technik wird das Schwingen auch als „Hose(n)lupf“ bezeichnet. Die Hose ist eine Art Überhose oder Shorts aus Zwilch, darunter tragen die Athleten lange Hosen, die mehr oder weniger traditionell sind. Auch die langen Oberhemden kommen altmodisch daher, wie auch das gesamte Ambiente beim Schwingen. Aber das ist nicht nur ein ganz wichtiger Bestandteil dieser Sportart, schweizer Traditionen und Werte zu betonen, Folklore zu präsentieren usw. sondern das macht diese Sportart auch so interessant für einen Nicht-Schweizer, selbst einem der generell eine schlechte Meinung von Land und Leute hat.

Die Wettkampfkleidung der Athleten ist in jedem Fall ansehnlicher als die Wettkampfkleidung der olympischen Ringer. Noch schöner sind die klassischen Klamotten der Ringrichter, die überwachen, ob einer der Kämpfer mit Rücken oder Schulter auf dem Ringboden gelandet ist. Eine Besonderheit: der Ring, der etwas kleiner als eine Ringermatte scheint, ist mit ca. 10cm Sägemehl ausgelegt. Das Zeug ist schön weich, aber immer wieder holt der Ringrichter auch mal lange Holzstücke bis 15cm, die nicht richtig zermahlen wurden, heraus. Beim Schwingen steht der Schultersieg viel mehr im Mittelpunkt als beim Ringen. Schafft man nach 6 Minuten keinen solchen Sieg, wird der Kampf meist als Unentschieden gewertet (Schweizer-Deutsch: „gestellt“).

Bei diesem Schwingfest traten nur erwachsene Männer an. Es gibt offensichtlich kein Nachwuchsproblem beim Schwingen, sodass es auch etliche Schwingfeste für Junioren gibt. Sehr dünn ist es jedoch ums Wyberschwinget (offiziell wohl eher Frauen-Schwingen) bestellt: lange war in der konservativen Schweiz den Frauen ein Gesellschaftsstand, der keineswegs besser als in der Golfregion oder teilweise Schwarzafrika heute noch ist, zugedacht. Bei einer konservativen Sportart wie dem Schwingen hielt sich eine Anti-Haltung gegen Frauen im Sport noch länger als z.B. im Fußball. Aber seit den 90ern gibt es auch Frauen-Schwingen und mittlerweile auch 6 Schwingfeste pro Jahr. Dass es nicht so viele Frauen sind, die an diesen Wettkämpfen teilnehmen, ist aber auch klar: eine körperlich zierliche Frau, die z.B. einen Kampfsport oder Kampfkunst zur Selbstverteidigung sucht ist beim Schwingen auch so falsch wie beim Ringen, denn in erster Linie braucht man Kraft und Körpermasse und das beim Schwingen noch mehr als beim Ringen oder Judo, denn es gibt keine Gewichtsklassen und besonders viele Techniken, die wie beim Judo und Jujitsu auch körperlich unterlegenen Gegnern eine heftige und mitunter kampfbeendende Attacke gegen einen körperlich Überlegenen lehren, gibt es nicht. So sind auch die Frauen beim Schwingen überdurchschnittlich groß und schwer. Die Männer sind im Allgemeinen enorm stark gebaut und über 1,80m groß und mehr als 100kg schwer. Manche schaffen es auf über 150kg und um die 2m.

Je nach Art des Wettkampfes (Schwingfestes) muss ein Kämpfer 6 bis 8 Mal ins Sägemehl steigen um das Turnier zu gewinnen. Bei diesem Kantonalen waren es wie üblich 6, wobei es am Ende zu Platzierungskämpfen kam, wo erst der dritte Platz ausgekämpft wurde und dann der Gesamtsieger. Das besondere am Kampf um Platz 3 war, dass ein 38jähriger Athlet vorher angekündigt hatte, nach diesem Schwingfest seine Ringerschuhe an den Nagel zu hängen. Er gewann nach einer knappen Minute mit Schultersieg. Das Finale dauerte dann nur sechs Sekunden: dann war der 153kg schwere und ca. 1,95m große Aarauer Patrick Räbmatter (normalerweise wird die Reihenfolge Räbmatter Patrick genommen) auf seinem kleineren und leichteren, aber bis zu diesem 6. Kampf („6. Gang“) auch gegen derlei Kolosse heute unbesiegte Gegner, der mit dem Rücken im Sägemehl lag. Viele Kämpfe endeten vorzeitig, teilweise schon nach wenigen Sekunden. Es gab aber auch 6minütige Unentschieden, sodass alles was man im Ringkampfsport braucht, zu sehen war. Zwei Knieverletzungen gab es leider auch und mindestens zwei weitere Kämpfer bluteten nach versehentlichen Schlägen im Bodenkampf aus Wunden oder der Nase, aber ansonsten nahm niemand Schaden. Schwingfest Ormalingen 2015 (100. Basellandschaftliches Kantonalschwingfest) Wie es sich für Amateursport gehört, ist Sponsoring beim Schwingen nicht im Mittelpunkt des Geschehens: von Kommerz keine Spur, Namenssponsoring tabu! Sehr originell ist der Fakt, dass nach wie vor die Schwinger mit Lebendpreisen und Sachpreise belohnt werden. Die ersten drei bekamen lebende Tiere, die auch mehrfach mit Blumen geschmückt präsentiert wurden. Platz 3 eine junge Kuh, Platz 2 ein junges Pferd und Platz 1 ein Bulle. Die sind sicherlich nicht als Haustiere gedacht, aber geschlachtet wurden die natürlich auch nicht gleich. Wenn man bedenkt, dass viele Schwinger (sofern sie nicht Handwerker oder Bauarbeiter sind) in der Landwirtschaft arbeiten, können sie solche Viecher wahrscheinlich direkt auf den Anhänger packen und in ihren privaten Stall stellen. Der Präsident des nächsten großen Eidgenössischen Schwingfestes gab ja auch an, hauptberuflich in der Landwirtschaft zu arbeiten und hobbymäßig Viehzucht zu betreiben. Natürlich waren im Interview auch noch erwähnt, dass er am liebsten Eglifilet isst und kalte Ovomaltine trinkt sowie volkstümliche schweizer Musik hört...

Apropos Volksmusik: so ein Schwingerfest ist voller Folklore! Nicht nur, dass immer wieder von Schweizer Werten und Traditionen die Rede ist: diese werden auch gelebt und das finde ich trotz Anti-Haltung zur Schweiz auch gut, denn wichtig ist für jede Gesellschaft und jeden Staat, wenn die eigenen Tradition gepflegt und andere, auch komplett fremde, akzeptiert werden im jeweiligen Rahmen (z.B. in Zuwandererfamilien oder in Orten, in denen Minderheiten siedeln). Letzteres ist in der Schweiz eher unbekannt, aber die eigene Kultur wird dafür umso mehr gepflegt. Natürlich ist die Fairness im Ring und auf den Tribünen (hier waren temporäre Holz- und Stahlrohrtribünen auf dem Grasplatz errichtet, die rund 1.500 Zuschauer fassten – am Ende waren aber auch die Stehplätze knallvoll, sodass 2.200 Zuschauer nur gerade so Platz fanden) kein besonderer schweizer Wert: in allen Kampfsportarten, v.a. den asiatischen, hat man Gesten wie den Handschlag und das Sägemehl vom Rücken des Verlierers Abwischen (Handschläge sind z.B. in Japan unhöflich, sodass sich verbeugt wird) und Randale gibt es nur ab und an beim MMA (z.B. bei manchen Events, die auf diesen ansonsten ebenso fairen Sport ein schlechtes Licht werfen, gibt es Schlägereien außerhalb des Rings, da Hooligans, Neonazis und Co. mit MMA-Lizenz, Freunde ohne Lizenz einladen, die es nicht lassen können, sich am Kampfabend auch zu versuchen), Boxen (an sich auch stets faire Kämpfe, hab aber bei jedem Bundes- und Oberligawettkampf wüste Beschimpfungen gehört, was auch kein Wunder ist, wenn man beim Profibox solchen Abschaum wie Mayweather jr. mit seinem Geprolle und Manuel Charr, einen Kriminellen der zu gewaltverherrlichender Musik in den Ring kommt, usw. sich austoben lässt) und Ringen (Mattenrichter aufs Maul hauen, siehe Greiz-Molsdorf...) – aber auch nur wenn ein bestimmtes asoziales Klientel vor Ort ist.

Wirklich schweizerisch ist natürlich die musikalische Untermalung. Während der Kämpfe kommt Volksmusik aus den Boxen, immer wieder gibt es auch Liveauftritte, z.B. von Alphornbläsern und Jodlern. Ich finde die Musik der Alpenregion generell, mit Ausnahme mancher Blaskapellen und Ziehharmonika-Darbietungen, einfach grauenhaft – aber das muss man sich mal geben, genauso wie das alberne Fahnenschwenken, das auch beim Festakt des Schwingfestes eine Rolle spielt. So etwas gehört einfach dazu: ob man es nun außerhalb des Schwingfestes auch mag, oder wie jeder normale Nicht-Schweizer überhaupt nicht – solche Darbietungen muss man einfach auch beachten und würdigen beim Schwingen! Wenn mal wieder einer meiner früheren Mitschüler in meinen Blog geschaut hat: erinnert ihr euch noch an die Musiklehrerin, die immer wenig musikalisch rumgeschrien hat, wenn wir die Hände in den Taschen hatten beim Singen? Von wegen: „da kommt doch keine Körperspannung auf!“ Jodler haben die Hände immer in den Taschen (schweizerisch: „Hosensack“ mit hartem ck, nicht zu verwechseln mit dem danebenliegenden Sack), Frauen im Kleidersaum oder so – und der Schweizer Rundfunk erklärt warum (einfach den Pfeil beim Audiobeitrag anklicken)...

In jedem Falle kann ich den Besuch eines Schwingfestes empfehlen: wenigstens einmal sollte jeder mit Interesse an Kampfsport mal so etwas erlebt haben! Ich werde mir so etwas vielleicht auch noch ein zweites Mal reinziehen: wenn Zeit und Finanzen passen nämlich in genau einem Jahr in Estavayer-le-Lac, wenn das größte Schwingfest und das größte Sportevent der Schweiz überhaupt mit über 50.000 Zuschauern steigt! Schwingfest Ormalingen 2015 (100. Basellandschaftliches Kantonalschwingfest) Statistik:
- Grounds: 1.440 (3 neue; diese Saison: 25 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.458 (3; diese Saison: 24)
- Tageskilometer: 1.070 (Samstag 540km, Sonntag 530km Auto)
- Saisonkilometer: 4.210 (3.690 Auto/ 330 Fahrrad/ 190 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 26 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 472.

Samstag, 15. August 2015

W472V: Kreispokal an der Ahr unter der Saffenburg

SV Rot-Weiß Mayschoß 1919 ....................... 0
DJK Alemannia 1921 Kruft/ Kretz .............. 3
- Datum: Freitag, 14. August 2015 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Kreispokal Rhein-Ahr für Kreisliga A und B, sogenannter Bitburger Kreispokal Kreisliga AB (1.Hauptrunde; Kreisliga B Ahr; 9. Liga, 5. Amateurliga gegen Kreisliga A Rhein-Ahr; 8. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 95 Min. (47/48) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 14. NN, 0-2 79. Nr. 8 (Foulelfmeter), 0-3 81. Nr. 8
- Verwarnungen: 2x Nr. 2, Nr. 5 (Mayschoß); Nr. 14 (Kruft)
- Platzverweise: Nr. 2 von Mayschoß (79. wg. Foul und Meckern)
- Spielort: Sportplatz Mayschoß (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon mind. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnitt) Mayschoß: Saffenburg castle Photos with English Commentary:
a) District Cup Rhein-Ahr: Rot-Weiß Mayschoß v DJK Alemannia Kruft/ Kretz
b) Rhineland-Palatinate: Ahrweiler Old Town and Monastery, Marienthal Monastery Ruin, Mayschoß Saffenburg Castle Ruin and Landscape

Am späten Nachmittag war die Zeit für eine Radtour zu knapp, also ging es mit dem Auto nach Ahrweiler. Ahrweiler hat von den ganzen Städten die ich in Rheinland-Pfalz gesehen habe, die geschlossenste Altstadt mit komplett erhaltener Stadtmauer, etlichen Türmen und drinnen auch außer Kirche und einer Art Schloss (Weißer Turm) auch ein paar historische Häuser. Allerdings sind auch hier viele hässliche Gebäude in der Altstadt zu finden, doch insgesamt gesehen, ist Ahrweiler – das Kloster Calvarienberg eingeschlossen – wirklich sehenswert.

Weniger lohnend ist Marienthal mit der einsehbaren aber nicht zugänglichen, kleinen aber hohen Ruine einer Klosterkirche. Ein paar Kilometer weiter die Ahr entlang kommt man nach Mayschoß, wo das Ahrtal landschaftlich besonders spektakulär ist. Wenn man am Bahnhof parkt, kann man in 15 Minuten den Wanderweg (führt erst 100m weg von der Burg, damit man die Bahn regulär überqueren kann, dann auf der anderen Seite im Weinberg wieder 100m zurück und dann 1km leicht bergauf) zur Saffenburg hochsteigen. Die Burg ist nur in kleinen Ruinenresten erhalten, aber spektakulär gelegen. Auch den Fußballplatz des SV Rot-Weiß Mayschoß sieht man dort – aufgrund der zugewucherten Hangkante allerdings nur bis zur Mittellinie... SV Rot-Weiß Mayschoß 0:3 DJK Alemannia Kruft/ Kretz Unten auf Höhe des Platzes angekommen, sind die besten Parkplätze entlang der Ahr, ein Stück weg von der einzigen Querungsmöglichkeit des Flusses, einer Brücke zur Sportplatz unterhalb des Burgbergs, zu finden. Da dort der Park mit den Bänken und Blumen und den duftenden Ufern voller Gestrüpp ähm natürlich aparten Zierpflanzen so schön ist, zog ich den leicht eingeschränkten Blick mit Panorama zur Burg und den höheren Weinbergen, dem vollen Blick aufs Spielfeld von der einzigen für Zuschauer freigegebenen Seite der Sportanlage, die keinerlei Komfort wie einen erhöhten Sitz bietet – kann man ja auch nicht erwarten, bei solchen typisch rheinland-pfälzischen Schnäppchenpreisen wie 2€ oder 3€ für Kreisliga B, vor.

Das Spiel war auch mal wieder nicht herausragend, wobei der favorisierte Gast aus Kruft den klar besseren Start hatte und aus spitzem Winkel sehr schön in den langen Winkel schoss. Kruft bestimmte das Spiel, wobei Mayschoß einige Entlastungsangriffe fuhr. In der zweiten Halbzeit wurden diese aber weniger und Kruft baute mehr Druck auf. Allerdings war es dann ein eher lächerlicher Elfmeter, der zum 0:2 führte. Kurz darauf allerdings noch mal derselbe Schütze mit einem Heber am Torwart vorbei zum 0:3 Endstand gegen mittlerweile nur noch 10 Gastgeber (nach dem Elfer gab es wegen Meckerns Gelb-Rot für einen Mayschoßer). SV Rot-Weiß Mayschoß 0:3 DJK Alemannia Kruft/ Kretz Statistik:
- Grounds: 1.437 (1 neuer; diese Saison: 22 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.455 (1; diese Saison: 21)
- Tageskilometer: 80 (80km Auto)
- Saisonkilometer: 3.140 (2.620 Auto/ 330 Fahrrad/ 190 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 26 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 472.

Freitag, 14. August 2015

W472IV: Drei Stunden auf der Piste, zwei Stunden im Stadion, drei Stunden zurück – für Kreispokal Aachen...

Universitätssportclub Aachen ....................... 2
Eschweiler Sportgemeinschaft 1906 ............. 4
- Datum: Donnerstag, 13. August 2015 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Kreispokal Aachen, sogenannter Bitburger-Kreispokal (1.Hauptrunde; Kreisliga C Aachen, Staffel 1; 10. Liga, 6. Amateurliga gegen Kreisliga B Aachen, Staffel 1, 9. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-4 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 0-1 2. Ibrahim Polat, 0-2 12. Alex Weber, 1-2 15. Ali Basaran (Handelfmeter), 1-3 Markus Kaulard (Eigentor), 1-4 69. Guido Skorna, 2-4 81. Shemsi Ibishi
- Verwarnungen: Nazim Turan (USC)
- Platzverweise: der Schiri hatte nur eine gelbe Karte dabei...
- Spielort: Leo-Vermeeren-Stadion Hasselholz (Kap. 3.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 8 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes und unterhaltsames Spiel) Universitäts-SC Aachen v SG Eschweiler Photos with English Commentary:
District Cup the Aken: Aachen University v SG Eschweiler

Der Überschrift kann jeder entnehmen, mit welchen Verkehrsmittel ich unterwegs war: mit der Bahn. Wäre ich komplett mit dem Rad gefahren, hätte ich hin für 90km 5 Stunden und zurück noch mal genauso lange gebraucht, wäre ich mit dem Auto gefahren, wäre es nur 1 Stunde pro Richtung gewesen. Genau zwischen Auto und Fahrrad, vom Zeitaufwand durch Umsteigen, Verspätungen und Anfahrt zum Bahnhof bzw. Fußwege zum Sportplatz zeitlich mehr in Richtung Fahrrad, liegt die Bahn. Bonn nach Köln 5 Minuten Verspätung, Köln nach Aachen 25 Minuten verspätet, auf dem Rückweg ein Zugausfall, daher 15 Minuten später mit einer anderen Verbindung via Düren und Köln gefahren. So tief in der Nacht funktionierten die Klimaanlagen dann auch mal, was auf dem Hinweg nicht der Fall war bei 30 Grad Außentemperatur... Ja, ja: würde es mit dem Studentenstatus der Uni Bonn kein Semester-Bahnticket geben, würde ich nie mit diesem scheiß Verkehrsmittel fahren. In manchen Ländern lernt man ja bei den ganzen Unzulänglichkeiten immerhin einfach Leute im Zug kennen, hab ja in Sachsen-Anhalt auch schon welche kennengelernt – aber in NRW. Wenn die nicht mit sich selbst und dem Smartfön beschäftigt sind, sind das solche Leute, wie der besoffene Russe auf dem Hinweg, der seiner Freundin auf Russisch u.a. erklärte, dass über Köln die Apokalypse hereinbrechen werde wie über Sodom weil dort alle schwul seien und in Deutschland so viele Zigeuner aus Rumänien und Bulgarien und Teufelsanbeter (meinte wohl Muslime) einen deutschen Pass bekämen. Je mehr der soff, desto öfter kam die berüchtigte russische Vulgärsprache mat‘ hervor. So einer will wohl den deutschen Pass mit der Begründung, dass er noch asozialer ist als seine deutschen Saufkumpanen...

Nach fast 25 Minuten Fußweg war ich dann am idyllisch gelegenen Stadion Hasselholz des VfB 08 Aachen, das seit dem Tod ihres langjährigen Spielers, Trainers und Funktionärs den Namen Leo-Vermeeren-Stadion trägt: Das Vereinsheim von Bäumen umgeben oben auf dem Hügel, unter am Fuße des steilen Graswalls zwei Stehstufen und ein ziemlich abgenutzter Kunstrasen. Alles von Bäumen und Maisfeldern umgeben. Die Wechselbänke waren welche der Sorte, die in England von den Fans gerne mit „it’s not a bench – it’s a bunker“ besungen werden.

Außer dem VfB 08 spielen auch noch mehrere andere unterklassige Teams ihre Heimspiele hier. So auch der Universitäts-SC, der wohl kaum eine Studenten- und Dozentenmannschaft ist, bei den ganzen blöd glotzenden, unsympathischen Prolls die da rumkickten. Aber gut: Hochschule (RWTH), Aachen – ist einfach typisch für die Stadt. Die Mannschaft aus Eschweiler trat jedenfalls sympathischer auf. Der Gast legte auch, seiner Favoritenrolle gerecht werdend, stark los und lag nach 12 Minuten bereits 0:2 in Front. Kurz darauf allerdings ein unglückliches Handspiel im Strafraum, mehr auf Zuruf entschied der nicht immer souveräne Schiedsrichter Frohn auf Elfmeter, der sicher gegen die Laufrichtung verwandelt wurde.

Erst weit in der zweiten Halbzeit fielen in dem ganz guten Spiel wieder Tore. Nach dem 1:3 durch ein Eigentor (der Schiri schrieb es dem USC-10er zu, ich hab den 14er im Verdacht und daher oben erwähnt) drehten ein paar USC-Spieler hohl, u.a. ein rotwürdiges Nachtreten vors Knie nach einem Zweikampf von Seiten des 10ers, der nur mit Gelb verwarnt wurde (die rote Karte schien noch in der Kabine gelegen zu haben) und völlig ungestraft auch das aggressive Auftreten des 14ers, der wohl unbedingt Gelb wollte, weil er sonst im Spiel nichts zu Wege brachte, aber keine Gelbe bekam...

Nach dem verdienten 1:4 ins halbleere Tor erzielte der USC noch per Kopf den 2:4 Endstand. Insgesamt war das schon ein sehenswertes Spiel! Nach der Radtour am Mittwoch nun also eine Bahnfahrt und am Freitag dann wieder mit dem Auto, da zu knappe Zeit für eine weitere Radtour... Universitäts-SC Aachen v SG Eschweiler Statistik:
- Grounds: 1.436 (1 neuer; diese Saison: 21 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.454 (1; diese Saison: 20)
- Tageskilometer: 200 (190km Bahn, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 3.060 (2.540 Auto/ 330 Fahrrad/ 190 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 25 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 472.

Donnerstag, 13. August 2015

W472III: Entscheidung im Elfmeterschießen

SV Union Rösrath 1924 FR ............................... 4
Union Blau-Weiß Biesfeld Offermansheide FR 3
- Datum: Mittwoch, 12. August 2015 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: 1. Runde Frauen Kreispokal Berg (Frauen Bezirksliga Mittelrhein, Staffel 1; 5. Spielklasse im Frauenfußball gegen Frauen Mittelrheinliga, 4. Spielklasse im Frauenfußball)
- Ergebnis: 4-3 nach 122 Min. (45/47+15/15) und Elfmeterschießen – Halbzeit: 0-0, reguläre Spielzeit: 1-1, Verlängerung: 0-0 (0-0)
- Tore: 0-1 67. Jill Schneider, 1-1 86. Cennet Arslan
- Elfmeterschießen: 2-1 Cennet Arslan, 2-2 Kerstin Stein, Rösrath verschießt, 2-3 Carolin Blume, Rösrath verschießt, Biesfeld verschießt, 3-3 Jasmin Steinmetz, Biesfeld verschießt, 4-3 Carina Kiessling, Biesfeld verschießt
- Verwarnungen: NN (Rösrath)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Freiherr-vom-Stein (Kap. 2.250, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon mind. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Ein grauenhaftes Gekicke, dass erst geringfügig durch die beiden Tore in der zweiten Halbzeit und die spannenden Szenen in der zweiten Hälfte der Verlängerung und dann erheblich durch das Elfmeterschießen in der Gunst stieg) Union Rösrath v Union BW Biesfeld (Women's Regional Cup) Photos with English Commentary:
a) Women’s Football: Union Rösrath v Union Biesfeld (Regional Cup)
b) Bergisches Land: Eulenbroich Palace in Rösrath, Haus Sülz Palace

Eine kleine Radtour ins Bergische Land. Wenn man Troisdorf endlich passiert hat, fängt das Bergische Land auch schon an: es geht kilometerlang bergauf, allerdings nicht sonderlich steil, dann fährt man in der Nähe des Flughafens Köln-Bonn durch ein Militärgebiet durch, kommt an einem 0815-Backsteinschloss bei Altenrath (Haus Sülz) vorbei und ist dann bald in Rösrath. Dort ist ein ganz ansehnliches, kleines, teils baulich verschandeltes Schloss namens Eulenbroich interessant.

Außerdem heißen in Rösrath nach dem preußischen Staatsmann des 18./19. Jhdts. Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein heißt hier eine Straße, eine Schule (Gymnasium und andere Schulformen in einem Schulzentrum) und auch die daran anschließende Sportanlage. Und die interessierte mich heute... Es gibt eine Tribüne auf einer Längsseite, die am Hang liegt und zehn Stehstufen rechts und links sowie fünf Sitzreihen mit Plasteschalen in der Mitte zu bieten hat. Hinter den Toren stehen Gebäude, die andere Längsseite fällt deutlich zum Parkplatz und der Straße hin ab und lässt einen Blick in die bergische Landschaft frei, der allerdings nicht sonderlich spektakulär ausfällt.

Überhaupt nicht spektakulär war das Spiel. Ich hatte ja bei Frauenkreispokal Bezirksliga gegen Verbandsliga nicht viel erwartet, aber was die beiden Teams aus Rösrath bzw. Biesfeld da zeigten, war so was von schlecht! Schade, dass der Schiri nicht eigenmächtig entscheiden konnte, nach den ersten 45 torlosen Minuten gleich Elfmeterschießen zu machen...

Halbzeit zwei war nicht besser als Halbzeit eins, aber mit dem einzigen guten Spielzug der Partie ging der favorisierte Gast, der weniger schlecht spielte, verdient mit 0:1 nach über einer Stunde Spielzeit in Führung. Völlig unverdient stocherte eine Spielerin der Heimelf kurz vor Schluss den Ball zum 1:1 ins Netz. In der Verlängerung, die einer völlig idiotischen Regelung geschuldet ist – völlig unnötig, solche spielerisch wie auch athletisch schwachen Freizeitteams über 120 Minuten zu schicken! – waren beide Teams gleichwertig, zum Ende hin gab es noch auf beiden Seiten sehenswerte Chancen aber keine Tore.

Dann endlich Elfmeterschießen. Die Torschützin der Heimelf, Arslan, zeigte dass sie ordentlich schießen kann und verwandelte den ersten Elfer. Die erste Schützin der Biesfelder schaffte das auch. Dann parierte deren Torhüterin gut. Mit dem zweiten Schuss ging Biesfeld in Führung. Rösrath vergab wieder, doch danach scheiterte auch Biesfeld mit einem schlechten Schuss. Rösrath glich aus. Biesfeld mit einer ganz schwachen Schützin und immer noch 2:2. Dann Rösrath mit einem guten Schuss zum 3:2 und die Torhüterin blockt den letzten Schuss gut ab. 3:2, das heißt 4:3 insgesamt, für den Underdog von Rösrath und damit doch noch ein sehenswertes Ende auf ein insgesamt aber dennoch ganz schlechtes Spiel! Union Rösrath v Union BW Biesfeld (Women's Regional Cup) Statistik:
- Grounds: 1.435 (1 neuer; diese Saison: 20 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.453 (1; diese Saison: 19)
- Tageskilometer: 60 (60km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 2.860 (2.540 Auto/ 320 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 24 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 472.

Mittwoch, 12. August 2015

W472II: Israelisch-Luxemburgisches Championsleague-Duell in den Niederlanden

Academic Sports Association 
....... Tel Aviv University ........
אגודת ספורט אוניברסיטת תל-אביב
............... 5:1 (1:0) ..................
.. F.C. Jeunesse Jonglënster ..
- Datum: Dienstag, 11. August 2015 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: UEFA Women’s Champions League, Qualifikationsturnier der Gruppe 4 in den Niederlanden (Meister Ligat Nashim Rishona; 1. Israelische Frauenfußballliga gegen Meister Dames Ligue 1; 1. Luxemburgische Frauenfußballliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 98 Min. (49/49) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 35. Eden Avital, 2-0 49. Sarit Shenar, 3-0 65. Sarit Shenar, 3-1 68. Hayette Ghodbane, 4-1 78. Victoria Graiver, 5-1 84. Eden Avital
- Verwarnungen: Hayette Ghodbane, Sara Olivieri (Junglinster)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportpark de Vondersweijde (Oldenzaal; Kap. 5.000, davon 800 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (davon ca. 15 Luxemburger)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Durchschnittliches Spiel) Women's Champions League: ASA University Tel Aviv 5:1 Jeunesse Jonglenster (Luxembourg) Photos with English Commentary:
Women’s Football Champions League: ASA Tel Aviv University (Israel) v Jeunesse Junglinster (Luxembourg) in Oldenzaal (the Netherlands)

220km Weg, davon 200km Autobahn, insgesamt fast 4 Stunden unterwegs, da auf 70km Länge Stau oder stockender Verkehr (d.h. unter 50km/h): das ist NRW und einer der Punkte warum ich dieses scheiß Bundesland zum Kotzen finde. Ich kam genau 15 Minuten vor Anpfiff im Stadion Vondersweijde (Wunderweide) in Oldenzaal gegenüber von Gronau/ Westfalen auf der niederländischen Seite an. Gronau wirkt schon übel provinziell und tot – viele dauerhaft geschlossene Gaststätten und Geschäfte – aber Oldenzaal ist noch schlimmer. Die Einheimischen – teilweise genau solche Bilderbuch-Käsköppe von dieser Sorte (Videolink) – beäugten auch jeden Fremden kritisch, da passte auch die Hakenkreutzritzerei auf der Gegentribüne gut ins Bild. Besagte Gegentribüne ist sehr verrottet, die fünf Stufen wacklig und uneben, das schön geformte Wellblechdach verrostet. Auch die Stufen hinter den Toren, die wie auch das Wellblechdach in der Mitte einen Knick nach innen haben (bewusst formschön gestaltet, kein Baupfusch!) sind nicht in bestem Zustand. Rechts und links der typisch niederländischen Sitztribüne mit weißen und schwarzen Schalensitzen (der moderne Blickfang und neben dem Clubhaus und den Kabinengebäuden das Einzige in Toppzustand) befinden sich noch weitere Stehstufen und davor eine Holzbankreihe. Ein wirklich tolles Stadion dort in Oldenzaal, das normalerweise vom Viertligisten (Hoofdklasse Zondag C) K.V.V. Quick ’20 Oldenzaal genutzt wird!

Ich dachte eigentlich, da u.a. bei soccerway und einige Tage vorher auch auf der Vereinsseite von Twente Enschede so geschrieben, es würde dort heute das Spiel der beiden favorisierten Teams der Gruppe 4 der Frauen Championsleague – Twente Enschede und Ferencváros Budapest – steigen, doch dieses Spiel fand in Hengelo statt und ich musste mit dem Kick der Außenseiterteams ASA Tel Aviv University gegen Jeunesse Jonglenster vorlieb nehmen. Offenbar ging das der Hälfte der Zuschauer auch so wie mir: bis auf etwa 15 luxemburgische Schlachtenbummler waren das alles Niederländer, oft in Erwartung eines Spiels von Twente und offensichtlich aus dem Ort, da sie fast alle rowdyhaft ohne zu bremsen durch den engen Eingangsbereich des Stadions fietsten...

Aber was soll’s?! Hauptsache mal ein Spiel dieser Frauen Championsleague gesehen (werde mir sicherlich mal ein Spiel des FFC Frankfurt angucken, der erst in der Hauptrunde eingreift), deren Vorrunde in Turnierform (drei Spiele in sechs Tagen in einem Land in einer geographischen Region in zwei Stadien; bei Gruppe 4 war das die Twente in den Niederlanden) ausgetragen wird. Nur die Sieger qualifizieren sich für die Hauptrunde gegen die größeren semi-professionellen Teams aus Deutschland, Schweden etc.

Erwartungsgemäß lohnte es sich, in diesem recht britisch gehaltenen Stadion das britische Fan-Spiel zu spielen, immer hinter einem Tor rumzulungern und in der Pause mit dem Torwart zu wechseln. Meist machen das Briten um den Torwart der gegnerischen Mannschaft zu provozieren, doch wenn sie so neutral sind wie ich heute, suchen sie sich das Tor aus, auf das vermutlich häufiger geschossen wird. Also die Bude von Junglinster. Die Luxemburgerin im Kasten war auch leider ziemlich schwach, kassierte bis zum Seitenwechsel in einem mittelmäßigen Spiel aber trotzdem nur einen Treffer. Bei ihren Durchrutschern hätten es aber drei, vier sein müssen.

Nach dem Seitenwechsel drehte Tel Aviv auf: Frauenfußball mag in Israel ziemlich schwach ausgeprägt sein, die Ligenstruktur ist auch dürftig, aber zum einen ist Luxemburg als Zwergstaat sowieso im Nachteil, zum anderen dürften alle israelische Spielerinnen Militärdienst geleistet haben und entsprechend fit sein. Eines der Erfolgsgeheimnisse Israels ist ja, dass alle von klein auf gedrillt werden und bis auf die ultra-orthodoxen Spinner, wo keine Frau auch nur Badminton spielen dürfte und kein Mann irgendeinen brauchbaren sozialen Beitrag leistet, auch die gesamte Gesellschaft mitzieht. Dadurch sind schon allein die Frauen im Durchschnitt körperlich fitter und stärker als ein durchschnittlicher männlicher Armeeangehöriger in solchen inkompetenten Streitkräften wie in allen Nachbarländern Israels. Das heißt natürlich noch lange nicht, dass man dann den Ball gut behandeln kann, aber das heißt, dass man läuferisch und athletisch so einer Hobbytruppe wie Jeunesse Jonglenster haushoch überlegen ist. Und so ließ Tel Aviv die Luxemburgerinnen hinterher laufen, bestimmte das Spiel und entschied es mit zwei weiteren simplen Treffern nach einer guten Stunde für sich. In der Schlussphase wuchs das Trefferkonto durch zwei schöne Schüsse sogar auf fünf an. Den einzigen Gegentreffer erzielte dann passenderweise Hayate Ghodbane, eine Marokkanerin mit französischem Pass die in Esch/ Alzette beim LIST (dem Nanotechnologie-Vorzeigeprojekt Luxemburgs) arbeitet und sich auf ihrer Gesichtsbuchseite recht offen lesbisch zeigt...

Das andere Spiel ging übrigens 2:0 an Twente Enschede.
Der Rückweg nach Bonn ging erheblich schneller vonstatten als der Hinweg. Women's Champions League: ASA University Tel Aviv 5:1 Jeunesse Jonglenster (Luxembourg) Statistik:
- Grounds: 1.434 (1 neuer; diese Saison: 19 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.452 (1; diese Saison: 18)
- Tageskilometer: 410 (410km Auto)
- Saisonkilometer: 2.800 (2.540 Auto/ 260 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 23 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 472.

Dienstag, 11. August 2015

W472I: Montagsspiel in der Eifel

SG Schneifel 2006 (Auw/ Ormont/ Hallschlag/
Stadtkyll ........................................................... 2
FSV Trier-Tarforst .......................................... 1
- Datum: Montag, 10. August 2015 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Verbandspokal Rheinland, sogenannter Bitburger-Rheinlandpokal (1. Runde: Bezirksliga Rheinland West; 7. Liga, 2. Amateurliga gegen Rheinlandliga, 6. Liga, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 126 Min. (45/50+15/18) – Halbzeit: 0-0, reguläre Spielzeit: 1-1
- Tore: 1-0 78. Marco Backes, 1-1 89. Martin Gorges, 2-1 116. Christoph Furth
- Verwarnungen: Jan Leiendecker, Marco Backes (Schneifel); 2x Tobias Spruck, Bernhard Heitkötter (Trier)
- Platzverweise: Tobias Spruck von Trier (116. Min. zweite Gelbe wg. Meckerns)
- Spielort: Sportplatz Stadtkyll (Kap. 850, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 300 (davon 250 zahlende und vllt. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Spannendes Spiel aber grauenhaft schlechtes Niveau beider Mannschaften) SG Schneifel-Stadtkyll v FSV Trier-Tarforst Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: SG Schneifel Stadtkyll defeat FSV Trier-Tarforst (Rhineland Cup)
b) Sightseeing: Kronenburg Village and Castle in Rureifel Region

Sonntag mal kein Spiel, da Khatereh zu Besuch war – dafür aber gleich Montag ein Kick in der Eifel, eine Partie des Rheinlandpokals. Da das Auto etwas länger als geplant bei der Inspektion stand und es den ganzen Tag so heftig regnete, dass sich eine Fahrradtour mit Bahnstrecke nicht mehr lohnte, fuhr ich 17.45 mit dem Auto los und legte noch einen kleinen Umweg im äußersten Südwesten der Rureifel ein: Kronenburg ist eines der schönsten Dörfer in dieser Region, da über dem nur teilweise durch moderne Häuser verschandelten und weitestgehend historischen Ort, eine ansehnliche Burgruine thront, an deren Fuß auch noch ein kleines Schloss steht. Die ganze Ortschaft klebt übrigens an einem Bergsporn in schöner, grüner Landschaft. Kronenburg Auch in Stadtkyll gibt es viele grüne Berge. An die Flanke von einem Berg ist ein Landwirtschaftsweg gebaut von dem aus man den besten Blick in das kleine Stadion oberhalb der Schule hat. Schön in den Hang gebaut, hinter einem Tor und auf beiden Längsseiten kann man stehen, neben dem Eingangsbereich rechts befindet sich ein Sportlerheim und links die kleine Tribüne mit Holz- und Wellpappenüberdachung, die etwa 30 Sitzplätze (auf Bänken) und doppelt so viele Stehplätze bietet.

Etwa 300 Zuschauer fanden sich für das nominell hochklassige Montagsspiel des Rheinlandpokals ein. Beide Teams enttäuschten aber maßlos: Bezirksliga gegen Verbandsliga – und dann Fehlpässe ohne Ende und kaum Torchancen. Bis zur 78. war keine der Mannschaften auch nur eine Minute bei Niveau Kreisliga B angekommen: erst in der Schlussphase zeigten sie langsam ihr Können; ein Schuss ins lange Eck zur überraschenden Führung der SG Schneifel-Stadtkyll, dann etliche Chancen auf beiden Seiten u.a. je ein Pfostentreffer, in der 89. geht der Torwart der Tarforster nach vorne und ein Mannschaftskamerad direkt neben ihm schafft es eine Ecke per Kopf ins Stadtkyller Tor zu lenken.

In der Verlängerung dann wieder viel Leerlauf und Langeweile, ehe ein Konter der Heimelf stark abgeschlossen wird, der Torwart umkurvt und der Ball im Netz ist. Kurz darauf schickt der Schiri noch einen meckernden Trierer vom Feld und nach insgesamt 126 Minuten hat diese überwiegend ganz schwache Partie einen verdienten Sieger: die weniger schlechte, jedoch eine Liga tiefer spielende Mannschaft der SG Schneifel-Stadtkyll! SG Schneifel-Stadtkyll v FSV Trier-Tarforst Statistik:
- Grounds: 1.432 (1 neuer; diese Saison: 18 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.451 (1; diese Saison: 17)
- Tageskilometer: 150 (150km Auto)
- Saisonkilometer: 2.390 (2.130 Auto/ 260 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 22 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 472.

Montag, 10. August 2015

W471V: Sportsamstag in Karlsruhe

1. MSC Mörsch 1962 ........................................ 1
MSC Comet Durmersheim 1952 ................... 13
- Datum: Samstag, 8. August 2015 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Motoballbundesliga, Südgruppe (Deutsche Meisterschaft im Motoball)
- Ergebnis: Spielabbruch nach 60 Minuten beim Stande von 1-13 wegen technischer Probleme der Mörscher – Viertelergebnisse: 1-7, 0-2, 0-4, n. ausg.
- Tore: 0-1 2. (Michael Jockers), 0-2 6. (Jonas Burger), 0-3 9. (Jonas Burger, Überzahl), 0-4 10. (Ian Schneider, Ü), 0-5 11. (Jonas Burger), 0-6 16. (Jonas Burger), 1-6 17. Adrian Rihm, 1-7 20. (10), 1-8 25. (Jonas Burger, doppelte Überzahl), 1-9 29. (Ian Schneider, d.Ü.), 1-10 42. (Jonas Burger, d. Ü.), 1-11 46. (Jonas Burger, d.Ü.), 1-12 51. (Jonas Burger, 3 gegen 2), 1-13 60. (Jonas Burger, d.Ü.)
- Grüne Karten (2 Minuten): Nr. 4, 17 (Mörsch); NN? (Durmersheim)
- Gelbe Karten (5 Minuten): keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Motoballplatz 1.MSC Mörsch (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (davon mind. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durch Durmersheim im gesamten Spiel, durch Mörsch nur 1. Viertel viele gute Szenen – aber mit einem richtigen Wettkampf hatte das Spiel ab dem zweiten Viertel nicht mehr zu tun, da der Gastgeber keine spielfähige Mannschaft bzw. kein fahrbares Zweirad mehr hatte!)

Fußballverein Daxlanden 1912 II ..................... 3
FC Busenbach 1920 II ........................................ 1
- Datum: Samstag, 8. August 2015 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisklasse C, Karlsruhe/ Staffel 3; 11. und unterste Liga, 6. Amateurliga gegen Kreisklasse B, Karlsruhe/ Staffel 2; 10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 42. Eduard Tetzlaff, 2-0 80. Kevin Hamann, 2-1 89. Pascal Hucker, 3-1 91. Max Schmitt
- Verwarnungen: Nicolai Mumme, Marcel Kuehner (Daxlanden); Marcel Höger (Busenbach)
- Platzverweise: keine
- Spielort: August-Klingler-Stadion (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 12 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Grauenhafte erste Halbzeit, dann etwas besser – beide Teams kamen aber mit dem riesigen Feld nicht zurecht)

Karlsruher SC Mühlburg-Phönix FR ............. 0
1. Fußball-Club Saarbrücken FR ..................... 9
- Datum: Samstag, 8. August 2015 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Testspiel (Oberliga Baden-Württemberg; 4. Spielklasse im Frauenfußball gegen 2. Frauen-Fußball-Bundesliga, Süd)
- Ergebnis: 0-9 nach 90 Min. (3x30) – Drittel: 0-3, 0-4, 0-2
- Tore: 0-1 16. Tesa McKibben, 0-2 19. Jacqueline de Backer, 0-3 25. Tesa McKibben, 0-4 37. Lisa Mayer, 0-5 46. Tesa McKibben, 0-6 47. Anika Neumann, 0-7 48. Chiara Klein, 0-8 65. Nadine Vanessa Stahl, 0-9 67. Lisa Mayer
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz an der Fasanengartenmauer (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 8 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Ausgesprochen gutes da sehr schnell geführtes Frauenfußballspiel, das in der Schlussphase ein bisschen abfiel) 1.MSC Mörsch v Comet Durmersheim Photos with English Commentary:
a) MOTOBALL: MSC MÖRSCH VS COMET DURMERSHEIM
b) Amateur Football: FV Daxlanden Reserves v FC Busenbach Reserves
c) Women‘s Football: Karlsruher SC v 1.FC Saarbrücken (Pre-Season)

Beim Sportsamstag in Karlsruhe stand Motoball im Fokus, doch zuerst wollte ich zwei recht ansehnliche Fußballstadien besuchen. Hinter dem sehr schönen Wildparkstadion des Karlsruher SC befinden sich mehrere kleinere Stadien und ausbautenlose Plätze. Ganz hinten gibt es ein Stadion mit vierreihiger Stehtribüne auf alten Grundfesten und Graswällen mit schönem Baumbestand: der Sportplatz an der Fasanenmauer.

Außer dem Amateurverein SpVgg Germania tragen hier auch die Frauen des Karlsruher SC ihre Oberliga-Spiele aus. Heute stand jedoch ein Testspiel gegen den Zweitligisten 1.FC Saarbrücken an. Die Saarbrückerinnen spielten guten, schnellen und sehenswerten Fußball. Es dauerte nur einige Minuten, ehe sie die Karlsruherinnen in die Schranken weisen konnten. Doch nach der 0:1 Führung konnte der gut gestartete KSC nicht mehr so recht ins Spiel finden. Einzelne Chancen ausgenommen, setzten fast nur die Gäste Akzente. Man hatte sich auf 3x30 Minuten geeinigt und nach einem Dreierpack in vier Minuten im zweiten Drittel war alles gelaufen. Vorm Schlussdrittel stand es 0:7, Saarbrücken setzte nur noch zwei Treffer drauf, ehe sie sich in der Schlussphase des Spiels erheblich zurücknahmen. Karlsruher SC 0:9 1.FC Saarbrücken Das 60 Jahre alte Stadion in Karlsruhe-Daxlanden, das nach dem dort aufgewachsenen Nationalspieler der 1940er, August Klingler (1944 im Krieg gefallen), benannt wurde, ist ähnlich sehenswert wie der Wildpark: eine grasbewachsene Gegentribüne, steile Graswälle hinter den Toren, schicke Stehstufen vor dem gepflegten Sportlerheim, große Bäume (v.a. Robinien), ein mit Steinkugeln verzierter Eingang...

Das Spiel war aber über weite Strecken sehr unattraktiv: die beiden unterklassigen Teams – Daxlanden II (11. Liga) und Busenbach II (10. Liga) – kamen weder mit der schwülen Hitze noch dem großen Spielfeld zurecht. Kurz vor der Pause spielte sich dann mal endlich ein Daxlandener durch die Abwehr der Busenbacher und schoss aus Nahdistanz ein. Erst in der Schlussphase kamen durch einen Konter zum 2:0, einem herausgespielten Anschlusstreffer und einem Schuss ins lange Eck zum 3:1 noch Treffer hinzu. Das Beste am Spiel war da der Schiri mit seinen erzieherischen Sprüchen in dem typischen badischen Dialekt, den ich eigentlich ziemlich dümmlich im Klang finde – aber wenn da ein souveräner Unparteiischer einen unbedarften Kreisklassetreter so ermahnt: „also mir wolle kein Krankewaache hole müsse“ oder mit Gelb verwarnt: „Nummer 2, auch ihre Ausdrügge gehöre nich auf de Fußballplatz“ ist es schon originell... FV Daxlanden II 3:1 FC Busenbach II Ich kam dann schließlich im benachbarten Rheinstetten OT Mörsch zwei Minuten vor Anpfiff am rechts vom Ort gelegenen Motoballplatz des 1.MSC Mörsch 1962 an. Der Platz links ist sehr viel gepflegter und wird von Taifun Mörsch, dem erheblich erfolgreicheren Club, genutzt. Doch irgendwie ist die heruntergekommene Anlage des 1.MSC schöner: staubige, graue, grobe Asche; drei Stehreihen auf einer Längsseite; mittig ein Sprecherturm mit Anzeigetafel; gegenüber ein kleines Vereinsheim, wo es zu viel zu hohen Preisen sehr dürftiges Catering gab. Auch der Eintritt ist mit 6€ eigentlich zu hoch, aber Motoball lohnt sich immer. Der Verein hätte allerdings mehr Sponsoren nötig – da bringen hohe Eintritts- und Essenspreise nicht viel, wenn man veraltete oder schlechte Motorräder hat, die ständig ausfallen.

Zwei Minuten nach Anpfiff fiel schon das erste Tor. Mörsch noch ohne Punktgewinn in dieser Saison, doch der Gast von Comet Durmersheim im Play-off-Bereich. Es ging munter weiter, 0:2 und nach 8 Minuten schon der erste Maschinenschaden beim MSC Mörsch. Dann zwei Tore in Unterzahl da kein Ersatzmotorrad bereitstand, das 0:5 und 0:6 wieder in Gleichzahl, danach landete der dritte Mörscher Angriff sogar im Tor zum Ehrentreffer, ehe nach dem 1:7 das Unglück seinen Lauf nahm. OK, bei Gleichzahl 80 Minuten hätten die Mörscher wahrscheinlich noch mehr Treffer kassiert, aber ab der 17. Minute standen den Gastgebern nur noch zwei Motorräder zur Verfügung. Mit 4 gegen 2 Feldspieler ging ein passives zweites Viertel mit 0:2 (Gesamtstand nun 1:9) über die Bühne. Im dritten Viertel ging nun auch ein drittes Mörscher Motorrad krachen, sodass die Durmersheimer eines von sich verliehen, damit das Spiel nicht schon nach 42. Minuten abgebrochen werden würde. Nach dem 1:13 in der 60. Minute wurde aber auf das letzte Viertel verzichtet. Um den 1.MSC Mörsch steht es leider gar nicht gut, wenn ich mir mal Ergebnisse und Technikprobleme anschaue. Trotz Handverletzung des Torwarts wäre ja wohl noch ein Ersatzspieler dagewesen, aber besonders groß ist der Kader auch nicht. Da stellt sich die Frage, ob nach Bergfried Leverkusen vor drei Jahren, demnächst auch der zweite Club in Mörsch aufgeben muss – denn der 1.MSC ist einer der wenigen Clubs ohne Jugendmannschaft. 1.MSC Mörsch v Comet Durmersheim Statistik:
- Grounds: 1.431 (3 neue; diese Saison: 17 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.450 (3; diese Saison: 16)
- Tageskilometer: 580 (580km Auto)
- Saisonkilometer: 2.240 (1.980 Auto/ 260 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 21 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 471.

Samstag, 8. August 2015

W471IV: Drachenstadt Königswinter, Siebengebirge und Testspiel auf dem Aegidienberg

Sportfreunde Aegidienberg 1958 .................... 3
TuS 1905 Oberpleis II ...................................... 0
- Datum: Freitag, 7. August 2015 – Beginn: 20.10
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga A, Sieg; 8. Liga, 4. Amateurliga gegen Kreisliga B, Sieg/ Staffel 3; 9. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 25. Marco Strathausen, 2-0 45. Nils Schülgen, 3-0 91. Marco Strathausen
- Verwarnungen: Sebastian Ziegert (Oberpleis)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Aegidienberg (Bad Honnef/ Rottbitze; Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (davon ca. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches, ziemlich einseitiges Spiel) Sportfreunde Aegidienberg 3:0 TuS 05 Oberpleis Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: Pre-Season Friendly Sportfreunde Aegidienberg v TuS Oberpleis Reserves
b) Sightseeing: Dragon Town Königswinter; Drachenburg Palace, Drachenfels Castle Ruin, Nibelung Cave, Reptiles Zoo, Löwenburg Castle Ruin

Am Nachmittag brach ich wieder zu einer harten Radtour auf: diesmal nach Königswinter und ins Siebengebirge. Ich klapperte erstmal für zusammen 9€ alle Sehenswürdigkeiten am Drachenfels ab: die Nibelungenhalle mit der Drachenhöhle und dem Reptilienzoo (nette Germanen-Folklore und eine gut gemachte, private Terrariensammlung, deren Beschriftung allerdings einfach nur amateurhaft daher kommt mit ihren ganzen Rechtschreibfehlern und unbeholfenen Kommentaren), das Schloss Drachenburg (feinster Kitsch aus dem 19. Jahrhundert: fantasievolle Architektur außen, innen in schönen Farben gehaltene, völlig überladene Decken und Tapeten – interessant auch einige historische Details: fast alle Kitschbilder wurden nach 1945 von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten geklaut, die im Schloss einquartiert waren, welches in den Folgejahren noch mehr verfiel, ehe ein Unternehmer, Paul Spinat aus Königswinter, das Schloss wiederherrichtete; nach seinem Ruin durch den Erwerb eines weiteren Schlossen wurde es vom Land NRW zurückgekauft und durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in großen Teilen in ein Museum umgewandelt) und die Burgruine Drachenfels (ein recht verfallener Ruinenbau mit tollem Blick über den Rhein. Ich fuhr dann noch zur Burgruine Löwenburg, deren ziemlich verfallenen aber ausgedehnten Ruinen auf einem bewaldeten Berggipfel im Riesengebirge, 5km östlich der Burg Drachenfels, liegen. Drachenburg palace Von der Löwenburg kämpfte ich mich nach Aegidienberg durch, wo im Ortsteil Rottbitze ein ausbautenloser Kunstrasen, von Bäumen umgeben auf einer Anhöhe liegt. Dort spielen die Sportfreunde Aegidiental ihre Kreisliga A-Spiele. Heute war ein Team der Kreisliga B zugast. Erst letzten Dienstag war ich bei denen zu Besuch: TuS Oberpleis II. Das Spiel war mittelmäßig und relativ einseitig, denn der Klassenhöhere bestimmte hier klar das Spiel. Sich groß was auf ihr Spiel einbilden brauchten sie aber nicht: sie ließen enorm viele Chancen liegen. Erst ein Flachschuss nach 25 Minuten und ein Kopfball nach 45 sorgten für die Vorentscheidung. Der türkische Schiri mit seiner Schiebermütze – dachte erst, da würde Kaya Yanar pfeifen, war aber nur Uğur Demirbaş... – legte sich erstmal auf dem kleinen Graswall schlafen, ehe sich TuS Oberpleis wieder aus der Kabine traute. Nach der Pause hielte sie aber besser mit, doch irgendwann, nach einigen Wechseln oder Rückwechseln nahm der Gastgeber wieder das Heft in die Hand und schloss das Spiel mit einem schönen Weitschuss zum 3:0 ab. Sportfreunde Aegidienberg 3:0 TuS 05 Oberpleis Statistik:
- Grounds: 1.428 (1 neuer; diese Saison: 14 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.447 (1; diese Saison: 13)
- Tageskilometer: 70 (70km Rad)
- Saisonkilometer: 1.660 (1.400 Auto/ 260 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 471.